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Huckepachtrainings in der ABG-Dorsten 2010
Gert Drendel, Erfahrungsbericht, Huckepacktraining mit Keith OGS Lembeck, am 11.02.2010, 15.00 – 16.00 Uhr
Gruppe: heterogen, 17 Tn, geringer Anteil von jungen Menschen mit Zuwanderergeschichte 3. Trainingseinheit
Keith hatte mir im Vorfeld den Trainingsablauf mit den Übungen gemailt, so dass ich m ich vorbereiten konnte, dennoch fuhr ich etwas unsicher nach Lembeck, gespannt darauf, was mich erwarten würde. Keith verbreitete gleich nach seinem Eintreffen gute Laune und sorgte so für eine entspannte Atmosphäre. Die Gruppe war von Beginn an sehr kooperativ und lernwillig. Sie hat eine positive Arbeitshaltung und eine gesunde Neugier. Ich wurde problemlos in ihrem Kreis akzeptiert. In der von mir geleiteten Einheit hatte ich immer das Gefühl jederzeit von Keith wohlwollend Unterstützung erhalten zu können. Danke Keith. Die Einheit selbst verlief zufrieden stellend, hatte ein bisschen etwas von den Sozialtrainingseinheiten, die ich im Rahmen von stat. Jugendhilfe erlebt habe.
Reflexion:
- Die Fragen, Aussagen, Statements etc. des Trainers sind kurz und klar. Jeder einzelne wird in seiner Verantwortung angesprochen, dabei ist der Trainer empathisch.
- Es findet seitens des Trainers keine Bewertung statt.
- Die Gruppenphasen sind strukturiert und werden von Ritualen begleitet.
- Die Gruppenarbeit wird durch ein sichtbares Ergebnis der Gruppe festgehalten und dokumentiert.
- Jeder Einzelne kann sich Hilfe aus der Gruppe einfordern.
- Der Trainingsverlauf wurde vom Trainer gesondert dokumentiert.
Selbstkritik:
- Schon im Verlauf der von mir angeleiteten Übung wird klar, dass sehr viele Komponenten gleichzeitig Beachtung finden müssen. Verbale und Nonverbale Anteile der Gruppe , Zeitrahmen, Klarheit der Aufgabe, eigene Körpersprache und Haltung, Konzentration auf den Übungsverlauf und die Gruppendynamik.
- Im Verlauf der Übung habe ungewollt, schleichend, mindestens zweimal „Wertungen“ abgegeben.
- Ich hatte keine zeitliche Orientierung, beim nächsten mal habe ich eine Uhr dabei.
Mein erstes Huckpacktraining, ja und trotz alledem sage ich jetzt schon
- praxisorientiert, weil es sich um keine Laborsituation, sondern um die Realität handelt.
- erkenntnisreich, weil die Selbstreflexion durch die Reflexion des Trainers zumindest bereichert wird
- hilfreich, weil eigenes Handeln kompetent gecoacht wird,
- also fahre ich diese Woche zu meinem nächsten Huckpacktraining mit der Empfehlung diese in die Ausbildung zu integrieren.
mit lieben Grüssen, …..Gert
Huckepack – Erfahrungsbericht
Theoretisch und praktisch noch ganz am Anfang meiner Ausbildung habe ich den Sprung in die Praxis gewagt und eine Trainingseinheit an der OGS in Dorsten beim Keith begleitet und selbst zwei Übungen angeleitet. Hilfreich war diese neue Erfahrung sicher zu Beginn der Traineraus bildung. Einen erfahrenen Trainer in der Praxis mit den Kindern zu erleben bringt mich weiter als nur Fachliteratur und Übungen in der Ausbildungsgruppe. Beruhigend war die Tatsache, dass der Trainer bei Bedarf in das Geschehen eingreifen kann.
Spannend war für mich die Arbeit in einer Kindergruppe, die mir unbekannt war. In meinem Berufsalltag arbeite ich in der Regel mit wenigen, mir bekannten Kindern. Das Hauptthema war „Gefühle“. Ausgewählt hatte ich die Übung „Wie gefallen Dir Deine Nachbarn“ und „Weißt du, wie ich mich fühle“. Das Training hat mir trotz meiner Unsicherheit Spaß gemacht. Ein Aspekt meiner zukünftigen Arbeit in den Trainings wird sein, ausgehend vom einzelnen Kind die Gruppe stärker einzubeziehen. Zukünftig werde ich die Übung im ruhigen Raum erst erklären bevor die ersten Teilnehmer bereits aktiv werden, wie zum Beispiel mit dem Herrichten des Raumes. Die Zeitplanung werde ich bewusster bewachen, so dass die Übungen nicht zu langatmig werden.
Ich empfehle allen Teilnehmern an der Ausbildung in der Beginnphase ein Huckepack-Training zu absolvieren.
Annegret, GAV-Regionalgruppe Dorsten 2010
Bericht Huckepack-Training vom 01. März 2010, Meike Schönig
Ich habe Keith zu einer Unterrichtseinheit „Soziales Lernen“ einer 5. Klasse in der Hauptschule begleitet. Natürlich war ich total aufgeregt und nervös, und das auch schon einen Tag vorher, schließlich sollte ich nicht nur zuschauen, sondern auch zwei Übungen anleiten. Gottseidank entdeckte ich im Ablaufplan eine Übung, die ich schon bei einem Training kennengelernt hatte. Dazu suchte ich mir noch eine zweite Übung aus und nutzte im Vorfeld die Gelegenheit, diese mit einer anderen Gruppe von Kindern schon mal auszuprobieren. Ich empfand es für mich als sehr positiv, dass es die erste Lerneinheit in dieser Klasse war, so konnte ich gespannt verfolgen, wie man mit den Kindern in so ein Thema einsteigt. Meine erste Übung, der „Jaha-Ball“, klappt ganz gut und die Nervosität ließ langsam nach. Die Klasse war eigentlich ganz nett und spielte bis auf einige Kinder auch begeistert mit. Bei der anschließenden Reflexion kam ich ein wenig ins straucheln, aber Keith griff mir helfend unter die Arme. In die zweite Übung „Auf der Linie“ ging ich schon mit ein wenig mehr Selbstvertrauen und der Gewissheit, es ist nicht schlimm, wenn ich nicht mehr weiter weiß. Auch diese Übung lief aus meiner Sicht gut und ich versuchte, die Kinder genau zu beobachten, um hinterher besser reflektieren zu können. Im anschließenden Reflexionsgespräch hatte ich mein Selbstvertrauen wiedergewonnen und ging mit einem zufriedenen Gefühl aus der Übung. Ich empfand das Huckepack-Training als eine wertvolle Erfahrung für die spätere Praxis und finde es sehr bereichernd, dass wir in der Ausbildung die Möglichkeit bekommen, einem Trainer live über die Schulter schauen zu können.
Meike, GAV-Regionalgruppe Dorsten 2010
Huckepack – Erfahrungsbericht, Lena Hestermann
Am 04.03.2010 hatte ich die Möglichkeit im Rahmen meiner Ausbildung zur Deeskalationstrainerin an einem so genannten „Huckepacktraining“ teilzunehmen. Ich begleitete Keith zu einem Training in eine Dorstener Grundschule. Das Training fand mit GrundschülerInnen aus dem offenen Ganztagsbereich der Don-Bosco-Grundschule in Dorsten-Lembeck statt. Die Schülerinnen und Schüler an dieser Schule nehmen an dem Projekt „Ich- Du- Wir- Halt! ohne Gewalt“ teil. Das Projekt setzt sich aus mehreren Einheiten zusammen die jeweils verschiedenen Themengebieten behandeln. Die Einheit die ich besucht habe, stand unter dem Motto „Was tut weh?“. Während des Trainings hatte ich die Möglichkeit zwei Übungen selbstständig anzuleiten. Ich habe mir die Übungen „Schokoriegel“ und „rechter Platz“ ausgesucht. Bei dieser Übung wurde die Gruppe der SchülerInnen geteilt und die eine Hälfte der Gruppe musste den Raum verlassen. Bevor die Gruppe geteilt wurde, habe ich den Kindern die so genannte „Stopp-Regel“ erklärt. Wenn die Kinder etwas nicht möchten haben sie die Möglichkeit „Stopp“ zu rufen und der/die Gegenüber muss mit der Aktion aufhören. Nun bekamen beide Gruppenhälften unterschiedliche Aufgaben. Die Kinder die im Raum geblieben sind, bekamen einen „Schokoriegel“ und hatten die Aufgabe diesen Riegel zu verteidigen. Die einzige Einschränkung hierbei war, dass die Kinder keine Gewalt anwenden durften. Die andere Gruppe wurde instruiert den Schokoriegel zu ergattern. Auch dieser Gruppe wurde gesagt, dass sie keine Gewalt anwenden dürften. Ich habe die Kinder einzeln in den Raum gelassen um sich einen Partner/Partnerin zu suchen. Nun konnte das lebhafte Spiel beginnen. Bei der anschließenden Reflexion des Spieles konnte dann mit den Kindern erarbeitet werden welche Lösungswege angewendet wurden und ob diese erfolgreich waren. Außerdem haben wir besprochen, ob sich die Kinder wehgetan haben und ob sie Gewalt empfunden haben. Für mich als „Anfängerin“ stellte es sich unerwarteter Weise als schwierig her raus, bei der Reflexion zu einem Punkt zu kommen. Aus diesem Grund war es für mich sehr Hilfreich zu wissen dass mir während der Durchführung und der Reflexion ein „Profi“ zur Seite steht. Die Durchführung der Übung „rechter Platz“ hat mir gezeigt das auch scheinbar einfache Übungen ihre Tücken haben können. Nachdem Training gab es für mich noch eine kurze Reflexion der Übungen durch Keith. Bei der Reflexion wurden mir einige hilfreiche Tipps für das spätere praktische Handeln gegeben. Außerdem wurde ich auf potentielle Fehler hingewiesen und ich wurde zur Reflexion des eigenen pädagogischen Handelns angeregt. Diese Form der „Manöverkritik“ habe ich für mich als sehr Hilfreich empfunden. Für mich war es sehr angenehm einige Übungen mit einer Gruppe in einem geschützten Rahmen ausprobieren zu können. Ich denke, dass ich aus gemachten Fehlern wachsen werde und dass dieses Huckepacktraining eine Erfahrung war, die mich auf meinem Weg zur Deeskalationstrainerin ein gutes Stück weiter bringt.
Lena Hestermann
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