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Seminare, Tagungen und Veranstaltungen 2012
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Januar 2012
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21.-22. Januar 2012 Deeskalationstraining I (Lehrtraining) Leitung: Alf Kontermann, Gudrun Wielsch Ort: Haus Villigst, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte
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Februar 2012
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11.-12. Februar 2012 Deeskalationstraining I (Lehrtraining) Leitung: Volker Timmerhof /Ulrich Rentsch Ort: Kinder.-und Jugendhaus Rottmannshof, 46286 Dorsten
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11. bis 12.Februar 2012 Deeskalation von Gewalt I „Prävention“ Leitung: Frauke Brod & Jürgen Breland Ort: Langenfeld
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Febr.-Dez. 2012 Ausbildung Mobbing-Interventions-Teams an Schulen Leitung: Nicole Gerlach Ort: Münsterland
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März 2012
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9.3. – 10.3.2012 Lehrtraining Prävention I Leitung: Stefan Carl, Heike Vogelsang, Ulrich Herrmann Ort: Landwirtschaftszentrum Haus Düsse,, Ostinghausen 59505 Bad Sassendorf
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17.-18. März 2012 Rassismus (Fremdtraining) Leitung: Johannes Böing Ort: Kinder.-und Jugendhaus Rottmannshof, Dorsten
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April 2012
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28. bis 29. April 2012 Körpersprache und Gewalt Leitung: Rudi Rhode Ort: Langenfeld
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Mai 2012
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12.-13. Mai 2012 Deeskalation II (Lehrtraining) Leitung: Keith Matschulla /Simone Kriebs Ort: Kinder-und Jugendhaus Rottmannshof, Dorsten
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Juni 2012
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16. bis 17. Juni 2012 Deeskalation von Gewalt II Leitung: Keith Matschulla & Hartmut Gähl Ort: Haus Villigst / Schwerte
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Juni 2012 bis Januar 2013 Wertschätzendes Kämpfen in Gewaltprävention und Jungenarbeit Leitung: Josef Riederle LWL-Bildungszentrum, Vlotho
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Juli 2012
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August 2012
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September 2012
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Oktober 2012
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12. und 13. Oktober 2012 Deeskalationstraining - Intervention Leitung: Christine Lange & Carl W. Borgstedt Ort: Haus Villigst, Schwerte
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November 2012
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Dezember 2012
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Dezember 2012 bis April 2013 Gewaltprävention mit Jungen durch Kampfesspiele® Leitung: Josef Riederle Ort: Wittekindschule, Lünen
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Stärker ohne Gewalt
Gewalt ist so alt wie die Menschheit selber. Alle Erfahrungen mit ihr zeigen, dass sie vor allem dort zerstörend wirkt, wo sie nicht mehr erkannt, unter „den Teppich gekehrt“ oder als normal und natürlich hingenommen wird.
Gewalt fällt nicht einfach vom Himmel und ist plötzlich da; sie hat immer eine Geschichte, die man kennen lernen muss, um ihr wirksam entgegentreten zu können.
Gewalt hat eine lange Geschichte. Sie beginnt mit der Deutung des widersprüchlichen Begriffes Gewalt. So wird in der Regel Gewalt negativ als verletzend und schädigend beschrieben; aber eben auch häufig positiv dort, wo sie selber die Gewalt beenden und der Wiederherstellung von Menschlichkeit dienen soll.
Sprachlich geht Gewalt zurück auf die indogermanische Wurzel „val“ (lateinisch: „valere“) mit den Bedeutungen: Kraft haben, Macht haben, Verfügungsfähigkeit besitzen, beherrschen … zurück. Das althochdeutsche Wort „waltan“ bzw. „walten“ bezeichnete ursprünglich die Fähigkeit zur Durchführung einer Handlung, und findet sich heute wieder in Begriffen wie zum Beispiel Verwaltung, Sorgfalt walten lassen, walten und schalten, sich selber in der Gewalt haben, usw.. Gewalt ist immer an Macht geknüpft – man muss die Macht haben, um Gewalt ausüben zu können – wenngleich Macht nicht immer mit Gewalt verknüpft sein muss. Verantwortlich wahrgenommene und einvernehmlich anvertraute Macht hat mit Gewalt nichts zu tun.
In romanischen und angelsächsischen Sprachgebieten hat sich der Begriff „violence“ für Gewalt in Abgrenzung zu „power bzw. force“ deutlicher herausgebildet. Während „violence“ als „Schädigung und Verletzung“ verstanden wird grenzt sie sich deutlicher gegen „power oder force“ als Kraft, Stärke, Energie ab.
Mit der Ausbildung von zivilen Gesellschaften entwickelten sich Begriffe wie Staatsgewalt, Gewaltmonopol, Gewaltenteilung und damit Instrumente, die zur Schaffung öffentlicher Ordnung an Recht und Gesetz gebunden sind. Diese Entwicklung konnte nur durch gleichzeitige, fortschreitende Affektkontrolle der Menschen erfolgen. Dabei ging und geht es darum, dass Menschen lernen müssen, mit ihren Energiepotentialen (Kraft und Stärke, aber auch Wut, Zorn, Stress) möglichst nicht verletzend oder schädigend umgehen zu können, um Interessengegensätze und Konflikte konstruktiv zu lösen und um „in Frieden leben zu können“.
Dass dies möglich ist, zeigt sich in der einzigartigen Fähigkeit eines jeden Menschen zum Denken und zur Antizipation*. In Abgrenzung zum Tier besitzen wir Menschen die erstaunliche Fähigkeit, uns auch für einen Verzicht auf (vor-) bestimmte Handlungsweisen oder sogar Gewalttätigkeiten entscheiden zu können. Das lässt für die Zukunft hoffen, gerade weil die Gewaltanwendung häufig scheinbaren, schnellen Erfolg verspricht bzw. der Verzicht auf Gewalt oftmals, vorläufig mit Nachteilen verbunden zu sein scheint.
* Antizipation ist die Fähigkeit, Gedanken zu sortieren, diese Gedankenkette zu verändern und je nach eigenem Belieben je neu zu ordnen. Beispiel: Der Mensch kann so z.B. trotz schmerzhaftem Hunger fasten, weil er zum Beispiel den Gedanken, "schön schlank zu sein" als sein handlungsleitendes Interesse vor den Hunger gestellt hat und deshalb bereit ist, die Schmerzen des Hungers auf sich zu nehmen.
Es gibt also viel zu lernen und zu tun. Das Bildungsprogramm der Gewalt Akademie Villigst besteht aus vielen kleinen Schritten, um der Gewalt konstruktiv und nachhaltig das Wasser abzugraben.
Ralf-Erik Posselt
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Unterschiedliche Kosten in der GAV
Die Gewalt Akademie Villigst (GAV) ist eine Initiative von engagierten Trainer/innen mit sehr unterschiedlichen persönlichen und beruflichen Hintergründen. Alle arbeiten ehrenamtlich in der GAV mit, um unterschiedliche Angebote und Strukturen zur Qualifizierung von Deeskalationstrainer/innen zu entwickeln und zu realisieren. Dabei greifen sie zur Minimierung der Kosten auf persönliche, berufliche und organisationstechnische Ressourcen (Raum, Zeit, Verwaltung, Kommunikation, Fördermittel, Hilfskräfte, usw.) zurück.
Weil sich die Angebotsstruktur der GAV vor allem am Bedarf orientiert, können bei Ausbildungsvorhaben und Veranstaltungen der GAV sehr unterschiedliche Kosten entstehen, weil
- die GAV nicht in allen Regionen z.B. Räume, Personal, Organisation kostengünstig vorhalten kann,
- die GAV nicht in allen Regionen ehrenamtliches Personal vorhalten kann,
- häufig Fördermittel nur für bestimmte Personen, Berufsgruppen, usw. verwendet werden dürfen,
- einige Moderator/innen über ihr Trainer/innenhonorar ihr Einkommen sichern müssen
und deshalb Kosten entstehen, die je Vorhaben, Region und Moderator/innenteam transparent, aber eben sehr unterschiedlich, ausfallen können.
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