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Zur Person
Dr. Julian Lüddecke Lehrer am Berufskolleg im Bildungspark, Essen
Inhaltliche Schwerpunkte
Ich biete Vorträge und Workshops zum Schwerpunkt „Interkulturelle Pädagogik“, insbesondere zur „Gewaltprävention“ und „Prävention ethnischer Vorurteile“ an. Die Vorträge und Workshops orientieren sich inhaltlichen an dem Erkenntnisinteresse der Teilnehmerinnen und bedürfen der genauen vorherigen Absprache.
Diese inhaltliche Flexibilität ist notwendig, da beispielsweise „Gewaltprävention“ auf unterschiedlichen Ebenen - z. B. im Sinne von Dan Olweus - auf der persönlichen, klassen- oder gruppenbezogenen und/oder auf der institutionellen Ebene - ansetzen kann. Eine Gruppe von Teilnehmer/innen, die mehr systemisch-programmatisch arbeiten möchte, wird auch andere Schwerpunkte setzen wollen als eine Gruppe, der konkrete pädagogisch-praktische Fragen wichtig sind.
So können z.B. in einem Workshop zum Thema „Gewaltprävention“ nach einer Sensibilisierungsphase die Wahrnehmung und Beobachtung gewaltförmiger oder rassistischer Verhaltensweisen im Mittelpunkt stehen. Zur Erweiterung der Wahrnehmungs- und Beobachtungskompetenz bieten sich in besonderer Form theaterpädagogische Methoden an, z. B. nach Augusto Boal. Ein differenziertes Training von Konfliktlösungsmethoden bzw. Methoden zur Deeskalation von Gewalt erscheint erst dann sinnvoll, wenn Ursachen, Folgen und Funktionen von Gewalt auf personeller wie struktureller Ebene reflektiert worden sind. Insofern folgen Spiel- und Übungsphasen auch Phasen, in denen Erlebnisse und Erfahrungen theoretisch angereichert und reflektiert werden.
Ziele:
Hinsichtlich der Themenzusammenhänge ist eine spezifische Ausdifferenzierung der Zielebene auf wissenschaftlicher Grundlage erforderlich. Hier sollen beispielhaft Ziele im Rahmen der Gewaltdeeskalation skizziert werden. Gewaltdeeskalierende Handlungskompetenz entwickelt sich aus dem Zusammenspiel (Stichwort: ganzheitliches, lebenslanges, interkulturelles Lernen) von
- Selbstkompetenz (Sensibilität in und für Gewaltsituationen; Fähigkeit zur kritischen Selbstwahrnehmung und Selbstbehauptung; Verantwortungsbewusstsein für andere Menschen)
- Sachkompetenz (Wissen über die Lebenswelt anderer, interkulturelle Kommunikationsformen, die Definition/Erscheinungsformen/Ursachen von Gewalt und Rassismus)
- Sozial- bzw. kommunikativer Kompetenz (Einsicht in soziale Zusammenhänge; Fähigkeit zur interkulturellen Kommunikation, Förderung der Fähigkeit zur bewussten Konfliktlösung)
- Didaktisch-methodischer Kompetenz (Einsicht in die Gestaltung von Projekten; Fähigkeit zur Planung, Durchführung und Reflexion gewaltdeeskalierender Maßnahmen; Erweiterung des pädagogischen Methodenrepertoires)
- Systemisch-konzeptioneller Kompetenz (Erweiterung konzeptioneller (Ziele, Methoden, Evaluation gewaltpräventiver Maßnahmen) Fähigkeiten, Fähigkeiten zum Aufbau eines Netzwerkes).
Zielgruppen:
(Angehende) Multiplikator/innen in der schulischen und außerschulischen interkulturellen Bildung und Erziehung; Gruppengröße: ca. 20 Personen.
Methoden:
- Sensibilisierungstraining,
- Impuls- und Deeskalationstraining,
- Rollenspiel, Planspiel,
- Teamarbeit,
- Theaterpädagogische Methoden,
- Moderationsmethode,
- Zukunftswerkstatt,
Wechsel zwischen Spiel-, Theater- und Übungsphasen und der Beobachtung, Beschreibung, Analyse und Reflexion.
Medien:
Alle vortrags- und workshop-üblichen auditiven, visuellen und/oder haptischen Materialien (z. B. Flipchart, Pinnwände, Farbstifte, OHP, Videokamera, Kassettenrekorder, CD-Player)
Zeitlicher Umfang:
Je nach Teilnehmer/innen und gewähltem Schwerpunkt Workshops zwischen einem ½ Tag und 1 ½ Tagen.
Kosten: Nach Vereinbarung
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