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Ausschreibung
Ausbildung zur Trainerin / zumTrainer
für  Mobbing-Interventions-Teams an Schulen
 

Zielgruppe Deeskalationstrainer/innen GAV oder Pädagogen/innen mit ähnlicher Zusatzqualifikation


„Mobbing in der Schule“ ist mittlerweile ein Thema, für das die Öffentlichkeit und viele am Schulleben Beteiligte zunehmend sensibilisiert sind. Mobbing als „stille Gewalt“ findet in allen Alterstufen und Schulformen statt. Als gruppendynamischer Prozess, dem sich viele machtlos ausgeliefert fühlen, führt Mobbing bei den Betroffenen nicht nur zur Beeinträchtigung ihrer Leistungsbereitschaft, sondern hinterlässt in der körperlichen und geistigen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen deutliche Spuren. Dies betrifft „Opfer“ wie „Täter“ gleichermaßen. Mobbing zu erkennen und die richtigen Handlungsschritte einzuleiten, ist im Kontext vielfältiger schulischer Anforderungen allerdings oftmals schwierig.

Vor diesem Hintergrund möchte ich Ihnen hier eine Qualifizierungsmaßnahme für Multiplikatoren  vorstellen. Diese soll die Teilnehmern und Teilnehmerinnen dazu qualifizieren, an Schulen und Bildungsträgern vor Ort im Rahmen der Entwicklung einer ganzheitlichen schulischen Anti-Mobbing-Kultur weitere schulische Multiplikatoren, insbesondere für schulische Mobbing-Interventions-Teams auszubilden.
Die Qualifizierungsmaßnahme umfasst folgende inhaltlichen Schwerpunkte:

A. Grundkurs

  • Entwicklung eines Problembewusstseins für das Themenfeld „Mobbing“
  • Mobbing erkennen und benennen
  • Mobbing im Zeitalter von Handy, Internet & Co - Mit Cyber-Mobbing umgehen!
  • Überprüfung und Reflektion persönlicher Positionen zum Themenbereich" Konflikt, Gewalt und Mobbing"
  • Systemische Zusammenhänge bei Mobbing identifizieren
  • Rollenklärung der Akteure bei Mobbing herbeiführen und entsprechende Unterstützungsangebote entwickeln
  • Sammlung und Training kognitiver, analoger Methoden
  • Gesprächsführungsführungstechniken
  • Anti-Mobbingprozesse initiieren und nachhaltig begleiten


B. Vertiefungskurs

  • Qualifizierung von Multiplikatoren in Schule
  • Konstruktion eines eigenen Präventions- und Interventionskonzeptes gegen Mobbing
  • Moderations- und Präsentationstechniken sowie Methodenkompetenz festigen
  • Erstellung eines eigenen Angebotsprofil als Anti-Mobbingtrainer/in
  • Planung der notwendigen Unterstützungs- und Implementierungsmaßnahmen für betreffende Schulen
  • Aufgabenverständnis der Trainerinnen und Trainer
  • Moderation von Fortbildungsveranstaltungen


Zentrale Grundlage des Qualifizierungskonzepts ist die enge Verzahnung von theoretischer Vermittlung und handlungsorientiertem Lernen und dessen Reflexion. In allen Modulen wird die Kooperationsbereitschaft, die Kommunikationsfähigkeit und die Kreativität der Teilnehmer/innen gefordert und gefördert.

Dauer und Umfang der Qualifizierung
Die Ausbildung wird zwischen Dez 2011 und Dez 2012 in ein- bis zweitägigen Modulen durchgeführt. Zwischen den Ausbildungsmodulen finden mindestens zwei Intervisionstreffen statt. Das mehrtägige Ausbildungsmodul findet unter Einbeziehung des Wochenendes am Freitagnachmittag und Samstag statt. Die übrigen Module werden ganztägig jeweils freitags durchgeführt. Die Teilnahme an der Ausbildung bedingt eine Freistellung vom Unterricht, die von der Schule getragen wird.

Folgender zeitlicher Ablauf der Module ist geplant:

I. Modul (2 Tage a 8 UE)
Schwerpunkt: Information und Einstieg mit
Praktischen Übungsteilen

II. Modul (1 Tag a 8 UE)
Schwerpunkt: Praxisbeitrag der TN durch selbstständige Anleitung von Trainingssequenzen

Intervisionsgruppen mind. 2 Treffen

III. Modul (1 Tag 8 UE)
Schwerpunkt: Praxisbeitrag der TN durch selbstständige Anleitung von Trainingssequenzen
Zwischen Modul III und IV Entwicklung und Durchführung eines Mustertrainings unter Kollegialer Begleitung

IV.Modul (1 Tag 8 UE)
Präsentation von eigener  Ausbildungs- und Trainingssequenzen und Reflektion des eigen Trainer/innenverhaltens

Nach Aufnahme der eigenverantwortlichen Trainertätigkeit findet ein gemeinsamer Coachingnachmittag zur individuellen Fallbesprechung statt.

Adressatenkreis:
Bewerben können sich vorrangig Deeskalationstrainer/innen GAV; Beratungslehrkräfte, Pädagogen/innen mit Mediationsausbildung oder Supervisionsausbildung, Fachkräfte für Gewaltprävention. 

Auswahlkriterien für die Teilnahme an der Qualifizierungsmaßnahme:
Nachgewiesene Kompetenzen im Bereich

  • Deeskalation von Gewalt und Rassismus
  • Phänomene Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit
  • der Konfliktschlichtung und oder gewaltfreier Kommunikation
  • des Sozialkompetenztrainings
  • des sozialen Lernens
  • Erfahrung mit Maßnahmen und Projekten zum sozialen Lernen
  • Erfahrung in der Beratung von Schulen und Lehrkräften oder in der Qualifizierung von Lehrkräften


Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden nach Abschluss der Qualifizierung ein Zertifikat der GAV erhalten. Die Zertifizierung findet beim Dinner 2012 statt.


Kosten: 894,00€


Referenten: Nicole Marjo Gerlach
- Lehrtrainerin GAV, Konzeptentwicklung „Einführung von Mobbinginterventionteams“; Josef Budde - Lehrtrainer GAV; Jutta Sengpiel – Gewaltpräventionsbeauftragte Landesschulbehörde Niedersachsen, Supervisorin; Ingo Gravel – Rechtsanwalt und Fachanwalt für Medienrecht, Uwe Schnaubel – Abt Prävention Medien/Polizei NRW

Beginn mit dem Dinner der GAV am 07.12.2011

Erstes Modul:
10.-11.02. 2012 in Münster


Bewerbung
Die Bewerbung für die Qualifizierungsmaßnahme ist mit dem anliegenden Vordruck an die folgende Adresse zu senden.
Werkstatt für M.O.P.S.
Frau Gerlach
Siverdesstr.8
48147 Münster oder marjo@muenster.de


webmaster@gewaltakademie.de