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Mediation – Konfliktgespräche begleiten

Das zweite Fremdtraining der Regionalgruppe Dorsten / Villigst fand vom 12. bis 13. September 2009 im Haus Villigst statt. Wir lernten Schritt für Schritt den Aufbau eines Mediationsgesprächs und wurden mit guter Struktur von Jörg Kowalczyk durch die zwei Tage geführt.

Da auch Teilnehmer der Regionalgruppen aus Münster und Leverkusen mit von der Partie waren, durften natürlich die obligatorischen „Kennenlernspiele“ nicht fehlen.


Der erste Tag lag thematisch bei dem Schwerpunkt wie beginne ich ein Gespräch und welche Regeln stelle ich auf. Mediationen sind grundsätzlich freiwillig. Die Freiwilligkeit und die Bereitschaft den Konflikt zu lösen muss von den Konfliktpartnern bestätigt werden. Zudem gelten für jedes Gespräch die Regeln: zuhören, ausreden lassen und keine Beschimpfungen.
Im nächsten Schritt ging es um aktives Zuhören. Jeder Gesprächspartner hat die Möglichkeit seine Sicht der Dinge zu erzählen. In der Mediation wird dieses durch aktives Zuhören gespiegelt, so dass alles wiederholt wird um abzufragen, ob es vomMediator / der Mediatorin richtig verstanden wurde.



Zur Auflockerung gab es „Schnick-Schnack-Schnuck“ mal anders.




Am zweiten Tag beschäftigten wir uns mit der tatsächlichen Konfliktlösung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Konfliktpartnern eine Hilfestellung zu geben, dass diese ihren Konflikt selber lösen können. Z.B. mit einer bildlichen Darstellung, eines sog. „Eisbergmodells“ wobei im oberen Teil die Probleme deutlich zu sehen sind und unter der Wasseroberfläche die Hintergründe vor sich hin schwimmen. Oft hilft es schon auf die Gefühlslage der beiden Konfliktpartner einzugehen. Ein Vater z.B. macht sich Sorgen um seine Tochter und verbietet ihr deshalb viel. Sie selber weiß aber gar nichts von den Sorgen.
Eine Möglichkeit der Verdeutlichung liegt wie beim aktiven Zuhören darin, das Gesagte zu spiegeln und gleichzeitig umzuformulieren, so dass es für den Konfliktpartner verständlicher wird.



Jeder einzelne Schritt einer Mediation wurde in verschiedenen Rollenspielen geübt und verdeutlicht.




Jede Mediation endet mit einer schriftlichen Vereinbarung. In dieser Vereinbarung sollte klar formuliert werden, welche Einigung bis jetzt erzielt wurde. Selbst, wenn es zu keiner Lösung gekommen ist, wird schriftlich festgehalten zu welchem Termin mit der Mediation fortgesetzt wird.

Indra Mechnich


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