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Stadt X hat keinen Platz für Rechtsextremismus
Nach konstruktiven Beratungen im Landkreis Unna und anderen Gemeinden startet das Beratungsnetzwerk Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Arnsberg als eine Form der Auseinandersetzung mit rechtsextremistischen Schmierereien und Aktivitäten in der Region die konzertierte Kampagne © „Stadt X hat keinen Platz für Rechtsextremismus“
Eingeladen zu der Kampagne sind alle Initiativen, Jugendgruppen und -verbände, Bürger/innen, Schulklassen, Politiker/innen, Städte und Gemeinden, Stadt- und Gemeinderäte, Gewerkschaften, Kirchengemeinden, Sportvereine, Runde Tische, oder ganz einfach Menschengruppen, die sich mit den aktuellen rechtsextremistischen Umtrieben nicht einfach abfinden wollen.
Die Idee: Rechtsextremisten und Neonazis suchen gegenwärtig gezielt öffentliche Gebäude, Wände und Mauern, Wartehäuschen usw. auf, um ihre menschenverachtenden Parolen zu hinterlassen. Auch wenn ihre Anzahl noch gering ist und ihre Parolen weitgehend auf Unverständnis stoßen, ist es ihr erklärtes Ziel, sich als „präsent“ darzustellen und ihre Anwesenheit und ihre Ideologie als „Normalität“ erscheinen zu lassen. Daher ist es Ziel dieser „konzertierten“ Kampagne, überall und insbesondere an öffentlichen Einrichtungen deutlich den Rechtsextremisten als auch der Bevölkerung zu signalisieren: Rechtsextremismus hat keinen Platz in unserer Gemeinde.
Die Kampagne: Nach Beratung und Abstimmung bestellen Sie bei uns 300 Exemplare des DIN A2 großen Plakates (für 100,- € + Porto 12,50 €) und nennen uns den neu einzudruckenden Stadt- oder Ortsnamen (siehe Plakatentwurf oben). Über unsere Hausdruckerei lassen wir (innerhalb von sieben Tagen) 300 Plakate für Sie anfertigen und Ihnen zusenden. Mit getrennter Post erhalten sie von uns die entsprechende Rechnung. Anschließend hängen Sie das Plakat, von außen gut sichtbar, in möglichst alle öffentlichen Einrichtungen (Glastüren usw.) Ihrer Region.
Hinweis: Weil Demokratie eine andauernde Herausforderung und Provokation für Rechtsextremisten und Neonazis ist und sie erklärterweise unsere Demokratie stürzen wollen, werden diese vermutlich unsere Kampagne angreifen und diese Plakate nicht akzeptieren wollen. Vor allem nachts treiben sie schon jetzt mit entsprechendem Handwerkszeug und Spraydosen in vielen Gemeinden ihr Unwesen.
Vorkehrungen: Bitte bedenken Sie schon jetzt mögliche Vorkehrungen bei Schmierereien und ähnlichem. Beziehen Sie die Polizei mit ein und bitten Sie couragierte Bürgerinnen um angemessene Aufmerksamkeit (ohne sich selber in Gefahr zu bringen); Kamerahändys und kleine Fotoapparate können manchmal sehr hilfreich sein. Bei vorhandener Videoüberwachung kann oft durch den richtigen Einstellwinkel Wirkung erreicht werden.
Rechtsextremisten mögen vor allem zwei Dinge nicht:
- mit ihren Schandtaten in die Öffentlichkeit getragen und namentlich bekannt zu werden und
- für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden.
Deshalb wählen Rechtsextremisten sich häufig als Feind- und Zielgruppe eher Hilflose und die Schwächsten in unserer Gesellschaft aus. Aus diesem Grund ist unsere Kampagne auch präventiv ein Modell zur demokratisch gebotenen (stellvertretenden) Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus, um aktiv unsere Demokratie zu schützen.
Hilfe und Beratung erhalten Sie im Beratungsnetzwerk Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Arnsberg Ansprechpartner:
Ralf-Erik Posselt Amt für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen Haus Villigst 58239 Schwerte E-Mail: netzwerk@afj-ekvw.de Tel.:02304 / 755190 Fax 02304 /755248
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