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„Rechte Jugendliche“ gleich Bomberjacken, Springerstiefel und Glatze?
         Weit gefehlt. Diese alte Gleichung geht schon lange nicht mehr auf!

Teilnehmer der Ausbildungsgruppe Dorsten/ Villigst konnten, am 27. und 28. März, von Referent Cornelius Peltz, vielfältige Informationen über Zeichen, Symbole, geheime Zahlencodes, Embleme und menschenverachtende Musik- CD´ s in Erfahrung bringen. Das Fremdtraining in Villigst fand unter dem Titel „Rechte Jugendkulturen- zwischen Lifestyle, Clique und Partei“ statt.

Peltz, der seit 10 Jahren aktive Aufklärungsarbeit zum Thema Rechtsextremismus in Deutschland leistet, verstand es, die subtilen Seiten der Rechten Szene aufzuzeigen. In Form von DVD- Material konnte den Teilnehmern gezeigt werden, wie Biedermänner im Anzug sich zum Führsprecher sozial Benachteiligter machen. Heimlich gedrehte Aufnahmen aus dem Trainingslager der HDJ (Heimattreue Deutsche Jugend) zeigten die zutiefst  antidemokratische, völkische und militante Haltung dieser Gruppierung.

Es herrschte im Seminar Einigkeit darüber, dass in einer Demokratie Entscheidungen nicht nur durch mehrheitliche Abstimmungen getroffen werden. Der Prozess der Entscheidungsfindung, der Spielraum, für unterschiedlichste Perspektiven bietet, sollte dabei einen ebenso großen Stellenwert haben, wie die Würdigung der Opposition.



Mit einer kleinen praktischen Übung konnte der Referent davon überzeugen, dass sich eine Betrachtung aus verschiedenen Blickwinkeln lohnt. Peltz  lud die Teilnehmer ein, sich auf ihre Stühle zu stellen, anstatt sich zu setzen.




Ein derartiger Wechsel der Perspektiven ist häufig das Ziel seiner Seminare,
die er auch mit Aussteigern der „Rechten Szene“ durchführt.

Was ist Rechtsextremismus eigentlich, warum lassen sich gerade Jugendliche  davon so ansprechen? Will die „extreme Rechte“ eine junge, nationale Oppositionsbewegung aufbauen? Harz IV-Protest statt Propaganda für das Großdeutsche Reich? Es wurden viele Infos und eine Menge Diskussionsstoff geliefert.

Am Sonntag gab es zur Vertiefung des Themas Gruppenarbeiten. Ob es um die Analyse von Liedtexten ging oder das Herausfinden eines geheimen Codes, der allein die Kommunikation mit anderen möglich machte, es blieb spannend!


So wurden in das Symbol
Deutschlandfahne,
negative (schwarz),
zweifelhafte (rot) und
positive (gold) Aspekte
Deutschlands zugeordnet.


Am Ende wurde auf einer  fiktiven Kulturmesse ein Deutschland – Stand präsentiert.


Vom Schäferhundzuchtverein aus Bayern, der gemütlich beim Bier, an einem Tisch aus guter deutscher Wertarbeit saß um Mitglieder zu werben,


über das Miss „Region´ s Girl“ , das
per Hinweisschild die deutschen
Bundesländer in Erinnerung rief,
während im Hintergrund die Vorzüge
der Regionen gepriesen wurden,






bis hin zu einer Auflistung von Eigenschaften, 
die das Wort Deutschland von D bis d bietet,







schaffte es am Ende ein typisch
deutscher Denker und Grübler, die   
Ausbildungsgruppe zu einer Polonaise
zu bewegen…



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