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Kommunikation/Ringen und Raufen –
Fremdtraining am 08. - 09.10.2011 der ABG Dorsten/Villigst

1. Tag: Am Samstagmorgen starteten wir mit Andreas Leifeld und den Übungen zur Kommunikation!

 „Wer bin ich?“ war der Aufhänger zum Thema. Hier ging es um erste Erfahrung in der Kommunikation und eigene Stärken. So lernte die Gruppe sich noch einmal ganz neu von einer anderen Seite kennen, denn „Ich bin....vorlaut, ein guter Zuhörer, humorvoll, akzentfrei, habe eine laute Stimme und bin empathisch!“ zählten zu den, am häufigsten, genannten Stärken der Gruppe.

Bei unserem „Kommunikationsbarometer“ ging es dann ans Eingemachte, denn wir mussten uns zu Fragen wie „Nimmst du gerne Führungspositionen ein?“, „Streitest du gerne?“, „Fällt es dir leicht dich zu entschuldigen?“ und „Willst du Recht haben?“, positionieren.


Bei der Übung „Bitte bildet mit diesen Wörtern Sätze!“ ging es darum, sich in der Gruppe zu einigen, wie das Wort z.B. Andersgläubige zu deuten ist und anschließend einen gemeinsamen Satz zu entwickeln. Jeder hatte hier eine andere Einstellung zu dem Wort und somit eine andere Vorstellung von dem dazu passenden Satz! – Sensibilisierung von Worten war hier das Thema!


Die Unterscheidung zwischen Wahrnehmung und BeWertung lernten wir näher kennen als es darum ging, eine Szene kurz zu betrachten und Beobachtungen zu notieren. Es wurde schnell deutlich, dass auf unseren Karten nicht nur die Fakten festgehalten wurden, sondern auch Interpretation stattgefunden hatte. Unsere Beobachtungen waren alle gleich, die Interpretationen jedoch ganz unterschiedlich.





Bei der nächsten Einheit lernen wir zwei neue Sprachen kennen. Neee, kein Latein, Spanisch oder Russisch. Hier geht es um die Wolfs- und Giraffensprache (nach Rosenberg). Ja, richtig gehört!
Die Wolfssprache: „Du bist zu großzügig, wenn du dem Obdachlosen 20 Euro gibst!“
Die Giraffensprache: „Wenn du dem Obdachlosen 20 Euro gibst, finde ich, dass du zu großzügig bist!“ In Kleingruppen haben wir dann Trainingseinheiten für die Grundschule (Situation ist vorgegeben, die Schüler übersetzen in die jeweilige Sprache), Jugendgruppen (die Schüler stellen eine fiktive Situation als Standbild dar und übersetzten in die jeweilige Sprache) und Erwachsene (jeder moderiert eine Übung an und erhält ein Feedback zu Beobachtung und BeWertung) kennen gelernt. Nach ein paar Proberunden ist uns die Übersetzung schon ganz gut gelungen.

„Ja genau und dann..“ haben wir an einem Schlagfertigkeitstraining teilgenommen, bei dem zwei Sätze eine Geschichte beginnen. Jeder Einzelne hatte die Aufgabe die Geschichte mit zwei weiteren Sätzen fortzuführen.  



Dann hieß es „Notiert euch „Schimpfwörter“ von A-Z auf eine Methodenkarte, sucht euch einen Partner und beschimpft ihn so richtig.“ Hierbei wurde die Distanz nach und nach verringert. Als Reflektion dienten uns dann die Fragen: „Wie verhalte ich mich, wenn mich ein Schimpfwort verletzt?“ und „Wie reagiere ich darauf?“
Die Lösung:
1.Wandele die vorgegebene Schwäche in eine Stärke um, z.B.  „Du Brillenschlange!“ -> „Ich stehe auf  Accessoires!“
2. Lass dich nicht angreifen!

 

Tipps und Tricks: Sprachlicher Umgang mit Störungen – für Erwachsene!

  1. Störungen spiegeln (Störungen aussprechen)
  2. Bitte um Verhaltensänderung
  3. 2. und 3. Chance
  4. Konsequenz aussprechen
  5. Konsequent sein

Es gibt drei Arten von Konflikttypen. Das Dreieck (ist manipulierend, verletzend, aggressiv und ungehalten; aber auch initiativ, engagiert, direkt und stark), der Kreis (ist unentschlossen, unklar, ohne klare Grenzen; aber auch fließend, offen, konstruktiv und unterstützend) und das Viereck (ist stur, unbeweglich, blockierend, selbstgerecht; aber auch stabil, beständig, sicher) bildeten unsere drei Möglichkeiten, denen wir uns in Konfliktsituationen zuordnen würden. Klar war schnell, jeder hat von allem etwas. Doch wofür entscheidet man sich in der aktuellen Situation? Welches Verhalten will man zeigen?  


2. Tag: Ringen und Raufen mit Andreas Leifeld!

In Kleingruppen ging es dann ans Aufwärmen. Mit einem Gruppenritual und einem Würfel bewaffnet, ging es darum möglichst schnell 30 Punkte, durch würfeln und Zahlensuche, zu erreichen.
Im Anschluss haben wir als Gesamtgruppe ein Ritual festgelegt, dass wir vor und nach jedem Wettkampf praktizierten (Die Handinnenflächen werden vor der Brust zusammengeführt, das Kinn auf die Brust gesenkt und der Oberkörper verbeugt sich.) 

Zum Ziehen und Schieben fanden sich alle zu 2er Gruppen auf einer Matte zusammen. Rücken an Rücken sitzend galt es nun gemeinsam aufzustehen oder den Anderen von der Matte zu schieben.




Durch ziehen an den Armen und einem festen Stand mit den Füßen gemeinsam aufstehen.





Unser Wettkampf:
Zuerst das Ritual, natürlich! Und dann immer einer von jeder Mannschaft. Losrennen, bis zur Matte, nach dem Band greifen und das Band (im Notfall auch mit dem Spielpartner) über die Matte ins eigene Feld ziehen!


Im nächsten Schritt nahmen wir dann die Befreiungstechniken in Angriff, so dass wir uns im Notfall aus schwierigen Situationen selber befreien können.

Als Beispiel:
Mit der rechten Hand unter dem Brustkörper durchgreifen und das äußere Handgelenk fassen.
Mit der linken Hand Druck auf die vordere Schulter bringen.



In einer schnellen und gleichmäßigen Bewegung am äußeren Handgelenk ziehen und die vordere Schulter wegdrücken.



Unser Wettkampf:
Zuerst das Ritual, natürlich!
Unsere Aufgabe war es einen Medizinball mit unserem Körper zu schützen und zu verteidigen. Ziel des Spielpartners war es, den Ball zu ergattern. Jeder konnte seinen Spielpartner frei wählen.

 


ABG Dorsten/Villigst Oktober 2011
 


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