ABG Herford/Bielefeld 2018/19

Ausbildungsgruppe Herford/Bielefeld 2018/19

in Kooperation mit dem Kirchenkreis Herford, dem Kreis Herford und dem Kirchenkreis Bielefeld

Ausbildung zum/zur Deeskalationstrainer/-in Gewalt und Rassismus Jahrgang 2018/19 in Herford

Aufgabe der Gewalt Akademie Villigst ist es, sich mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu verständigen, damit diese möglichst mit allen Sinnen begreifen, erfahren und verstehen, was Sinn macht, Wert hat, als Regel taugt und deshalb für alle gelten soll und kann.

Dabei geht es darum, Methodenrepertoires, Thematisierungswege und konstruktive Konfliktlösungen zu entwickeln, zu erproben und zu realisieren. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen selber herausfinden können, was gut oder schlecht für sie ist, damit sie auf Gewalt und Rassismus als scheinbare Lösungsmittel nicht zurückgreifen müssen.

Ziel ist es, im Respekt vor dem Gewaltmonopol des Staates Wege der aktiven Gewaltlosigkeit zu entwickeln, zu beschreiten und zu verstetigen, auf jede Rechtfertigung von Gewalt und Rassismus zu verzichten und den Transfer in die Alltagswelt zu realisieren.

Die Mitglieder und Trainer/innen der Gewalt Akademie Villigst haben sich dazu verpflichtet, aktive Gewaltlosigkeit als handlungsleitendes Prinzip in ihrem eigenen Alltag und in ihrer beruflichen Praxis andauernd zu reflektieren und zu praktizieren.

Die Gewalt Akademie Villigst führt am Standort Herford seit 2010 die berufsbegleitende Ausbildungsgänge für Deeskalationstrainer/-innen durch. Angesichts der stetigen Nachfrage nach qualifizierten Trainer/-innen bieten wir auch im Jahr 2018 unsere Ausbildung zum/zur Deeskalationstrainer/-in Gewalt und Rassismus an.

Die Ausbildung startet nach den Sommerferien, Anfang Oktober 2018 und endet im Dezember 2019 mit der Zertifizierung im Januar 2020 in Villigst.

Wir bieten eine erfahrungs- und praxisorientierte, ausbaufähige Ausbildung mit langfristiger Perspektive, solide Praxiserfahrungen mit kollegialen Reibungsprozessen und ein an den Fähigkeiten und Eigenarten der Teilnehmer/innen orientiertes

Ausbildungsprogramm mit folgenden Schwerpunkten:

- Erarbeitung von Grundwissen und Einschätzung eigener pädagogischer „Reichweiten“

- Ausbildungs-, Übungs- und Trainingsphasen mit mind. 8 eintägigen Ausbildungsgruppentreffen (und autodidaktisch orientierten Lernprozessen in Regie der jeweiligen Gruppe)

- Beratung und Reflexion zur Entwicklung eines eigenen, soliden Methoden- und Praxisrepertoires und zur Erprobung und Realisierung eines eigenen, authentischen Trainingsprogramms.

- Freiräume für kollegiale Beratung zur Entwicklung einer eigenen (konfrontativer Kritik standhaltenden) Trainingskonzeption und - praxis.

- Beratung und Begleitung auf dem Weg in die eigene Trainingsarbeit.

- Vermittlung von Projekt- und Seminarpartner/innen aus den Bereichen Schule, präventiver Polizei- und Justizarbeit, Jugendhilfe und Bildungsarbeit.

Kosten und Zeitaufwand: Für die Ausbildung sind insgesamt 1200,- an Kosten zu kalkulieren. In dieser Kalkulation enthalten sind die

Aufnahmegebühr, Kosten für Lehr- und Fremdtrainings, Unterkunft, Verpflegung.

Als Ausbildungszeit sollte ein Budget von mind. 18 (zentralen/regionalen) Seminar-, Klausur- und Literaturtagen kalkuliert werden; darin enthalten sind die in der Regel monatlich stattfindenden Ausbildungsgruppentreffen.

Die Ausbildung schließt ab mit einer eigenen, reflektierten, auf zwei Tage ausgerichteten Konzeption, einem kollegial begleiteten ”Muster-Training” und einem entsprechenden Zertifikat mit einer Referenz der Gewalt Akademie Villigst und des

Amtes für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen im Rahmen eines Dinners für Trainer/innen im Januar 2020.

Struktur der Ausbildung

1. Info-Tag/Input-Training: Einführung in das Ausbildungsvorhaben und Informationen

2. Ausbildungs-, Übungs- und Trainingsphase mit mindestens acht eintägigen regionalen Gruppentreffen (und autodidaktisch orientierten Lernprozessen in Regie der jeweiligen Ausbildungsgruppe)

3. Eigene Studientage, kollegiale Beratung, Entwicklung und Reflexion einer eigenen Trainingskonzeption

4. Entwicklung und Realisierung eigener Deeskalationstrainings zu den Themenfeldern Gewalt, Rassismus, konstruktive Konfliktbearbeitung und Soziales Lernen.

5. Teilnahme an vier (zweitägigen) Lehrtrainings (verpflichtend / vier Bescheinigungen): 

6. Entwicklung und schriftliche Fixierung einer eigenen, mindestens zweitägigen (8 UE/Tg) Trainingskonzeption in den Themenfeldern Gewalt, Rassismus, konstruktive Konfliktbearbeitung oder Soziales Lernen. 

7. Realisierung eines eigenen zweitägigen Trainings mit dokumentierter kollegialer Begleitung, Reflexion und Auswertung durch zwei Mentor/innen der Gewalt Akademie Villigst. Darüber hinaus geben wir die Empfehlung: Teilnahme als (aktive/r) Mentor/in an zwei Trainings anderer Ausbildungsteilnehmender, Moderator/innen oder Lehrtrainer/innen (sog. Huckepackverfahren). 

8. Dinner für Trainer/innen: Reflexion der Ausbildung, Zertifizierung zu Trainer/ -innen und Einführung der neuen Teilnehmer/ -innen in das nächste Ausbildungsvorhaben (s.o.)

9. Entwicklung und schriftliche Fixierung der eigenen Vorstellung (Selbstdarstellung) im Verzeichnis und auf der Homepage der Trainer/innen der Gewalt Akademie Villigst 

1. Mentor/innen sind Teilnehmende (TN) der Ausbildung, die das Training eines/r anderen TN kollegial, konstruktiv und kritisch begleiten

2. Moderator/innen sind Mitglieder eines regionalen Ausbildungsteams und begleiten ständig eine regionale Ausbildungsgruppe

3. Lehrtrainer/innen sind von der Gewalt Akademie Villigst zertifiziert und beauftragt, regionale Ausbildungsgruppen der Gewalt Akademie Villigst zu entwickeln, zu organisieren und zu leiten.

Ansprechpartnerin und Anmeldung::

Sylke Kleine-Beckel
Dipl. Sozialarbeiterin
Deeskalations- und Lehrtrainerin der Gewalt Akademie Villigst
EOL-Trainerin der METALOG®academy
Elternmoderatorin u. Elternschule-Trainerin                                                                                  
Coach der DGfC (Coaching mit System und Gestalt)

Telefon: 0176-34385641

Email: sylke.kleine-beckel(at)teleos-web.de