Zur Startseite der Gewalt Akademie Villigst Amt für Jugendarbeit - Evangelische Kirche Westfalen

Seminare, Tagungen und Veranstaltungen 2010      

Januar 2010

16. und 17. Januar 2010
Deeeskalationstraining- Gewalt -- Was geht's MICH an??
Leitung:
Siegrid Lorberg-Tamakloe, Jörg Moritz
Hanns-Lilje-Haus, Knochenhauer-str.33, 30159 Hannover


29.01.2010 (Start der Ausbildung)
Fortbildung "Fachkraft Rechtsextremismus"
Leitung:
Axel Dumschat, Johannes Boeing, Kai Venohr
Ort:
DGB-Bildungswerk e.V., 45529 Hattingen, Am Homberg 44 - 50


29./ 30.01.2010
Deeskalation von Gewalt I
Leitung:
Carl-Wilhelm Borgstedt, Stefan Carl, Heike Vogelsang
Ort:
Haus Düsse, Ostinghausen, 59505 Bad Sassendorf


Februar 2010
 

20.02-21.02.2010
Deeskalation von Gewalt I
Leitung:
Timmerhoff/Schneider
Ort:
Haus Villigst, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte


26-27-02.2010, (Freitags 15h bis 19h, Samstag  9h bis 15h)
Mobbing im Zeitalter von Handy, Internet & Co - Mit Cyber-Mobbing umgehen!
Referentin: 
Nicole M. Gerlach,
Ort: Münster, Werkstatt für M.O.P.S.


März 2010
 

6/7.03.2010
Deeskalation von Gewalt I
Leitung:
Hartmut Gähl, Frauke Brod
Ort: Peter-Härtling-Grundschule, Langenfeld


13./14.03.2010
Deeskalation von Gewalt I
Leitung:
Susanne Wegener-Tieben, Keith Matschulla
Ort:
Haus Villigst, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte


27.3.2010
3. Praxisforum GAV :
Systemische Konfliktaufstellungen mit Kindern und Jugendlichen

Leitung:
Dr.Rüdiger Stellberg ,Hartmut Gähl
Ort:
Haus Villigst, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte

Das 3.Praxisforum "Systemische Konfliktaufstellung mit Kindern und Jugendlichen"am 27.03.2010 muss aufgrund der aktuellen Anmeldezahlen in Villigst abgesagt werden, obwohl noch viele Interessenten in Überlegung waren/sind. Wir Veranstalter bedauern diesen Entschluss sehr, werden aber versucht sein, dieses Praxisforum mit dem gewählten Themenschwerpunkt nachzuholen und geben hierzu allen bisher Interessierten den möglichen neuen Termin noch bekannt. Auf www.awolon.de /Weiterbildungen können sich weiterhin neu interessierte Personen eintragen, damit auch diese sicher Bescheid bekommen. In aktueller Überlegung ist eine Wochenendveranstaltung in Langenfeld mit diesem Praxisforum und einem Tagestraining "Improvisation meets Gewaltprävention", Referent Frank Becker


April 2010
 

17./18.04.2010
Kampfesspiele
Leitung:
Uwe Ihlau
Ort:
Haus Villigst, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte


24./25.04. 2010
"Das Fremde überwinden -
Pädagogische Handlungsmöglichkeiten gegen Rassismus und Rechtsextremismus"

Leitung:
Johannes Boeing
Ort,
Kinder- u. Jugendhaus Rottmannshof , Alter Garten 8, 46286 Dorsten


24./25.4.2010
Körpersprache & Gewalt
Leitung:
Rudi Rhode
Ort: Peter-Härtling-Grundschule, Langenfeld


Mai 2010
 

15.05-16.05.2010
Deeskalation von Gewalt I
Leitung:
Keith Matschulla, Alexandra Paul
Ort:
Haus Villigst, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte


15.05-16.05.2010
Deeskalation von Gewalt II
Leitung:
Susanne Wegener-Tieben, Simone Kriebs
Ort,
Kinder- u. Jugendhaus Rottmannshof , Alter Garten 8, 46286 Dorsten


Juni 2010
 

22.06.2010
Fachtag: Methodisch didaktische Bausteine zur Thematisierung von
Rechtsextremismus

Leitung:
Ralf-Erik Posselt
Ort: Haus Villigst, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte


Juli 2010
 

Sonntag, den 04. Juli 2010, 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
Erlebniswelt Rechtsextremismus
Leitung: Dr. T. Pfeiffer,
Team Awolon
Ort: Turnhalle der Peter-Härtling Grundschule, 40764 Langenfel


August 2010
 

September 2010
 

03.09. 2010
4. Praxisforum GAV: "Mobbing-der No Blame Approach Ansatz"
Leitung:
Martina Mohr-Gärtner
Ort: Peter-Härtling-Grundschule, Langenfeld


04.09. 2010
Ringen und Kämpfen
Leitung:
Keith Matschulla
Ort,
Kinder- u. Jugendhaus Rottmannshof , Alter Garten 8, 46286 Dorsten


18.09.2010
3. Rheinisches Forum Gewaltprävention
Leitung:
Trainerkollektiv Avolon
Ort: Leverkusen


18./19.09.2010
Praxisseminar: Krisenintervention in Extremsituationen
Leitung:
Ralf Bongartz
Ort:
Haus Düsse, Ostinghausen, 59505 Bad Sassendorf


18./19.09.2010
Deeskalation von Gewalt II
Leitung:
Carl-Wilhelm Borgstedt, Stefan Carl, Heike Vogelsang
Ort:
Haus Villigst, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte


25.09-26.09.2010
Körpersprache und Deeskalation
Leitung:
Holger Schlafhorst
Ort,
Kinder- u. Jugendhaus Rottmannshof , Alter Garten 8, 46286 Dorsten


Oktober 2010
 

02./03.10.2010
"TOD EINES SCHÜLERS!"  Mobbing und andere Verzweiflungstaten..
Leitung:
Hartmut Gähl und Frauke Brod
Ort: Peter-Härtling-Grundschule, Langenfeld


30./31.10.2010
Sexualisierte Gewalt / Häusliche Gewalt
Leitung Bianca Ledermann (PEV), Pötter, Andreas
Ort:
JUBI Hattingen-Welper


November 2010
 

6./7.11.2010
Gewaltpräventive, konfrontative Arbeit mit türkischen Jungen
Leitung:
Prof. Dr. Ahmet  Toprak
Ort:
Haus Villigst, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte


19.-21.11.2010
Deeskalation von Gewalt I
Leitung:
Axel Dumschat
Ort:
DGB-Bildungswerk e.V., 45529 Hattingen, Am Homberg 44 – 50


Dezember 2010
 

01.12.2010
Dinner für Trainer/innen 2010
Leitung:
Ralf-Erik Posselt & Team
Ort:
Haus Villigst, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte


Geplante Veranstaltungen 2010 (Ort bzw. Zeit sehen noch nicht fest)

Termin steht noch nicht fest
Fachtagung: Graue Wölfe
Leitung:
Ralf-Erik Posselt & Team
Ort:
Haus Villigst, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte


Termin steht noch nicht fest
Rechtsextremismus & Frauen
Leitung:
Nicole Gerlach
Ort:
Haus Villigst, Iserlohner Str. 25, 58239 Schwerte


Stärker ohne Gewalt

Gewalt ist so alt wie die Menschheit selber
. Alle Erfahrungen mit ihr zeigen, dass sie vor allem dort zerstörend wirkt, wo sie nicht mehr erkannt, unter „den Teppich gekehrt“ oder als normal und natürlich hingenommen wird.

Gewalt fällt nicht einfach vom Himmel und ist plötzlich da; sie hat immer eine Geschichte, die man kennen lernen muss, um ihr wirksam entgegentreten zu können.

Gewalt hat eine lange Geschichte. Sie beginnt mit der Deutung des widersprüchlichen Begriffes Gewalt. So wird in der Regel Gewalt negativ als verletzend und schädigend beschrieben; aber eben auch häufig positiv dort, wo sie selber die Gewalt beenden und der Wiederherstellung von Menschlichkeit dienen soll.

Sprachlich geht Gewalt zurück auf die indogermanische Wurzel „val“ (lateinisch: „valere“) mit den Bedeutungen: Kraft haben, Macht haben, Verfügungsfähigkeit besitzen, beherrschen … zurück. Das althochdeutsche Wort „waltan“ bzw. „walten“ bezeichnete ursprünglich die Fähigkeit zur Durchführung einer Handlung, und findet sich heute wieder in Begriffen wie zum Beispiel Verwaltung, Sorgfalt walten lassen, walten und schalten, sich selber in der Gewalt haben, usw.. Gewalt ist immer an Macht geknüpft – man muss die Macht haben, um Gewalt ausüben zu können – wenngleich Macht nicht immer mit Gewalt verknüpft sein muss. Verantwortlich wahrgenommene und einvernehmlich anvertraute Macht hat mit Gewalt nichts zu tun.

In romanischen und angelsächsischen Sprachgebieten hat sich der Begriff „violence“ für Gewalt in Abgrenzung zu „power bzw. force“ deutlicher herausgebildet. Während „violence“ als „Schädigung und Verletzung“ verstanden wird grenzt sie sich deutlicher gegen „power oder force“ als Kraft, Stärke, Energie ab.

Mit der Ausbildung von zivilen Gesellschaften entwickelten sich Begriffe wie Staatsgewalt, Gewaltmonopol, Gewaltenteilung und damit Instrumente, die zur Schaffung öffentlicher Ordnung an Recht und Gesetz gebunden sind. Diese Entwicklung konnte nur durch gleichzeitige, fortschreitende Affektkontrolle der Menschen erfolgen. Dabei ging und geht es darum, dass Menschen lernen müssen, mit ihren Energiepotentialen (Kraft und Stärke, aber auch Wut, Zorn, Stress) möglichst nicht verletzend oder schädigend umgehen zu können, um Interessengegensätze und Konflikte konstruktiv zu lösen und um „in Frieden leben zu können“.

Dass dies möglich ist, zeigt sich in der einzigartigen Fähigkeit eines jeden Menschen zum Denken und zur Antizipation*. In Abgrenzung zum Tier besitzen wir Menschen die erstaunliche Fähigkeit, uns auch für einen Verzicht auf (vor-) bestimmte Handlungsweisen oder sogar Gewalttätigkeiten entscheiden zu können. Das lässt für die Zukunft hoffen, gerade weil die Gewaltanwendung häufig scheinbaren, schnellen Erfolg verspricht bzw. der Verzicht auf Gewalt oftmals, vorläufig mit Nachteilen verbunden zu sein scheint.

* Antizipation ist die Fähigkeit, Gedanken zu sortieren, diese Gedankenkette zu verändern und je nach eigenem Belieben je neu zu ordnen. Beispiel: Der Mensch kann so z.B. trotz schmerzhaftem Hunger fasten, weil er zum Beispiel den Gedanken, "schön schlank zu sein" als sein handlungsleitendes Interesse vor den Hunger gestellt hat und deshalb bereit ist, die Schmerzen des Hungers auf sich zu nehmen.

Es gibt also viel zu lernen und zu tun. Das Bildungsprogramm der Gewalt Akademie Villigst besteht aus vielen kleinen Schritten, um der Gewalt konstruktiv und nachhaltig das Wasser abzugraben.

Ralf-Erik Posselt

 

Unterschiedliche Kosten in der GAV

Die Gewalt Akademie Villigst (GAV) ist eine Initiative von engagierten Trainer/innen mit sehr unterschiedlichen persönlichen und beruflichen Hintergründen. Alle arbeiten ehrenamtlich in der GAV mit, um unterschiedliche Angebote und Strukturen zur Qualifizierung von Deeskalationstrainer/innen zu entwickeln und zu realisieren. Dabei greifen sie zur Minimierung der Kosten auf persönliche, berufliche und organisationstechnische Ressourcen (Raum, Zeit, Verwaltung, Kommunikation, Fördermittel, Hilfskräfte, usw.) zurück.

Weil sich die Angebotsstruktur der GAV vor allem am Bedarf orientiert, können bei Ausbildungsvorhaben und
Veranstaltungen der GAV sehr unterschiedliche Kosten entstehen, weil

  • die GAV nicht in allen Regionen z.B. Räume, Personal, Organisation kostengünstig vorhalten kann,
  • die GAV nicht in allen Regionen ehrenamtliches Personal vorhalten kann,
  • häufig Fördermittel nur für bestimmte Personen, Berufsgruppen, usw. verwendet werden dürfen,
  • einige Moderator/innen über ihr Trainer/innenhonorar ihr Einkommen sichern müssen

und deshalb Kosten entstehen, die je Vorhaben, Region und Moderator/innenteam transparent, aber eben sehr unterschiedlich,  ausfallen können.


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