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Der lange Weg von der Evolution zum Deeskalationstrainer

Mit gespannten Erwartungen trafen sich die Regionalgruppen Dorsten/Villigst, Leverkusen und Münster am 16./17.05.2009 zum  gemeinsamen zweiten Lehrtraining „Deeskalation von Gewalt II“ im Haus Villigst. Viele der Teilnehmer kannten sich bereits von der Veranstaltung „Deeskalation von Gewalt I“ und freuten sich über ein Wiedersehen nach drei Monaten. Der blaue Himmel spiegelte die gute Laune aller wieder. Neben den Lehrtrainern Keith Matschulla und Axel Dumschat, die die Teilnehmer  das ganze Wochenende betreuten, stieß am 17.05.2008 noch Simone Kriebs als Referentin hinzu.

Am ersten Veranstaltungstag ging es um die Auseinandersetzung mit der „Inneren
Haltung“ zum Thema „Aggression“ und „Gewalt“. Nachdem die Regionalgruppen sich durch die Übung „Bingo“ näher kennen gelernt hatten, erarbeiteten und erprobten sie unter anderem durch Übungen wie „Henne und Fuchs“ und „Raumdurchquerung“ neue Verhaltensweisen im Umgang mit schwierigen Konfliktsituationen.

 


 

Durch weitere Übungen wie „Halt den Partner fest“, „Schimpfwörter-ABC“ und „Außenseiterübung“ stand dabei das Wahrnehmen der eigenen Stärken und Schwächen, sowie das Erkennen der eigenen „Roten Knöpfe“ im Vordergrund, die entscheidend Einfluss auf den Ausgang von eskalierenden Situationen nehmen.

Den Schwerpunkt des zweiten Tages bildete die Intervention. Mit  Interaktionsübungen, Rollenspielen und anderen erfahrungsorientierten Methoden wie die “Schlagfertigkeitsübung“, die Übungen „Streithähne trennen“, und  „Bodyguard“ wurden unter Anleitung von Simone Kriebs eskalierende

Konflikte gemeinsam in Szene gesetzt und bearbeitet. Die Übung „Gewaltspirale“ sorgte teilweise für erhebliche Emotionen und führte bei den Teilnehmern zu Grenzerfahrungen. Große Ausgelassenheit beim „Fan-Block“ brachte die  Teilnehmer wieder auf andere Gedanken. Der Umgang mit verschiedenen Formen  von Provokationen bildete den Abschluss eines ereignisreichen und spannenden zweiten Tages.

Durch die angenehme Atmosphäre unter allen Teilnehmer(innen)n verabschiedeten  sich alle schweren Herzens in dem Bewusstsein, das eigene Verhalten und Erleben in aggressiven Situationen und Konflikten nun besser verstehen und darauf reagieren zu können.

Reinhard Wilke für die Regionalgruppe Dorsten/Villigs


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