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Thema Rassismus Sechstes Ausbildungstreffen der ABG Dorsten /Villigst
Tatort: im ev. Kinder- und Jugendhaus Rottmannshof Wulfen-Barkenberg Tatverdächtige: 16 angehende Deeskalationstrainer/innen Tatmotiv: Motivation, Karrierelust und HUNGER Tatzeit: 18./19.6.11 Zeugen: Gott sei Dank - KEINE! Vermeidlicher Tathintergrund: Rassismus Tatsächlicher Tatgrund: Freude an uns, an REGOEBOUN, CRAZY WESTFALIENS, SVIFA², ANTI-GEWALT-POTT und natürlich unseren TEAMERN
Das Seminar begann wie immer pünktlich und Harry fuhr den Wagen vor!
Damit auch der oder die Letzte die morgendliche Müdigkeit ablegen konnte, ging es in die Schlangengrube. Die Gefangenen retteten sich aus der Grube, indem sie einen Außenstehenden mit (deutlich ) „verzögerter Reaktionszeit“ und mit einem ( deutlichen ) Händeklatscher aus der Grube beförderten.
Auch diesmal präsentierten die einzelnen Lerngruppen „gekonnt und sicher“ ihre Lerneinheiten. Das Prinzip „Nobody is perfect“ gilt natürlich immer!
Kurz gefasst begegneten uns am Vormittag die REGOEBOUN und präsentierten uns:
Ein „Integrationstest“, den einige mit Bravour bestanden, andere aber aufforderte voller Scham auf die Toilette zu verschwinden. Und letztendlich für alle einen Aha-Effekt hinterließ.
Eine „Pinguin-Eisscholle“, die sich den heißen Sonnenstrahlen nicht entziehen konnte mit einer Regionalgruppe, die zusammen ums Überleben kämpfte und dabei über den Rassismus in der Antarktis grübelte.
Die „Andere Seite“, mit Stellungnahmen, ganz kommentarlos, aber aussagekräftig.
Ein „Blauer Hermann“, der zunächst nicht als Schwarzer Peter erkannt wurde und doch die Vorurteile nur so sprudeln ließ.
Nach einem wunderbaren Mittagessen inkl. süßer Mittagspause starteten wir die zweite Phase des ersten Tages mit einem kleinen, aber nicht zu unterschätzenden, Warm-Up. Von „Ich hab Rücken!“ bis „Manuel, können wir für das Spiel nicht 5 Bälle nennen?“ waren so einige Verzweiflungsrufe zu hören.
Der Nachmittag mit den CRAZY WESTAFALIENS hielt dann folgende Überraschungen für uns bereit:
Ein „Monstermix“, der den Handel um Früchte äußerst lebhaft und spannend machte, und so einige „sprachlos“ machte.
Die „Titanic“, die nach ihrem Untergang bei filmreifer Musik und im dramatischen Nebel ihre letzten überlebenden „ Schauspielanwärter“ zu einer lebenswichtigen Entscheidung auf einer Tür zwang.
Die etwas anderen Gesichter, die Vorlieben wie ein Abend bei Whiskey und Countrymusik oder Kindheitserinnerungen an den Weihnachtsmann an den Tag brachten. Aber auch „traumatische Erlebnisse“ mit beharrten Männern, die einem nicht in die Augen schauen können, wurden im Brainstorming gesammelt. Was letztendlich blieb, war die Erkenntnis „Schau mir in die Augen, Kleine!“ ist nicht nur daher gesagt und „Schubladen sollten nie ganz verschlossen werden!“
„Auf der Ausländerbehörde“ ging unser Tag dann etwas kommunikationsgestört und konfliktgeladen zu Ende. Der ein oder andere wird sich nun wohl zu einem Sprachkurs an der Volkshochschule anmelden.
Tag 2
„Bevor wir dieses Spiel nicht können, passiert hier gar nichts“.
Der Tag 2 startet mit dem Versuch, das vergeigte Bällerollspiel von Manuel doch endlich auf die Kette zu kriegen. Um es kurz zu machen..... mit allen Bällen wollte es einfach nicht klappen. Dann halt nicht......
Die erste Lerngruppe des Tages war der AntiGewaltPott. Ihr Thema: Heimliche Anteile von Rassismus. Und genau deswegen begannen wir mit dem Wup „Sockenklau“. Eine schweißtreibende Angelegenheit bei der wir die unterschiedlichsten Wege beschreiten konnten, um an die Socken des Anderen zu kommen. Sofern man das wirklich wollte.
Es folgte was für den Kopf. Die Charakterisierung von Mahammed und Abdelhadi. Wer letztendlich nach der gründlichen Analyse ihrer Charaktereigenschaften Freund oder Feind der beiden wurde, kann ich nicht mehr sagen. Letztlich kam es auch nur darauf an, sich nicht von vermeintlich guten oder schlechten Eigenschaften blenden zu lassen.
Bei traditioneller hebräischer Musik machten wir uns danach auf die Reise nach Jerusalem. Dass man uns die Stühle klauen würde war klar. Blöd nur, dass keiner ausschied. Alle mussten einen Platz finden und waren hierfür auch die knochenzermürbendsten Verrenkungen nötig. Dank der Gnade unserer Reiseführerin Viola sind wir so gut wie unverletzt angekommen.
Apropos verletzt. Die Ausbildung fordert seine Opfer. Hannah war diesmal dran sich weh zu tun. Steckt hinter dem hohen Verletzungsaufkommen ein geheimer Plan des Ausbildungsteams nur die Stärksten das Training bestehen zu lassen? Und was haben die Illuminaten damit zu tun....... Wir werden es wohl nie erfahren.
Nie erfahren werden wir wahrscheinlich auch, warum es uns leichter fällt Schimpfwörter heraus zu posaunen, als unserem Gegenüber etwas Nettes an den Kopf zu schmeißen. Im Anschluss konnten wir noch zeigen, was wir so auf der Pfanne hatten. Mit Pfannensoftball und einem abschließenden Wup bei dem wir uns stapeln durften, klang der zweite Tag fix und fertig aus.
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