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Zebra mit Trauerschärpe - Ki generiert

Nachruf Bernd Rammler

Bernd Rammler ist am 20. November 2025 im Alter von 64 Jahren gestorben, aber nicht tot.

Weltenöffner wie er sterben nicht, allein weil sie die Welt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geöffnet und erlebbar gehalten haben. Weltenöffner hinterlassen Spuren, gemeinsame Erlebnisse, Erinnerungen, Ermutigungen und Perspektiven.

Durch Projekte zur Überwindung von Gewalt und Rassismus in Finnland, der Türkei, in Marokko, Israel und in der Bundesrepublik hat sich das Kämpferherz Bernd Rammler, neben der Lust am Leben, durch die Entwicklung von Initiativen wie Dem Hass keine Chance, Aktion Courage, SOS-Rassismus-NRW und insbesondere durch die Gründung der Gewalt Akademie Villigst und der Ausbildung von Deeskalationstrainer/innen einen Namen gemacht.

Kontroversitätskompetenz und Respekt waren dabei seine besonderen Merkmale, wenn es darum ging, kritischen Auseinandersetzungen standzuhalten, notwendige Konflikte auszutragen und sie in einen Konsens einmünden zu lassen.

Von guten Mächten wunderbar geborgen und umgeben von seinen „himmlischen Heerscharen“ aus dem Jugendzentrum in Enger, war Bernd Rammler eine Macht, die gewaltfrei und beharrlich, freundlich, sensibel und zielgerichtet, die Tür für eine menschenwürdige Welt offengehalten hat.

Weltenöffner sterben nicht, weil sie wie ein Stein, der im Wasser seine Kreise zieht, nicht zu bändigen sind.

 

Im Namen der Villigster Deeskalationstrainer und Deeskalationstrainerinnen

Ralf-Erik Posselt

In Trägerschaft des Amtes für Jugendarbeit der EKvW