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Huckepacktrainings

Im Rahmen der Ausbildung zum Deeskalationstrainer werden in Trainingseinheiten Theorie und Praxis der Deeskalation von Gewalt und Rassismus eingeübt und reflektiert. Neben einer Zahl eigener Anleitungsphasen beinhaltet die Ausbildung auch Fremdtrainings bei denen zu bestimmten Themen Referenten das Training übernehmen. Die Regionalgruppen der Gewaltakademie setzen von daher ein rundes und gut durchdachtes Konzept um und bieten den zukünftigen Deeskalationstrainern eine große Bandbreite an Informationen.
Dabei ist zu bedenken, dass die Übungen und Anleitungen während der Ausbildung in so genannten „Laborsituationen“ geschehen und nur zum Teil realistische Situationen wieder spiegeln.
Der Rahmen in dem wir nach der Ausbildung arbeiten kann ganz anders laufen als es uns eine „Laborsituation“ aufzeigen möchte. Um praxisnahe Beispiele zu erhalten, bieten einige Moderatoren der Ausbildungsgruppen ein so genanntes „Huckepacktraining an.

Was bedeutet „Huckepacktraining“?

Bei einem solchen Training können angehende Deeskalationstrainer den Moderator während eines Trainings unter realen Bedingungen beobachten, ihm sozusagen über die Schulter schauen. Es besteht auch die Möglichkeit selbst aktiv zu werden, indem man in Absprache mit dem Trainer Einheiten anleitet. Diese werden anschließend reflektiert.

Was beabsichtigt ein „Huckepacktraining“?

  • Eigene Handlungskompetenzen werden erweitert.
  • Bei selbst angeleiteten Einheiten kann der entsprechende Moderator/in eine Reflexion geben.
  • Erweiterung des eigenen Erfahrungshorizontes.
  • „Reale“ Bedingungen kennen lernen, usw.

In welchem Umfang macht ein „Huckepacktraining“ Sinn?

Hier kommt es auf die Veranstaltung an, welche vom angehenden Deeskalationstrainer gewählt wird. Es bietet sich an, ein komplettes Training zu begleiten damit begonnene Prozesse abgeschlossen werden. Wie lange also ein „Huckepacktraining“ geht, liegt am Umfang der Veranstaltung. Erfahrungsgemäß empfehle ich ein Training von mehreren Tagen mit einem Stundenumfang von mindestens 16 Stunden in Anlehnung an dem Umfang des Mustertrainings.

Fazit
Aufgrund der positiven Erfahrungen empfehle ich ein Huckepacktraining in die Ausbildungsordnung aufzunehmen.  (Björn)


Erfahrungsberichte

Hier nun ein ganz persönlicher Erlebnisbericht zum Huckepacktraining. Für meine Ausbildung und persönliche Weiterentwicklung haben meine Huckepacktrainings mit Keith entscheidenden Anteil gehabt. Vollgepackt mit ganz viel theoretischem Wissen bin ich mit einiger Unsicherheit bezüglich meiner Fähigkeiten Theorie mit Praxis zu verbinden zu meinem ersten Huckepacktraining nach Herne gestartet. Es war total faszinierend, einen „Profi“ bei der Arbeit beobachten und mit eigenen Übungen begleiten zu dürfen. Schon zu meinem zweiten Huckepacktraining in Dorsten bin ich mit einem ganz anderen Selbstverständnis und Selbstbewusstsein gestartet und war bereit, einfach alles auszuprobieren in der Sicherheit begleitet und ggf. aufgefangen zu werden.  Auch ich bin der Ansicht, dass die Teilnahme an Huckepacktrainings fester Bestandteil der Ausbildung werden sollte und wünsche allen zukünftigen Teilnehmern ebenso viele positive Erfahrungen wie ich sie machen durfte.

Christine (ABG Dorsten 2008)



Am 30. und 31.10.2008 fand in neuen Räumlichkeiten des ASH-Sprungbrett e. V. in Bergheim eine Fortbildung „Deeskalationstraining für Anleiter/innen“ statt, dessen Aufgabe darin besteht, Teilnehmer/innen zwischen 18 und 58 Jahren für einen bestimmten Berufszweig zu motivieren. Hauptanliegen der Fortbildungsteilnehmer/innen war das Thema “Wie gehe ich mit der Verweigerungshaltung meiner Teilnehmer um“.

Gewonnen wurde Hartmut Gähl, einer unserer Trainer der Leverkusener Ausbildungsgruppe Awolon GAV, um dieses Training mit mir vorzubereiten bzw. durchzuführen. Folgende Erfahrungen und Erkenntnisse sind für mich aus diesem Lehrtraining ersichtlich:

  • die anfängliche Überlegung, auf alle Fälle einen Mann als Trainer mit hinein zu nehmen, hat sich bewährt. Rollenspiele wie „Anmachen in Bus“ oder das Einüben von „Konsequenzen aussprechen bei Körperverletzung“ zeigten durch die Rolle „Mann“ als Sündenbock realistischere Gegebenheiten in Bezug auf das Klientel der Teilnehmer
     
  • Bisher hatte ich noch keine Seminare für Kolleg/inn/en oder Pädagog/inn/en gehalten. D. h. unterrichtet habe ich bisher Jugendliche und junge Erwachsene mit zumeist sehr auffälligem Verhalten. Die Erfahrungen, die Hartmut in dieser Fortbildung mit einbrachte, ließen weniger Unsicherheiten bei mir aufkommen. Hartmut hatte stets auf alle Rückfragen der TeilnehmerInnen mindestens eine Antwort oder eine weiterführende Gegenfrage und strahlte somit eine bemerkenswert gelassene Souveränität aus.

     
  • Das ich in der Ausbildung zur Deeskalationstrainerin in der Regionalgruppe Leverkusen/Köln sehr viel gelernt habe, viel Wissen und Eigenreflexion mitbringe und das Wissen demnächst pointierter in der Erwachsenenbildung einbringen kann. Das Huckepack-Training hat mir Mut gemacht.

Andrea Klein (ABG Leverkusen/Köln 2008)




Ich habe auch an einem Huckepacktraining von Keith teilgenommen .Hier kann man sich auch an Übungen trauen ,die man noch nicht selber in den Trainings mit der Ausbildungsgruppe ausprobiert hat .Man bekommt sofort das Feedback von den Kindern ,sieht ,mit welcher Begeisterung sie die Übungen mitmachen. Wichtig war für mich ,wie schnell so ein Tag dort vergeht .Ich kann auch nur
die Teilnahme an einem Huckepacktraining empfehlen ,um die vielen Erfahrungen in der realen Praxis mitzunehmen.

Ines (ABG Dorsten 2008)




Am 08. und 09. Januar 2009 hatte ich als frisch gebackene Deeskalationstrainerin die Möglichkeit den GAV Moderator Hartmut Gähl bei einem Training für den Internationalen Bund (IB) zu erleben.

Es war eine lehrreiche und sehr wichtige Erfahrung. Zu den Teilnehmern zählten Sozialpädagogen und Lehrer in vornehmlich neu zusammengestellten Arbeitsteams. Sie beschrieben diverse Gewaltsituationen denen sie in ihren Einrichtungen wie OT, Jugendwohnheim, Förderschule etc. oftmals hilflos gegenüber standen.
Hartmut Gähl stellte zunächst handlungsleitende Grundsätze und praktische Hilfsmittel vor, die motivierend zur Selbstreflektion anregten. Den Teilnehmern wurde deutlich, wie wichtig die Entwicklung einer tragfähigen „pädagogische Haltung“ ist. Methodisch nutze er dabei eine Vielzahl an Situationsbeschreibungen, angelehnt an Inhalten des Trainings sozialer Kompetenzen und Deeskalationstrainings.
Neben diesen Methoden nutze Hartmut Gähl auch Komponenten der humoristischen Pädagogik, um den Teilnehmer/innen in szenischen Spiele wie „Platzkarte im Zug“, „aufdringlicher Vertreter“ oder „Bauer auf dem Feld“, Möglichkeiten zu geben, selbstsicheres Verhalten mit Kreativität zu kombinieren und – falls erwünscht - auch mehrfach durchzuspielen um den Trainingseffekt zu erhöhen.
Darauf aufbauend wurden Grundsätze deeskalierender Arbeit aufgezeigt und jeder Teilnehmer erhielt die Möglichkeit, sich in verschiedenen Situationen zu erproben und zu reflektieren.
Hierzu zählten:

  • sich über Regeln auszutauschen
  • eine Bedrohungssituation zu meistern
  • deeskalierend zu kommunizieren
  • einem Jugendlichen Konsequenzen nach seiner Tat auszusprechen
  • etc.


Gerade hierbei wurde der Vorteil eines Huckepacktrainings deutlich: Der eigene pädagogischer Spielraum ebenso wie die Reflektionen - die eindeutige Spuren hinterlassen - werden klarer und die persönlichen Möglichkeiten gewinnen an Kontur.
Merci an Hartmut!

(Petra, Deeskalationstrainerin Köln/Leverkusen 2008)



Im Rahmen meiner Ausbildung konnte ich an einem Huckepack-Deeskalationstraining teilnehmen.
Was waren wir vorher mit Theorie und Übungen in der Gruppe voll gepackt worden. Mir stellte sich aber immer die Frage: wie sieht ein Training in der Praxis aus?  Was muss ich beachten? Was muss ich mitnehmen? Welche Übungen mache ich? Wie kann ich es attraktiv auf die Zielgruppe gerichtet gestallten?
Durch ein Training ist es möglich Übungen auszuprobieren und weiter zu entwickeln.
Es war einfach schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder ein solches Training aufnehmen und wie aktiv sie bei der Sache sind.
Und falls es mal nicht klappt, hat man einen kompetenten Trainer an der Seite, der einem hilft.
Es wäre sehr empfehlenswert, dass ein Huckepack- Training Bestandteil der Ausbildung wird.

Alex (ABG Dorsten 2008)


Huckepack – Erfahrungsbericht 2 – Annegret

Mein zweites Huckepacktraining habe ich beim Keith in der Hauptschule in Lembeck absolviert.
Eine neue Gruppe, 5. Klasse, die zweite Trainingseinheit für die Kinder., für mich wieder spannend.
Das Thema war „Gewalt“. Die von mir angeleiteten Übungen waren „Du zeichnest mich“ und „Schokoriegel“.

Aus meinen Fehlern und Unsicherheiten beim ersten Mal hatte ich schon einiges gelernt. Es gelang mir besser alle Kinder im Blick zu haben und auf Störungen einzugehen. Jedoch muss ich das Ziel der einzelnen Trainingseinheit  bei der Reflexion der Übung besser berücksichtigen.Bei der Auswertung der jeweiligen Übung muss ich mich kürzer fassen und die einzelnen Kinder um klarere Antworten fragen. Die Zeitplanung muss ich mehr berücksichtigen.

Die Gruppe war objektiv betrachtet und für mich persönlich anspruchsvoller als die Gruppe in der OGS. Trotzdem hatte ich Spaß an dem Training und fühlte mich neben meiner Unsicherheit in der noch neuen Rolle wohl in dem Klassenzimmer.

Annegret, GAV-Regionalgruppe Dorsten 2010




Huckepack – Erfahrungsbericht, Sandra Wagner

Es ist Donnerstagnachmittag 13:30 Uhr, ich befinde mich auf den Weg zum Huckepacktraining. Völlig konzentriert was das Navi von sich gibt, komme ich nervös an. Das erste Training steht vor Tür. Ich laufe fragend über den Schulhof, da hat Keith mich schon entdeckt. Mit einem freundlichen „Hallo, schön das du hier bist“, werde ich empfangen, mein Puls ist auf 180.
Ich gehe hinter Keith her, und die ersten Kinder sehen mich und fragen wer ich bin. Kurz vorgestellt, baue ich auch schon das große Piratenschiff auf. Die Kinder wurden neugierig und ich habe die ersten Piraten gefunden, die mir helfen, dass Schiff fertig zu machen.
Mittlerweile sind alle Kinder eingetroffen, die T-Shirt angezogen und mit einem Ritual ging es los. Die Kinder haben mich wie selbstverständlich aufgenommen und waren insgesamt sehr gespannt und motiviert auf  das heutige Training.
Es wurden unterschiedliche Methoden und Übungen angewandt und ich hatte die Möglichkeit zwei Übungen anzuleiten. Bei der letzten Übung sagte Keith zu mir, du hast noch 5 Minuten, dann ist die Zeit um.  Nach einen freundlichen „Tschüss Sandra“ verabschiedeten sich die Kinder. Gespannt war ich nun auf das Feedback von Keith, was ich direkt bekommen habe.  „Setzt deine Größe mehr ein, nutze deine Vorteile und sei Präsenter“ war das Hauptfeedback. Ich konnte das Feedback direkt das Wochenende danach in Dorsten umsetzten und war sehr dankbar darüber, dass ich vorher schon einmal Feedback erhalten habe und wusste worauf ich achten muss.
Ich fand das Huckepack sehr wertvoll. Trotz meiner Nervosität und Aufregung kann ich nur jedem Empfehlen, die Trainings zu besuchen, da man direkt reflektiert wird und daraus lernen kann.
Sandra Wagner; GAV-Regionalgruppe Dorsten 2010


Erfahrungsbericht Huckepacktraining am 23.03.2010 von Klaus

Ich habe mich gleich zu Anfang unserer Ausbildung sehr darüber gefreut, dass uns die Möglichkeit gegeben wird,  Trainings zu begleiten. So habe ich mich direkt bei unserem ersten Fremdtraining an Keith gewandt um mir einen Termin geben zu lassen. Soweit so gut.
Ich bin dann also frohen Mutes am 23.03. zur Laurentisschule in Lembeck gefahren um mich mit Keith zu treffen. Ich hatte im Vorfeld eine E-Mail bekommen mit dem Ablaufplan um mir zwei Übungen auszusuchen die ich selbst anleiten sollte. Da ich so etwas bisher noch nicht gemacht hatte, habe ich mir natürlich nur eine Übung ausgesucht. Wir wollten uns um viertel vor acht an der Schule treffen. Mit einem riesigen Fragenkatalog im Gepäck wartete ich also um viertel vor acht. Keith kam leider später sodass sich unser Vorbereitungsgespräch auf den Weg zur Klasse beschränkte. Drei Minuten später saß ich dann also in einer vollen Klasse und hatte mächtig die Hosen voll.
Nur war das zum Glück völlig unbegründet, Keith hatte die Klasse sofort im Griff und fing auch direkt an die letzten Stunden zu besprechen( so konnte ich mir dann auch noch mal einen Überblick verschaffen) und mich vorzustellen. Meine Sorgen schwanden dahin. Die erste Übung war sehr bewegungsintensiv und hat mir und den Kindern sehr viel Spaß gemacht. Ich war also fröhlich und lauschte der Reflexion von Keith(die ich sehr gelungen fand). Er ging mit den Kindern auch immer wieder auf die Hand (Übung BeHandelt) ein, die in einer der vorherigen Stunden angefertigt wurde. Nebenbei warf ich einen Blick auf den Ablaufplan, den ich mich vorher ausgedruckt hatte und stellte mit erschrecken fest, dass ich schon bei der nächsten Übung dran war. Da war also wieder dieses miese Gefühl.
Ich erklärte den Kindern die Übung „Stehe schweigend auf“, ich achtete darauf das die Kinder auch wirklich schweigen, ich lief um den Stuhlkreis herum, ermahnte Kinder, achtete auf die Zeit, erfand eine zusätzliche Frage, lies dafür zwei andere Fragen weg, achtete wieder auf die Zeit, versuchte Pausen zwischen den Fragen zu machen, achtete auf die Reaktion der Kinder, machte mir Notizen für die Reflexion, setzte mich wieder hin um mit den Kindern zu reflektieren , achtete auf Keith und dann wieder auf die Zeit, ich kritisierte manche Verhaltensweisen und lobte andere, ich  ging zur Hand um Sie in die Reflexion mit ein zu beziehen, achtete wieder auf die Zeit und dann war ich fertig. Und ich fühlte mich gut, ich wusste nicht ob alles richtig war oder ob ich zu lange gebraucht hatte oder ob Keith zufrieden war, aber ich war es. Ich hatte während der gesamten Übung immer das Gefühl das Keith einspringen würde, wenn ich etwas falsch mache und das gab mir Sicherheit.
Sehr locker verfolgte ich die nächste Übung Piratenschiff die wieder von Keith angeleitet wurde. Die Reflexion zu dieser Übung fand ich auch wieder sehr gelungen. Im Anschluss wurden Schimpfwörter gezählt (da standen nette Sachen drauf) die von den Kindern im Laufe der Woche notiert wurden. Wieder eine sehr gute Reflexion im Anschluss.
Keith fragte mich ob ich nicht doch noch eine zweite Übung anleiten wollte. Voller Enthusiasmus sagte ich Ja, doch da klingelte es. Die Uhr im Klassenzimmer ging falsch. Schade
Keith hat sich dann nach den Stunden wahnsinnig viel Zeit genommen für meine Reflexion. Eine halbe Schachtel Zigaretten später ging ich mit einem richtig guten Gefühl zur Arbeit. Jeder der so eine kostenlose Möglichkeit des Ausprobierens nicht nutzt ist wirklich selbst Schuld.
Trotz aller vorherigen Sorgen die ich mir gemacht habe, war dieses Huckepacktraining eine wunderbare Erfahrung die ich nicht missen möchte. 
Regionalgruppe Dorsten/Villigst - Klaus


Huckepack – Erfahrungsbericht, Caroline Goszyk

Huckepacktraining mit Keith in einer Grundschule in Dorsten, am 21.04.10 (8 Uhr – 11:30 Uhr) Teilnehmer: Grundschüler, Klasse 1a, 1b
Am 21.04.2010 hatte ich die Möglichkeit an einem Huckepacktraining im Rahmen der Unterrichtseinheit „Soziales Lernen“ teilzunehmen. Ich begleitete Keith durch zwei 1.Klassen einer Grundschule in Dorsten. Im Vorfeld bekam ich per E-Mail den ungefähren Ablauf mit allen Übungen zugeschickt. In der ersten Klasse durfte ich dann meine Übung, die ich mir ausgesucht habe mit den Kindern durchführen. Danach konnte ich den restlichen Ablauf verfolgen und den Trainer beobachten. Dieser behandelte die Kinder mit großem Respekt, machte deutliche und klare Ansagen, er wirkte strukturiert, routiniert und konnte problemlos auf Störungen reagieren. Für mich war es sehr spannend dem Trainer über die Schulter zu schauen.
Vor meiner Übung war die Nervosität groß, weil ich nicht wollte, dass diese schief geht. Meine  Schwäche: Ungeduld. Bei der Übung habe ich den Kindern zu viel vorweggenommen. Mir ist nach dem Training klar geworden, dass ich einfach mal Ruhe bewahren muss und den Kindern das Vertrauen schenke, die Dinge selbst zu erarbeiten. Die Einleitung der Übung verlief ganz gut. Ich versuchte deutlich und klar zu reden und erklärte den Kindern die Übung verständlich. Besonders interessant war es zu sehen, wie der Trainer anschließend die gleiche Übung in der anderen Klasse durchführte. Hierbei konnte ich den direkten Vergleich ziehen und sehen was ich hätte anders machen können.
Das Huckepacktraining war eine tolle Erfahrung die mir mal wieder gezeigt hat: „Übung macht den Meister“.
Caro, GAV-Regionalgruppe Dorsten/ Villigst 2010



Huckepack – Erfahrungsbericht, Caroline Goszyk
Huckepacktraining mit Keith in einer Grundschule in Dorsten, am 21.04.10 (8 Uhr – 11:30 Uhr) Teilnehmer: Grundschüler, Klasse 1a, 1b
Am 21.04.2010 hatte ich die Möglichkeit an einem Huckepacktraining im Rahmen der Unterrichtseinheit „Soziales Lernen“ teilzunehmen. Ich begleitete Keith durch zwei 1.Klassen einer Grundschule in Dorsten. Im Vorfeld bekam ich per E-Mail den ungefähren Ablauf mit allen Übungen zugeschickt. In der ersten Klasse durfte ich dann meine Übung, die ich mir ausgesucht habe mit den Kindern durchführen. Danach konnte ich den restlichen Ablauf verfolgen und den Trainer beobachten. Dieser behandelte die Kinder mit großem Respekt, machte deutliche und klare Ansagen, er wirkte strukturiert, routiniert und konnte problemlos auf Störungen reagieren. Für mich war es sehr spannend dem Trainer über die Schulter zu schauen.
Vor meiner Übung war die Nervosität groß, weil ich nicht wollte, dass diese schief geht. Meine  Schwäche: Ungeduld. Bei der Übung habe ich den Kindern zu viel vorweggenommen. Mir ist nach dem Training klar geworden, dass ich einfach mal Ruhe bewahren muss und den Kindern das Vertrauen schenke, die Dinge selbst zu erarbeiten. Die Einleitung der Übung verlief ganz gut. Ich versuchte deutlich und klar zu reden und erklärte den Kindern die Übung verständlich. Besonders interessant war es zu sehen, wie der Trainer anschließend die gleiche Übung in der anderen Klasse durchführte. Hierbei konnte ich den direkten Vergleich ziehen und sehen was ich hätte anders machen können.
Das Huckepacktraining war eine tolle Erfahrung die mir mal wieder gezeigt hat: „Übung macht den Meister“.
Caro, GAV-Regionalgruppe Dorsten/ Villigst 2010


Huckepackbericht – Manuel Hestermann

Am Freitag dem 16.04.2010 und am Freitag dem 23.4.2010 hatte ich die Chance zwei Huckepacktrainings bei Susanne durchzuführen.
Wir trafen uns am 16.4.2010 um 8.30 in der Fachhochschule Dortmund, wo Susanne an diesem Tag zwei Seminare abgehalten hat. Das erste Seminar bestand zum größten Teil aus Bachalor StudentInnen der Sozialen Arbeit.
Ich war sehr nervös als das Seminar begann, saßen doch auch einige Gesichter im Raum, die ich noch aus meiner Zeit an der FH kannte. Die Nervosität schwand aber ganz schnell, nachdem wir uns vorgestellt hatten und Susanne die erste Übung anleitete. Nach dieser Übung war ich das erste mal dran. „Spots in Movement“ vor einer „Horde“ SozialpädagogikstudentInnen. Aber alles ging gut.
Beim Anleiten habe ich gemerkt, dass man manchmal auch auf kleine Dinge achten sollte, die für die TeilnehmerInnen evtl. unangenehm sein könnten. In dieser Gruppe war es bespw. Das Alter.
Zurück im Seminarraum übernahm Susanne wieder die nächsten Übungen und die Doppelstunde neigte sich dem Ende. Ich war froh, hatte ich doch den ersten Schritt hinter mir. Jetzt musste nur noch der zweite Kurs „abgehandelt“ werden.
Im zweiten Seminar saßen viel weniger StudentInnen als im ersten. Das war für mich erst einmal beruhigend. Außerdem kannte ich zwei Studentinnen aus früheren gemeinsamen Seminaren. Ich war gespannt wie sie auf mich in der Rolle des „Dozenten“ reagieren würden. Auch in diesem Seminar ging es nach einer kurzen Vorstellungsrunde mit den Übungen los. Ich hatte mich dazu entschlossen, zunächst ein „Warmup-Kennenlernspiel“ zum wach werden anzuleiten. Beim anleiten selbst wurde mir klar, wie wichtig eine konkrete und verständliche Erklärung der Spielregeln ist. Ich habe zum Beispiel vergessen zu sagen, dass jede/r den Ball immer nur einmal bekommt, dass die Reihenfolge in welche der Ball geworfen wird immer die selbe ist und das der Ball, nachdem alle ihn hatten, zurück zu mir geworfen werden sollte.
Die Übung lief also nicht wie erwartet ab. Nach einem kurzen „Reset“ und der Ergänzung der Regeln startete ich die Runde noch mal neu und alles funktionierte wie geplant.
Die nächste Übung die ich anleitete hieß „2 wahr, 1 falsch“. Hierbei werden von den TeilnehmerInnen 2 wahre Aussagen und eine falsche Aussage über sich, auf ein Blatt Papier geschrieben und sich dieses auf den Rücken geklebt. Nun war es Aufgabe der Gruppe diese Aussagen zu lesen und zu bewerten welche falsch sein könnte.
Beide Übungen dienten zum kennen lernen der Gruppe. Die zweite Übung kann aber auch schon eingesetzt werden, um Vorurteile, Schubladendenken und Meinungen anhand des äußeren, zu thematisieren
Nach einigen weiteren Übungen, die Susanne anleitete ging auch dieses Seminar zu Ende und ich war froh das ich meine Sachen einigermaßen gut hinbekommen habe.
Auf die nächsten Seminare am 23.4.2010 habe ich mich die Woche vorher sehr gefreut. Ich war gespannt, wie die Gruppen auf meine weiteren Übungen reagieren würden. Außerdem freute ich mich auf eine spezielle Form der Begrüßungsrunde an diesem Tag. Susanne hatte nämlich ihre Schlumpfsammlung mitgebracht und jedeR TeilnehmerInn sollte anhand eines Schlumpfes erzählen wie es ihm/ihr an diesem Morgen so ging. Ich habe diese Form der Begrüßungsrunde als Teilnehmer schon gemocht und habe beobachtet das den jetzigen TeilnehmerInnen diese Form der Begrüßung auch sehr viel Spaß macht.
Im ersten Seminar, durfte ich das Spiel ohne Regeln anleiten. Die Durchführung lief wie erwartet, haben doch alle TeilnehmerInnen das gemacht, was ich gesagt habe. Obwohl ich vorher deutlich gesagt habe, dass wir jetzt das Spiel ohne Regeln spielen werden. Dieser Verlauf führte dann bei der anschließenden Reflektion zu einem großen „AHA-Effekt“.
Im zweiten Seminar mit der kleineren Gruppe, habe ich zunächst die Übung „Schritt für Schritt angeleitet. Hierbei werden Sätze vorgelesen und diejenigen die sich angesprochen fühlen, gehen für eine kurze Zeit schweigend in die Mitte. Nach der Reflektion der ersten Übung, habe ich mit dem „Schatztruhenspiel“ weitergemacht. Hierbei wird die Gruppe in zwei Kleingruppen getrennt. Die erste Gruppe verlässt den Raum, die zweite bleibt im Raum. Nun bekommen beide Gruppen unterschiedliche Aufgaben. Die Gruppe die im Raum geblieben ist bekommt einen Schatz (in unserem Falle ein leckeres Schokobonbon) in die Hände mit der Aufgabe diesen Schatz zu verteidigen und zu behalten. Die Gruppe die nach draußen gegangen ist, bekommt die Aufgabe an den Schatz zu gelangen. Beide Gruppen bekommen als Regel, dass keine Gewalt angewendet werden darf und als zweite Regel die sog. „Stoppregel“. Nun werden die Schatzjäger auf die Schatzwächter „losgelassen“.
Bei unseren Jägern passierte allerdings nicht viel. Sie versuchten durch Argumente an den Schatz zugelangen und durchs Kitzeln. Die WächterInnen blieben aber standhaft. Nach einiger Zeit blickten die JägerInnen frustriert und ratlos zu mir und ich beendete die Übung. In der Reflektion habe ich erzählt, dass diese Übung auch ganz anders ablaufen kann. Das nämlich die JägerInnen sehr körperlich auf die WächterInnen „prallen“ und das sehr stark gezogen, gezerrt gedrückt und geschubst wird um an den Schatz zu gelangen bzw. diesen zu verteidigen. Die TeilnehmerInnen blickten mich ungläubig an und agten, dass sie sich nicht vorstellen könnten, das sie selbst zu solchen Mitteln gegriffen hätten. Ich beschloss spontan, natürlich  nach Absprache mit Susanne, eine weitere Übung einzubauen um diese Aussagen zu testen und zu hinterfragen. Als Spontanübung schob ich das Elefantenspiel ein. Auch hier gab ich wieder verschiedene Aufgaben vor, nämlich zum einen a la „Elefant“ zusammen zu bleiben und zum anderen den Elefanten zu trennen. Als Regeln nannte ich wie zuvor die Stoppregel und das keine Gewalt angewendet werden darf. Dann ging es los: zunächst wurde zaghaft versucht durch kitzeln den Elefanten zu „sprengen“. Als das nichts nütze, wurden die JägerInnen immer offensiver und auch die Elefanten steigerten sich langsam aber sicher in einen „Zusammenhalt-Rausch“
Am ende des Spiels gab es neben einigen kleineren Blessuren , Blauen Flecken und Kratzern, viele erstaunte Gesichter. Und die Erkenntnis das auch SozialpädagogikstudentInnen ordentlich „körperlich“ zur Sache gehen können.
Am Ende des Seminars bekam ich noch ein Feedback der TeilnehmerInnen. Dieses Feedback fiel sehr positiv aus. Teilweise war es mir sogar schon unangenehm positiv, ich hätte auch mit Kritik umgehen können. Ich sagte mir dann aber, dass den Leuten meine Art doch wohl gefallen hat.
Zum Abschluss möchte ich sagen, dass ich allen TrainerInnen in Ausbildung dazu raten kann ein Huckepacktrainig zu machen. Für mich war der Rahmen an der FH super spannend. Ich konnte austesten wie ich bei TeilnehmerInnen ankomme, auf welche Dinge ich beim anleiten von Übungen achten muss und vor allem habe ich auch eine weitere Bestätigung bekommen, dass die Ausbildung zum Deeskalationstrainer Gewalt/Rassismus genau das ist, was ich machen will.
Ausbildungsgruppe Dorsten/ Villigst Manuel Hestermann

Bericht Huckepacktraining Klasse 1a und Klasse 1b der Augusta Schule in Dorsten

Glückauf!

Am 5. Mai 2010 nahm ich am Huckepacktraining von Keith in der Augustaschule in Dorsten  teil. Die Gründe meiner Entscheidung waren die beiden folgenden. In erster Linie hat mich die Zielgruppe interessiert (1.Klasse)  da ich in meinem normalen pädagogischen Alltag eher mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeite. Zweitens wollte ich als skeptischer Denker mich davon überzeugen, ob es denn wirklich für mich interessant, notwendig und erkenntnisreich sei an einem Huckepacktraining teilzunehmen.
Die Vorbereitung:
Da Keith gerne emails schickt bekam ich recht früh den Ablaufplan der beiden Klassen. Sehr hilfreich für meine Vorbereitung war, dass von den vorherigen Terminen auch die Übungen der Einheiten aufgezählt und erklärt waren. Das half mir einen Gesamtüberblick zu bekommen und ich durfte mir jeweils 2 Übungen aussuchen, die ich in den Klassen jeweils durchführen sollte. Durch die kurzen prägnanten Erklärungen der Übungen hatte ich weniger Schwierigkeiten mich zu Recht finden. Zusätzlich hatte ich jederzeit das Angebot bei Fragen Keith zu kontaktieren. Eine Antwort kam dann auch unverzüglich zurück, so dass ich schon in der Vorbereitung ein gutes Gefühl hatte gut begleitet zu werden.
Der Übungstag oder wie ich lernte mit 1.Klässlern umzugehen:
Ich traf mich mit Keith um 7.45h vor der Schule und ich bekam ein kurzes „briefing“ was mich gleich erwartet. Kann auch hier wieder die Lobeshymnen schwingen, dass ich auch dieser Stelle „gut abgeholt“ wurde.
Klasse 1b waren die ersten im Bunde. Eine ganze Doppelstunde also 90 Minuten. Eine leichte Nervosität verspürte ich, schließlich kannte ich die Klasse ja nicht. Ich schreibe schon mal vorweg, dass ich in dieser Klasse nicht dazu kam meine ausgewählten Übungen durchführen zu können. Während der Übungen achtete Keith doch sehr feinfühlig auf die Gruppendynamik der Klasse und modifizierte seinen Ablauf, da einige Übungen für die Kinder gut und dadurch und auch länger dauerten.  Und dann war es auch schon vorbei in der Klasse.
Nächste Klasse. Ich dachte mir, dass war dort so angenehm das wird dann HOFFENLTLICH in der nächsten auch. Hier kam ich dazu meine Übung „Täter zum stoppen bringen“ durchzuführen. Ich hatte die Übung in anderen Settings durchgeführt, mit Grundschülern und besonders mit dieser  Klasse war es nur eine ganz neue positive Erfahrung. Ich habe die Übung ein wenig zu langatmig durchgeführt und mich  währenddessen entschieden  die Übung zu modifizieren und war schlussendlich damit auch zufrieden.
Die Reflexion
Im Anschluss hat sich Keith noch locker 45 Minuten Zeit genommen. In der Reflexion bin ich sehr wertschätzend behandelt worden. Letztlich war das einzige Manko meine zu langatmige Durchführung.
Fazit
Besonders für die Skeptiker, die sich nicht sicher sind und sich fragen, ob es Sinn macht an  einem Huckepacktraining teilzunehmen, kann ich nur die Empfehlung aussprechen über ihren Schatten zu springen, um ihre Erfahrungen zu sammeln. Für mich als Skeptiker war auf jeden Fall nicht das letzte Huckepacktraining. Das Einzige was nervt ist anschließend einen Bericht darüber zu schreiben.
Glückauf!
Regionalgruppe Dorsten/ Villigst Christian


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