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Zur Startseite der Gewalt Akademie Villigst Amt für Jugendarbeit - Evangelische Kirche Westfalen

Martina Knoop

 Referentin für Frauenfragen
Lehrtrainerin der GAV
  Mitglied im Leitungsteam

Email: deeskalation@compuserve.de

„Erst kommt das friedliche Miteinander auf den Schulhöfen, dann der Weltfriede“

     Jochen Korte
  

Für ein friedliches Miteinander sind Wertschätzung und ein gutes Selbstwertgefühl wichtige Grundlagen. Beides fällt jedoch nicht vom Himmel – sondern muss genauso intensiv erlernt und erfahren werden wie Rechnen, Schreiben und Lesen. Deshalb brauchen Menschen Raum, um zu erfahren, dass Gewalt weh tut und viele Gesichter hat. Ebenso wichtig ist es zu lernen, klare Grenzen zu setzen sowie die Grenzen anderer zu achten.

Menschen mit einem starken Selbstbewusstsein werden nicht so schnell zum Opfer und auch nicht zum Täter!

Trainingsformen / Seminare die ich anbiete:

Zielgruppen mit denen ich hauptsächlich arbeite:

  • Frauen / Mädchen
  • Lehrerinnen / Pädagoginnen
  • Klassen Jahrgang 2 – 8
  • Eltern
  • Gruppen in der Trainerausbildung

Qualifikation und Kompetenz:

  • Referentin für Frauenfragen
  • Villigster Deeskalationstrainerin
  • Lehrtrainerin
  • Seit 1997 selbständig, Erfahrung auch im Bereich LB- und GB-Schule
  • Zwei Kinder: Sohn Jahrgang 1988 und Tochter Jahrgang 1991

Notwendige Raumausstattung:

Je nach Gruppengröße jedoch mindestens 60 m². Der Raum sollte nicht von außen einsehbar sein.  Flipchart und / oder Metaplan für die Arbeit mit Erwachsenen. Alle anderen Materialien bringe ich mit.

Selbstbehauptung für Frauen und Mädchen

Download: Konzept SBH

Zusammenfassung meines Trainingskonzeptes

Sicherheit und Selbstsicherheit werden für viele Frauen und Mädchen immer wichtiger. Eine dauerhafte Stärkung von Frauen und Mädchen kann nur dann erreicht werden, wenn die Auslöser und Hintergründe von Situationen deutlich werden sowie die individuellen Möglichkeiten bekannt sind. Eine Stärkung des Selbstbewusstseins von Frauen und Mädchen ist keine isolierte Maßnahme, sondern ein kontinuierlicher Prozess, der alle wichtigen Ebenen der eigenen Persönlichkeit und der individuellen Kommunikationsmöglichkeiten betrifft. Der notwendige ganzheitliche Ansatz zum Erreichen von mehr Selbstsicherheit darf nicht beim Seminarende aufhören, sondern muss durch vielfältige begleitende Aktivitäten gefestigt werden.

Weg zur Selbstbehauptung

Selbstbehauptung betrifft alle Bereiche des täglichen Alltags und setzt weit vor dem Abwehren von Übergriffen ein. Selbstbehauptung führt zu Selbstsicherheit. Der Weg dahin besteht aus aufeinander aufbauenden Ebenen.

Meine Schwerpunkte sind:

  • Bewusst machen von typischem Rollenverhalten mit dem Ziel der Verhaltensänderung
  • Ungute Gefühle ernst nehmen und sofort handeln
  • Selbstwert der eigenen Persönlichkeit thematisieren
  • individuelle Kommunikationsmöglichkeiten fördern
  • Kennen lernen der eigenen Stärken
  • Selbstbewusstsein stärken - bewusst entscheiden
  • Wissen um Zusammenhänge von Eskalationsprozessen und um die eigenen Handlungsalternativen

Voraussetzungen für ein erfolgreiches Training sind

  • Freiwilligkeit, Neugier und Offenheit
  • eine homogene Zielgruppe
  • minimal 8 bis maximal 14 Teilnehmerinnen
  • ein sauberer, im Winter auf ca. 20° beheizter Raum mit min. 50 m² , der eine „geschützte Atmosphäre“ für ein offenes und unbeobachtetes Üben bietet
  • Vorbereitungstreffen mit dem AG
  • 12 Unterrichtsstunden Training   [Unterrichtsstunde = 45 Min.]

Selbstbehauptung ist allerdings weit mehr als nur das Abwehren von sexuellen Übergriffen oder die Reaktion auf Dominanzverhalten anderer Menschen Selbstbehauptung betrifft alle Bereiche des täglichen Daseins! Das Wissen um die Vorgänge, die zur Selbstsicherheit führen, macht stark und macht diese auch im nonverbalen Verhalten für andere deutlich sichtbar. 

Selbstbehauptung fängt im Kopf an! Selbstsicherheit ist nicht proportional zur Farbe des Kampfsportgurtes, sondern ergibt sich aus dem Wissen um das Potential der eigenen Möglichkeiten - aber auch der   eigenen Grenzen. Dieses Wissen um Zusammenhänge von Eskalationsprozessen und um die eigenen Handlungsalternativen ist der beste Schutz bevor Frau oder Mädchen Übergriffe abwehren muss oder Selbstverteidigungstechniken einsetzen muss.

 

Konzept Klassengemeinschaft / Deeskalation

Download: Konzept Klassengemeinschaft

Wenn in den Medien von Gewalt an Schulen die Rede ist, beziehen sich die Berichte zumeist auf weiterführende Schulen. Verhalten im Gewaltbereich ist aber durchaus auch an Grundschulen vorzufinden. Je früher Präventionskonzepte ansetzen umso eher lässt sich dieses Verhalten ändern. Haben Kinder erst gelernt,  Situationen mit gewalthaltigem Verhalten zu klären und damit erfolgreich zu sein, wird es immer schwieriger für sie Handlungsalternativen anzuerkennen und umzusetzen.  

In der Schule finden sich Kinder und Jugendliche in Zwangsgemeinschaften zusammen. Diese Gemeinschaften (Klassen) bringen Kinder mit sehr unterschiedlichen Charakteren und Interessen und aus völlig verschiedenen sozialen und kulturellen Bereichen auf sehr engem Raum zusammen. Die Kinder und Jugendliche können nicht wählen, ob sie zur Schule gehen möchten, mit wem sie in eine Klasse gehen möchten und von welcher Lehrerin oder welchem Lehrer sie unterrichtet werden möchten. In dieser Zwangsgemeinschaft verbringen sie während der Schulzeit die Hälfte ihrer erlebten Zeit !

Allein diese Konstellation birgt eine Menge Konfliktpotential.

Kinder und Jugendliche müssen lernen einander zu respektieren. Das gelingt aber nur, wenn sich die Kinder und Jugendlichen einer Klasse gut kennen und wenn sie eine Chance haben in der Schule, aber außerhalb von Notendruck,  miteinander vertraut zu werden und wenn sie lernen, wie sie Konflikte konstruktiv lösen können. 

Ziele und Inhalte:

  • Sensibilisierung zur Wahrnehmung von Gewalt
  • Gewalt erkennen und benennen können
  • Förderung von Kommunikationsfähigkeit
  • Stärkung des „Wir“ - Gefühls
  • einen eigenen Standpunkt entwickeln und einnehmen
  • Wissen um Zusammenhänge von Eskalationsprozessen und der individuellen Interaktionsmöglichkeiten zur Deeskalation von Gewaltsituationen
  • erlebnisorientiertes Lernen in Form von Wahrnehmungsübungen, Forumtheater

Folgende Trainingsformen sind möglich:

  • 3 Vormittage im Schulablauf über 5 Unterrichtseinheiten
  • 2 Tage ca. 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr, optimal außerhalb der Schule

Meine Trainings richten sich an:

  • Schulklassen
  • Lehrer und Lehrerinnen
  • Engagierte Eltern

Die Trainings werden immer im Team Mann / Frau durchgeführt, um beide Geschlechter gleichberechtigt vertreten zu können und ggf. in einzelnen Übungsphasen in geschlechtshomogenen Gruppen arbeiten zu können.

 

Martina Knoop


webmaster@gewaltakademie.de