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Zur Person:
- Referentin im IKG (Ausbildung als Lehrerin)
- Inhaltliche Schwerpunkte: Politische Bildung und Methoden der Erwachsenenbildung
- Fortgebildet im Bereich Organisationsmanagement, NLP, TZI
- Ausbildung als PART-Trainerin und Mitinitiatorin des GANG-Projekts
Angebotene Seminare und Veranstaltungen
Der Schwerpunkt der Anti-Gewaltprojektarbeit liegt in der Durchführung von GANG-Seminaren die sich ausschließlich an Männer im offenen Strafvollzug wenden. Neben diesen Seminaren biete ich in Zusammenarbeit mit Jürgen Haas zwei-tägige Seminare bei der Gewaltakademie an, um die Arbeitsweise von GANG theoretisch und angereichert mit praktischen Trainingselementen erfahrbar zu machen.
Im Folgenden wird das GANG-Konzept, so wie es mit den Inhaftierten durchgeführt wird, beschrieben
Das GANG-Projekt – Eine Werkstatt für Männer im offenen Strafvollzug
Gewalt macht Angst und Gewalttätigkeit zerstört. In allen ihren Formen zerstört sie den einzelnen Menschen an Leib und Seele und die Gemeinschaft. Gewalt und Gewalttätigkeit gehören zu einem Kreislauf von Angst und Macht. Unser Ziel ist es, diesen Kreislauf zu unterbrechen.
Mit GANG wollen das "Institut für Kirche und Gesellschaft" (IKG) und der "Evangelische Gemeindedienst – Innere Mission Bielefeld e.V." (EGD) einen aktiven Beitrag zur Überwindung von Gewalt leisten. Die Evangelische Kirche nimmt mit diesem Angebot für inhaftierte Menschen ihre Anwaltsfunktion für besonders benachteiligte Gruppen wahr.
Natürlich verbindet sie mit GANG auch die Hoffnung, dass solche Werkstätten zukünftig ein fester Bestandteil im Behandlungsvollzug werden.
Zugleich besteht die Chance, die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Evangelischer Kirche und Justiz, die seit vielen Jahren in den 'Eheseminaren für Inhaftierte und ihre Ehefrauen und Partnerinnen' und der 'Kontaktgruppenarbeit' praktiziert wird, fortzusetzen und auszuweiten.
- GANG geht davon aus, dass inhaftierte Männer vielfältige persönliche Gewalterfahrungen gemacht haben.
- GANG weiß auch, dass Gewaltanwendung bei Inhaftierten ein häufig gewähltes Mittel der Problemlösung ist. Nach der Haftentlassung ist damit leider oft eine besondere Rückfallgefährdung verbunden.
- GANG will Einstellungen und persönliche Gewalterfahrungen (aus der Täter- und Opferperspektive) hinterfragen und ein neues, angemessenes Verhalten erproben.
- GANG ist ein Angebot im Sinne des Behandlungsvollzuges.
Inhalte und Zielsetzung:
Mit verschiedenen Trainingselementen will GANG Männern mit Gewalterfahrungen Möglichkeiten eröffnen
- für gewalttätige Kommunikationsformen im aktuellen Lebensumfeld sensibel zu werden,
- gewalttätige Dynamiken in der eigenen Lebensgeschichte zu erkennen und Konsequenzen daraus abzuleiten,
- Gewalttätigkeit aus Sicht von Täter und Opfer zu definieren,
- die Selbst- und Fremdwahrnehmung zu verbessern,
- die eigene Beziehungsgestaltung im "hier und jetzt" bewusst wahrzunehmen und zu beurteilen,
- gewaltfreie Verhaltensalternativen, bzw. neues Konfliktlösungsverhalten zu entwickeln, zu erproben und zu reflektieren,
- im Rahmen von initiierten Feedbackprozessen Lernerfahrungen in der Trainingsgruppe zu machen,
- im Seminar erprobte Alternativen in den Alltag zu transferieren.
Zielgruppe:
GANG wendet sich an Männer im offenen Strafvollzug.
Teilnehmerzahl: 12 Teilnehmer
Methoden:
- Kleingruppen- und Plenumsarbeit
- Biographiearbeit
- Wahrnehmungsfördernde Übungen aus der sozialen Gruppenarbeit und der Gestalttherapie
- Trainingssequenzen in Form von Rollenspielen mit integrierten Reflexionseinheiten.
Zeitlicher Umfang:
- Ein GANG Training findet jeweils von Montag (10.30 Uhr) bis Freitag (16.30 Uhr) statt. Während der Seminarwoche sind die Teilnehmer in einer Tagungsstätte untergebracht.
Räumliche Voraussetzungen:
- Großer Tagungsraum, Stuhlkreis,
- Kleinere Gruppenräume für Kleingruppenphasen
- Moderationswände, Flip-Chart, Musikanlage.
Hinweis:
Seminarangebot im Rahmen der Gewaltakademie Villigst ( „Zweitägiges Lehrtraining“) s. „Deeskalationstraing Gewalt“ und „Konstruktive Konfliktbearbeitung“.
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