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Zur Person:
- Pädagoge, Diakon,
- Referent im Amt für Jugendarbeit und dem
- Bündnisbüro für Toleranz und Zivilcourage der
- Evangelischen Kirche von Westfalen.
- Gründungsmitglied von ARIC-NRW, IDA, Aktion Courage, Schule Ohne Rassismus ;
- Koordinator von SOS-Rassismus-NRW, und dem Villigster Deeskalationsteam Gewalt und Rassismus / Gewalt Akademie Villigst.
- Lehrtrainer der Gewalt Akademie Villigst
Gewalt-Deeskalationstraining
Wer Gewalt vermeiden, verhindern, oder sogar deeskalieren will, muss genau wissen, worum es sich handelt, wo Ursachen zu suchen und zu finden sind, welche Wirkungen und Spuren Gewalt hinterlässt und woran man Gewalt, auch versteckte, heimliche Alltagsgewalt, erkennen kann. Gewalt muss als Gewalt erst einmal erkannt werden, um deeskaliert werden zu können.
Viele Experten erklären, dass Gewalttäter vor ihrer Tat selber Gewalt erlitten haben und diese Erniedrigungen nicht verarbeiten konnten. Sie sagen: „Die Lust auf Gewalt ist oft der hilflose Versuch, eigene Ohnmächtigkeit und Gewalterfahrungen zu überwinden.“ Allein von daher ist es Absicht, Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch dieses Deeskalationstraining so zu stärken, dass sie auf Gewalt als „letztes Mittel“ nicht zurückgreifen brauchen und sogar die Gewalt anderer vermindern können.
Das Training ist als handlungsorientiertes Seminarprogramm konzipiert. Im Mittelpunkt steht der Wechsel von Theoriereflexion und praktischen Trainingssequenzen. Dabei geht es zum einen um das Kennenlernen und Ausprobieren von konkreten Verhaltensmöglichkeiten in Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen, zum anderen um den Aufbau von reflektierten Positionen zur offensiven, möglichst gewaltlosen Auseinandersetzung mit aggressiven oder gewaltbereiten Jungen, Mädchen, Jugendlichen und Erwachsenen.
In einem (z.B. zweitägigen) Training werden theoretische und in sich geschlossene Bausteine zur (methodischen) Erarbeitung des Themas vorgestellt. Dazu gibt es jeweils schriftliche Kurzfassungen, die eine Übertragung in Ihren Alltag erlauben. Jeder Baustein ist an eine (spielerische) Übung gekoppelt.
Inhalte:
- Erkennen und Benennen von Konflikten und Gewaltsituationen;
- Sensibilisierung für den Sinn und die Notwendigkeit von Regeln; Sensibilisierungsübungen ( Sprache, Gestik / Mimik, Psyche, Körper u.s.w.);
- Überprüfung eigener Positionen zur Gewalt, eigener Widersprüche und eigener Aggressionspotentiale;
- Impulse und Übungen zur Thematisierung von Gewalt;
- Entwicklung von Interventionsberechtigung;
- Erprobung von Flucht- und Interventionsmöglichkeiten in der Dynamik von Gewaltprozessen;
- Überprüfung und Erweiterung des Verhaltens- und Handlungsrepertoires in Stresssituationen;
- Training zum offensiven, intuitiven und reflektierten Handeln in Konflikt-, Bedrohungs-, Krisen- und Gewaltsituationen.
Zielsetzung:
Entwicklung von gewaltdeeskalierenden Verhaltens- und Handlungsmöglichkeiten in drei Teilschritten:
- Gewalt, Rassismus, Diskriminierung erkennen, beim Namen nennen und thematisieren können. Vermittlung von Methodenrepertoires zur Gewaltprävention und zur zivilen Konfliktbearbeitung.
- Überprüfung und Weiter-Entwicklung eigener Positionen in Konsensfindungsprozessen.
- Entwicklung, Erprobung und Sicherung (Transfer) von Verhaltens- und Handlungsmöglichkeiten in Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen
Zielgruppen:
- Multiplikator/innen in der Jugendhilfe und Jugendarbeit,
- Kindergärtner/innen, Pädagog/innen, Lehrer/innen, Elterngruppen, Politiker/innen, Polizist/innen, Schulbusschaffner/innen,
- Initiativen in der Rassismusarbeit, Initiativen im Bereich interkulturellen Lernens (z.B. Multikulturelle Zentren),
- Jugendzentren (Häuser der Offenen Tür) auch mit renitenten - randalierenden Jugend- und Straßencliquen,
- "Eine Welt" - Initiativen,
- Fort- und Weiterbildner/innen.
Teilnehmer/innenzahl: 35, mindestens 20 Teilnehmer/innen.
Methoden:
- Empathisches handlungs- und bewegungsorientiertes Trainings- und Seminarprogramm mit Wechseln von knappen Theorieanteilen,
- praktischen Handlungs- und Übungssequenzen und Reflexionseinheiten.
- Häufige Wechsel von Plenums- Kleingruppenarbeit und Konsensfindungsprozessen mit vertrauensbildendem Charakter.
- Didaktische Transfer- und Reflexionsphasen.
Zeitlicher Umfang:
- Als Impulstraining (zum Kennenlernen) CA: 90 Min. bis 6 Stunden.
- Als solides Deeskalations-Training 2 bis 2,5 Tage mit ca.8 Trainingsphasen a 90 Minuten.
Räumliche Voraussetzungen:
- Großer Tagungsraum mit Getränketheke,
- keine Tische, Stuhlkreis,
- Videoabspielgerät, Flip-chart.
Materialien:
- Videoabspielgerät mit TV,
- Flipchart mit Stiften,
- Getränke für die Teilnehmer/innen mit Gläsern/Tassen, Begrüßungskaffee, -tee.
Zertifikat:
Über die erfolgreiche Teilnahme an dem Deeskalationstraining erhalten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat. Das Training ist als Aus- und Weiterbildungsmaßnahme (z.B. als schulinterne Lehrer/innenfortbildung) anerkannt.
Kosten:
Orientieren sich an den Mitteln der Gruppe. Bei finanzieller Ebbe z.B. mit wilden Straßencliquen oder engagierten Projekten ist eine finanzielle Kostenbeteiligung von SOS-Rassismus-NRW möglich.
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