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23.11.2020 #keinrandproblem

Rassismus ist in der Mitte der Gesellschaft Realität. Eine Hashtagaktion von Civic.net will nun Aufmerksamkeit dafür.

#KeinRandproblem
Rassismus in Deutschland war eines der zentralen Themen 2020. Wir erinnern uns an den rechtsterroristischen Anschlag in Hanau, die rechte Anschlagsserie in Neukölln, zahlreiche rassistische Vorfälle bei der Polizei (NSU 2.0, rassistische Äußerungen in internen Chats) und den zunehmendem anti-asiatischen Rassismus im Zuge der Corona-Pandemie. Weltweit gingen Menschen auf die Straße nach dem rassistischen Mord an George Floyd. Auch in Deutschland fanden zahlreiche “Black Lives Matter” Proteste statt. Währenddessen drückt man sich um eine Rassismusstudie bei der Polizei. Die Debatte dazu darf an dieser Stelle nicht abreißen. Zum Jahresende möchten wir an der Hashtagkampagne von civic.net auf Rassismus in all seinen Formen aufmerksam machen. Rassismus ist ein strukturelles Problem. Er kommt in allen gesellschaftlichen Schichten vor, wird kulturell vermittelt, ist tief in unserem Denken und unseren Institutionen verankert und prägt damit den Alltag vieler Betroffener. Rassismus ist damit #KeinRandproblem.

Am 23. November gedenken wir der Opfer des rassistische Mordanschlags von Mölln. In den Tagen darauf begehen wir das Gedenken anlässlich des 30. Todestages von Amadeu Antonio Kiowa, dem Namensgeber der Stiftung. Beide Fälle erinnern uns daran, dass Rassismus tödliche Konsequenzen hat, wenn wir nichts dagegen tun. Wir teilen die Aufforderungen von Civic.net und den Kooperationspartner*innen von Werk 21k. Wir fordern ebenfalls einen konsequenten Kampf gegen rassistisch motivierte Diskriminierung, Benachteiligung und Gewalt. Denn Schwarze Menschen und People of Color erfahren hier täglich Rassismus.

Wann und wie können Sie sich beteiligen?
Veröffentlichen Sie Beiträge mit #KeinRandproblem auf Twitter und Instagram.
Nutzten sie Sharepics, Gifs und Stories um Aufmerksamkeit auf ihre Beiträge zu ziehen.
Informieren sie weitere rassismuskritische Organisationen und antirassistische Aktivist*innen.

Namen nennen: Erinnert an die Opfer des rassistischen Anschlags in Mölln!
Erfahrungen teilen: Überlegt euch Beispiele aus dem Alltag!
Ungleichheit transparent machen: Thematisiert strukturellen Rassismus!

Beispiel-Tweets als Inspiration:
Dass viele rassistische Kommentare in sozialen Netzwerken mit „Ich bin sicher kein Rassist…“ anfangen, zeigt, dass #Rassismus eben #KeinRandproblem ist.  
Wenn man einen Job oder eine Wohnung nicht wegen des Nachnamens bekommt. Rassismus ist #KeinRandproblem.
„Aber wo kommen Sie denn ursprünglich her?“, „Nur weil sich jemand beleidigt fühlt, sage ich nicht Schokokuss“, „Ich hab ja auch nichts gegen die, aber?…“ –> #KeinRandproblem
Der Begriff “Rasse” wird in Artikel 3 des Grundgesetz noch immer aufgeführt. Wir fordern, diesen durch “rassistische Zuschreibung” zu ersetzen. #KeinRandproblem

Fortbildungsflyer 2021

 

 

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