Deeskalationstraining mit Pferd

Deeskalationstraining mit Pferd

Das Pferd als Spiegel deines Verhaltens und
verdeckter Kommunikation

Persönlichkeitstraining mit dem Medium Pferd
Pferde waren und sind heute noch meine Lehrmeister.
Für die Verständigung mit ihnen braucht man Achtsamkeit, Respekt, Sensibilität und Selbstbewusstsein. Pferde können sehr genau unterscheiden, ob das Selbstbewusstsein ihres Gegenübers aufgesetzt oder tatsächlich vorhanden ist, entsprechendes spiegeln sie mit ihrem Verhalten. Ich setze die Pferde in meinen Trainings ein, um die Persönlichkeit der Teilnehmer/innen zu trainieren, Authentizität einzuüben und Verhaltensalternativen auszuprobieren. 

Nicole M. Gerlach

Deeskalationstraining zur Überwindung von Gewalt mit Multiplikatoren aus Schule und Jugendhilfe

Das Konzept:

Das Pferd als Spiegel deines Verhaltens und verdeckter Kommunikation

Training zur Deeskalation von Konflikten und Gewalt für junge Menschen

Modul1: Deeskalationstranig 

Modul 2: Training mit Pferd  

Modul 3: Reflektion und Transfer in den Alltag 

Deeskalation von Konflikten und Gewalt - Einführung

Ausgangspunkt:

Wer Gewalt und Rassismus vermeiden, verhindern oder sogar deeskalieren will, muss genau wissen, worum es sich handelt, wo Ursachen zu suchen und zu finden sind, welche Wirkungen und Spuren Gewalt hinterlässt und woran man Gewalt, auch versteckte, heimliche Alltagsgewalt, erkennen kann. 

Gewalt muss als Gewalt erst einmal erkannt werden, um deeskaliert werden zu können! 

Ziel:

Ziel eines Trainings muss es sein, Menschen so zu stärken, dass sie auf Gewalt als „letztes Mittel“ nicht zurückgreifen brauchen und sogar die Gewalt anderer vermindern können.
Sie sollten erfahren und erproben, was Sinn macht, Wert hat, als Regel taugt und deshalb in Zukunft zum persönlichen Verhaltenkodex zählen kann.

Das Deeskalationstraining ist als handlungsorientiertes Seminarprogramm konzipiert.  Dabei geht es zum einen um das Kennenlernen und Ausprobieren von konkreten Verhaltensmöglichkeiten in Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen, zum anderen um den Aufbau von reflektierten Positionen zur offensiven, möglichst gewaltlosen Auseinandersetzung mit aggressiven oder gewaltbereiten Jungen, Mädchen, Jugendlichen und Erwachsenen. 

Inhalte: 

  • Erkennen und Benennen von Konflikten und Gewaltsituationen; 

  • Sensibilisierung für den Sinn und die Notwendigkeit von Regeln; 

  • Sensibilisierung für den eigenen, ebenso wie für den Körper anderer;  

  • Überprüfung eigener Positionen zur Gewalt, eigener Widersprüche und eigener Aggressionspotentiale; 

  • Impulse und Übungen zur Thematisierung von Gewalt; 

  • Entwicklung von Interventionsberechtigung; 

  • Erprobung von Flucht- und Interventionsmöglichkeiten in der Dynamik von Gewaltprozessen; 

  • Überprüfung und Erweiterung des Verhaltens- und Handlungsrepertoires in Stress-Situationen;  

  • Training zum offensiven, intuitiven und reflektierten Handeln in Konflikt-, Bedrohungs-, Krisen- und Gewaltsituationen. 

Modul 1 

Zielsetzung: 

Entwicklung, Erprobung und Sicherung (Transfer) von Verhaltens- und Handlungsmöglichkeiten in Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen.

Entwicklung von gewaltdeeskalierenden Verhaltens- und Handlungsmöglichkeiten in drei Teilschritten:

  1. Gewalt beim Namen nennen und thematisieren können. 

  2. Vermittlung von Methodenrepertoires zur Gewaltprävention und zur zivilen Konfliktbearbeitung.

  3. Überprüfung und Weiter-Entwicklung eigener Positionen  

Methoden:

Neben eher kurzen theoretisch kognitiven Seminarsequenzen, ist die Methodik handlungsorientiert. Die Inhalte sollen erlebt, ausprobiert und dadurch erfahrbar werden. Dazu werden u.a. spielerische Elemente, theater- und erlebnispädagogische Methoden, Plenum– und Kleingruppenarbeit mit Reflexions- und Transferphasen verknüpft und für den Trainingseinsatz genutzt.  

Das Pferd als Spiegel deines Verhaltens und verdeckter Kommunikation - Einführung

Ausgangspunkt:

„Bist du überzeugend, hört man dir zu,  wenn du sprichst?“

Oft schwingen in unseren Worten Gefühle mit, die die Wirkung schwächen. Das Ziel der Aussage stimmt nicht überein, mit der Sprache, der Wahl der Worte, der Haltung des Körpers.
In der Arbeit mit Mensch und Pferd in der Manege wird dies besonders deutlich. 
Stimmt die Körpersprache nicht mit dem ausgesprochen Wunsch überein, dann reagiert das Pferd auch nicht entsprechend. 
Möchte ich die Aufmerksamkeit des Pferdes, muss ich das entsprechend zum Ausdruck bringen. Möchte ich mit dem Pferd zusammenarbeiten, will ich das es mir folgt, dann muss ich mit ihm den Weg klar und deutlich beschreiten. Soll es vor mir weichen muss ich eine deutliche Sprache sprechen. 
Die Kommunikation reduziert sich auf das,  was für die Kooperation notwendig ist: Klarheit, Transparenz, Authentizität, Selbstbewusstsein, Wertschätzung, Vertrauen und Verantwortung. 

Im Laufe des Trainings gewinnen die Kursteilnehmerinnen sichtlich mehr Klarheit, Direktheit und Selbstbewusstsein. Das Zusammenspiel zwischen ihrer Sprache und der entsprechenden Körpersprache wird harmonischer und effizienter. 

Das Pferde schult die Persönlichkeit des Menschen- diese Erkenntnis haben schon die Ordensritter als Geheimnis gehütet. Pferde sind größer und stärker als Menschen. Wir können sie gegen ihren Willen weder stoppen noch zur Seite schieben, es sei denn mit Gewalt. Oder wir geben die richtigen Signale und übernehmen die Rolle der Leitstute oder des Leithengstes. 

Das Training mit Pferd ist eine Persönlichkeitsentwicklungsmaßnahme, die den Teilnehmern/innen Kommunikations- und Teamworkprozesse, auf eine anschauliche, effiziente, sehr intensive und nachhaltige Art und Weise deutlich macht. 

Erfahrungen im Umgang mit Pferden sind nicht erforderlich. Angst vor Pferden wird mit der ersten Trainingsphase schnell überwunden. Pferdekenner haben gegenüber Pferdenichtkennern keinen sichtbaren Vorteil. Das Pferd ist in diesem Training Medium und Feedbackgeber. Der Mensch steht im Mittelpunkt, das Team steht im Mittelpunkt.

Modul 2

Zielsetzung:

Es wird Teamgeist und Verantwortung, Sensibilität und Durchsetzungsvermögen, Intuition und Zielorientierung, Glaubhaftigkeit und Integrität, Körpersprache und Präsenz erfahren.

  1. Die eigene Art und Weise der Kommunikation erkennen. Möglichkeiten und Grenzen dieser Art erfahren.

  2. Verhaltensalternativen einüben und die Körpersprache schulen. Sicherheit, Selbstbewusstsein und Wertschätzung erfahren.

  3. Alternativen ausprobieren und im Team Aufgaben bewältigen. 

Was geschieht?
Im Training durchlaufen die Teilnehmer/innen zwei Arbeitsphasen und zwei Reflektionsphasen:

Trainingspartner Mensch und Pferd.
Im Training arbeiten Teilnehmer/innen zusammen im Team und einzeln mit den Pferden.

Begleitet wird das Training von mir und der Kotrainerin Ellen Brings.

Trainingsinhalte / Themenschwerpunkte:

  • Aufmerksamkeit: „Ich will das du mir zuhörst!“

  • Abweisen können: „Bleib wo du bist!“

  • Beobachten, Beurteilen

  • Respekt und Vertrauen

  • Wahrnehmung und Wirklichkeit

  • Wunsch und Verwirklichung

  • Teamentwicklung

Trainingssequenzen:  

  • integriert zwischen Modul 1 und 3

  • 3h

  • Teilnehmer/innen von 4 bis 8 Personen

Ort: FN-Reitanlage im Kreis Warendorf

Modul 3

Zielsetzung:

Umsetzung und Anwendung neuer Handlungsweisen im Alltag

Im dritten Modul werden die Erfahrungen, Erkenntnisse und vielleicht auch Verunsicherungen aus den ersten 2 Modulen aufgegriffen, reflektiert in den Alltag transferiert und unter weiterführender Thematik bearbeitet. Mit den Teilnehmern legen wir vorher einen thematischen Schwerpunkt fest. 

Mögliche Trainingsinhalte:

Umgang mit verhaltensinteressanten Kindern und Jugendlichen, Konstruktive Konfliktkultur, Zusammenarbeit und Teamentwicklung, Überwindung von Gewalt und Mobbing, Verhalten in Stresssituationen

Quelle: Nicole Marjo Gerlach