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Zur Startseite der Gewalt Akademie Villigst Amt für Jugendarbeit - Evangelische Kirche Westfalen

Scharnhorststr. 6,
50733 Köln
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Fax: 0221 - 765889

 

Das Kölner Trainingskollektiv besteht aus Frauen und Männern, die durch ihre berufliche Arbeit und ihr Engagement in verschiedenen sozialen Bewegungen langjährige Erfahrungen mit Trainingsarbeit haben. Manche Trainer/innen arbeiten nebenberuflich in diesem Bereich, andere seit mehreren Jahren hauptberuflich.
Trainings zum gewaltfreien Handeln haben eine lange Tradition. Die ersten Trainings wurden bei den Vorbereitungen der Bürgerrechtsbewegung in den 50er und 60er Jahren durchgeführt. In den 70er Jahren wurden sie in der Bundesrepublik von den sozialen Bewegungen aufgenommen, im Blick auf die hiesige gesellschaftliche Situation verändert und um weitere Methoden erweitert, die insbesondere mit den Grundlagen gewaltfreier Aktionen im Einklang standen. Schwerpunkt war die Vorbereitung auf Gewaltsituationen bei Demonstrationen und die Auseinandersetzung mit Aktionen zivilen Ungehorsams.

Ende der 80er und zu Beginn der 90er Jahre stand die Entwicklung kreativen Eingreifens in Bedrohungs-, Diskriminierungs und Gewaltsituationen im Mittelpunkt der Trainings (Zivilcourage), um der zunehmenden rassistisch motivierten Gewalt praktisch etwas entgegenzusetzen. Es stellte sich schnel heraus, daß dieser thematische Ansatz nicht weil genug reichte. Heute, Ende der 90erJahre, geht es in den Training: um konstruktive Konftliktbarbeitung im persönlichen, beruflichen und öffentlichen Bereich und um der Aufbau gewaltpräventiver Strukturen.

Themenbereiche unserer Trainingsarbeit

Das der Trainingsarbeit zugrunde liegende Konfliktverständnis geht davon aus, dass es zahlreiche Möglichkeiten gibt, in Konflikten konstruktiv und gewaltfrei zu handeln. Vielfach werden Konflikte so erlebt, dass es nur die Wahl gibt zwischen Nachgeben und rücksichtslosem Durchsetzen (notfalls auch mit Gewalt). „Ich siege - Du verlierst" ist die diesen Konfliktlösungsstrategien zugrundeliegende Haltung.
Im Rahmen der konstruktiven Konfliktarbeit wird davon ausgegangen, dass die Eigendynamik von Konflikten durchbrochen werden kann, dass Beziehungsstrukturen und Interaktionsprozesse konstruktiv verändert werden können. Konstruktive Konfliktarbeit sucht nach Lösungen jenseits von Sieg und Niederlage, die alle beteiligten Seiten zufriedenstellen. Die diesem Ansatz entsprechenden Konfliktlösungsstrategien tragen zur Gewaltprävention bei.

Ziele der Trainings sind u.a.

  • Grundlagen der konstruktiven Konfliktbearbeitung kennen zulernen
  • den eigenen Umgang mit persönlichen, beruflichen und öffentlichen Konflikten zu reflektieren
  • Die eigene Ressourcen für konstruktives Handeln und couragiertes Eingreifen in Konflikten zuentwickeln und auszuprobieren
  • Entwicklung eines breiten Handlungsspektrums, in Konflikt-, Bedrohungsund Gewaltsituationen gewaltfrei und deeskalierend zu wirken
  • Grundzüge verschiedener Konfliktbearbeitungsansätze kennenzulernen unddie Idee der konstruktiven Konfliktaustragung in der eigenen Arbeitspraxis und Organisation (Schule, Jugendzentrum, Sozialarbeit, Alltag, Partnerschaft, ...) anzuwenden und umzusetzen

Arbeitsformen und -grundsätze

Um ein ganzheitliches und handlungsorientiertes Lernen zu ermöglichen, wird in den Trainings mit vielfältigen Methoden und Übungen (z.B. zu Wahrnehmung, Kommunikation, eigene Stabilität, Kooperation) gearbeitet. Neben Informations- und Theorievermittlung nehmen praktische Übungen und Rollenspiele den größten Raum ein Rollenspiele leisten wertvolle Hilfe bei der Erweiterung des eigenen Verhaltensrepertoires, bei der Reflexion von derzeitigen Verhaltensmustern und beim gezielten Training von alternativen und ungewohnten Verhaltensweisen.

Grundlage für die Trainingsarbeit sind u.a. unterschiedliche Ansätze der humanistischen Psychologie und Pädagogik, Themenzentrierte Interaktion (TZI), Gestaltpsychologie, die Befreiungspädagogik von Paolo Freire und das Theater der Unterdrückten von Augusto Boal.

Der konkrete Inhalt und Verlauf des Trainings wird jeweils individuell mit den Veranstalter/innen und Teilnehmenden abgestimmt. Dabei orientieren sich die Trainingsinhalte möglichst direkt an den Alltagserfahrungen der Teilnehmenden. Der methodische Ansatz der Trainings erfordert eine aktive und eigenverantwortliche Teilnahme auf der Basis von Freiwilligkeit.

Zielgruppen / maximale Gruppenstärke

Alle Menschen, Gruppen, Organisationen, die mehr über gewaltfreie Methoden der Konfliktbearbeitung erfahren wollen. Die mögliche Gruppengröße variiert je nach Thema. Im Bereich Abbau von Vorurteilen sind Teilnehmer/innenzahlen von 15-30 erwünscht, in der Trainingsarbeit zur Gewaltprävention arbeiten wir bevorzugt mit kleineren Gruppen: bis zu 10 TN (eine Trainer/in), bei Gruppengrößen zwischen 11-18 TN (zwei Trainer/innen).

Zeitlicher Umfang der Trainings

Je nach den zeitlichen Möglichkeiten. Trainingseinheiten variieren zwischen drei Stunden und mehreren Wochen. Als günstig haben sich 1 1/2 - 3 Trainingstage herausgestellt. Der zeitliche Rahmen variiert je nach den gewünschten Trainingsinhalten.

Räumliche Voraussetzungen

Großer, freundlicher Raum sowie mindestens eine bis zwei zusätzliche Möglichkeiten für Kleingruppenarbeit. Keine Tische (einige an der Seite) sondern Stuhlkreis.

Materialien

Flip-Chart, Wandzeitung, Edings

Kosten / Honorare

werden mit den Gruppen, Teilnehmenden oder Trägerorganisationen nach den jeweiligen individuellen Möglichkeiten ausgehandelt. Als Richtlinie gilt 400 - 600 € pro Tag pro Trainer/in.


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