Bericht aus Steinhagen

Bericht aus Steinhagen

Am 27. und 28. August fand in einer Konfigruppe in Steinhagen ein Friedensstiftertraining statt. Die 30 Konfirmanden und Konfirmandinnen wurden von Viola Hofmann und Nina Melzer angeleitet und arbeiteten zu den unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Vor allem der Aspekt der Ausgrenzung aus einer Gruppe wurde mit den Jugendlichen erarbeitet. Dieses Thema war nicht in dem Umfang vorgesehen, wurde aber aus gegebenem Anlass bearbeitet. Während des Wups „Welle links, Welle rechts“ befand sich eine Person bereits längere Zeit in der Mitte ohne einen Platz zu ergattern. Als die Person gerade aktiv dabei war einen Platz zu suchen, rief einer der Anderen „Ausgrenzung“.  An dieser Stelle entschieden wir uns, anschließend über das nun zur Übung gewordene Wup zu sprechen. Während der Reflexion erläuterten einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer warum sie bei diesem Spiel Ausgrenzung erlebt hätten und wie sich das auf den Alltag der Jugendlichen übertragen lässt. Sie berichteten von verschiedenen Situationen bis eine Person sagte „das ist doch wie wenn wir in der Schule Opferkreis spielen“. Daraufhin erläuterten die Teilnehmer/innen, dass sie in der Schulpause oft auf dem Schulhof zusammenstehen und dann spontan einen aus dem Kreis in die Mitte schubsen würden. Während dieses „Opferkreises“ würde die Person dann einige Minuten hin und her geschubst, das ganze sei aber nur Spaß. Als wir sagten, dass wir uns das ganze nur schwer vorstellen könnten, entschieden wir gemeinsam mit den Teilnehmer/innen den „Opferkreis“ mal zu demonstrieren. Bereits bei der Auswahl des „Opfers“ wurde ein verletzter Junge ausgewählt und mit den Worten „Ey Krüppelchen, ab in die Mitte!“ aufgefordert sich hin und her schubsen zu lassen. Nach einer kurzen „Einheit“ beendetet wir „den Opferkreis“ und reflektierten mit den Jugendlichen warum, das ganze kein Spaß ist und wie es dem verletzten Jungen dabei ging. Leider wollte keiner der Wortführer selber einmal in die Mitte des Opferkreises. Während der Reflexion sprachen wir ebenfalls darüber, wann Spaß aufhört und ob man immer wissen kann, wann es dem anderen zu viel ist und ob man seine/ihre Grenzen überschreitet. Anschließend spielten wir asiatisches Schnick-Schnack-Schnuck um zu verdeutlichen, dass man nicht wissen kann was der andere denkt.