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GAV-Ausbildung zur/zum Deeskalationstrainer/in Gewalt und Rassismus Jahrgang 2008 am Standort Gütersloh
Aufgabe der Gewalt Akademie Villigst ist es, sich mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu verständigen, um möglichst mit allen Sinnen zu begreifen, zu erfahren und zu verstehen, was Sinn macht, Wert hat, als Regel taugt und deshalb für alle gelten soll und kann.
Dabei geht es darum, Methodenrepertoires, Thematisierungswege und konstruktive Konfliktlösungen zu entwickeln, zu erproben und zu realisieren, damit Kinder, Jugendliche und Erwachsene selber herausfinden können, was gut oder schlecht für sie ist und damit sie auf Gewalt und Rassismus als scheinbare Lösungsmittel nicht zurückgreifen müssen.
Ziel ist es, im Respekt vor dem Gewaltmonopol des Staates Wege der aktiven Gewaltlosigkeit zu entwickeln, zu beschreiten und zu verstetigen, auf jede Rechtfertigung von Gewalt und Rassismus zu verzichten und den Transfer in die Alltagswelt zu realisieren.
Die Mitglieder und Trainer/innen der Gewalt Akademie Villigst haben sich dazu verpflichtet, aktive Gewaltlosigkeit als handlungsleitendes Prinzip in ihrem eigenen Alltag und in ihrer beruflichen Praxis andauernd zu reflektieren und zu praktizieren.
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Die Gewalt Akademie Villigst führt am Standort Gütersloh seit 1998 einjährige, berufsbegleitende Ausbildungsgänge für Deeskalationstrainer/innen durch. Angesichts der steigenden Nachfrage nach qualifizierten Trainer/innen bieten wir auch im Jahr 2008 unsere Ausbildung zur/zum Deeskalationstrainer/in Gewalt und Rassismus an.
Start: Die Ausbildung startet mit einem ”Dinner für Trainer/innen” am 07.12.2007 in Schwerte (Haus Villigst). Eine Einladung zu diesem Dinner erhalten diejenigen, die sich schriftlich für die Ausbildung beworben haben und die den unten aufgeführten Erwartungen entsprechen.
Die formlose Bewerbung sollte folgende Daten enthalten: Name, Kontaktadresse, Email-Adresse, der Grund Ihrer Bewerbung, Alter, Ausbildung und beruflicher Hintergrund. Diese Bewerbung gilt noch nicht als verbindlich.
Erwartungen: Wir erwarten von den Teilnehmer/innen eine engagierte, mindestens vierjährige berufliche oder berufsadäquate Praxis mit Erfahrungen in der Vermittlung von Menschenrechtsthemen. Bewerbungen von AktivistInnen der Eltern-AG-Arbeit sehen wir zur Weiterentwicklung unseres kreisweiten Netzwerkes gern entgegen.
Wir bieten eine erfahrungs- und praxisorientierte, ausbaufähige Ausbildung mit langfristiger Perspektive, solide Praxiserfahrungen mit kollegialen Reibungsprozessen und ein an den Fähigkeiten und Eigenarten der Teilnehmer/innen orientiertes Ausbildungsprogramm mit folgenden Schwerpunkten:
- Erarbeitung von Grundwissen und Einschätzung eigener pädagogischer „Reichweiten“
- Ausbildungs-, Übungs- und Trainingsphasen mit mind. 8 eintägigen Ausbildungsgruppentreffen (und autodidaktisch orientierten Lernprozessen in Regie der jeweiligen Gruppe)
- Beratung und Reflexion zur Entwicklung eines eigenen, soliden Methoden- und Praxisrepertoires und zur Erprobung und Realisierung eines eigenen, authentischen Trainingsprogramms.
- Freiräume für Autodidakten und kollegiale Beratung zur Entwicklung einer eigenen (konfrontativer Kritik standhaltenden) Trainingskonzeption und -praxis.
- Beratung und Begleitung auf dem Weg in die eigene Trainingsarbeit.
- Vermittlung von Projekt- und Seminarpartner/innen aus den Bereichen Schule, präventiver Polizei- und Justizarbeit, Jugendhilfe und Bildungsarbeit.
Kosten und Zeitaufwand: Für die Ausbildung sind insgesamt erfahrungsgemäß bis zu 1000,-€ an Kosten für Seminare, Fahrtkosten, Unterkunft und Verpflegung zu kalkulieren (Fahrtkosten fallen naturgemäß je nach Länge der Anfahrtswege sehr unterschiedlich aus). Die Aufnahmegebühr von € 400,- wird fällig nach dem ersten Treffen aller Interessierten und der eigenen Entscheidung für diese Ausbildung. In diesem Betrag sind die Kosten für Ausbildungs- und Tagungsunterlagen, Ausbildungsgruppentreffen, Beratung durch Moderator/innen der Gewalt Akademie, Kopien und Rundschreiben enthalten. Als Ausbildungszeit sollte ein Budget von mind. 18 (zentralen/regionalen) Seminar-, Klausur- und Literaturtagen kalkuliert werden; darin enthalten sind die in der Regel monatlich stattfindenden Ausbildungsgruppentreffen.
Die Ausbildung schließt ab mit einer eigenen reflektierten Konzeption, einem kollegial begleiteten ”Muster-Training” und einem entsprechenden Zertifikat mit einer Referenz der Gewalt Akademie Villigst und des Amtes für Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen im Rahmen eines Dinners für Trainer/innen im Dezember 2008.
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Struktur der Ausbildung
- Dinner für Trainer/innen: Einführung in das Ausbildungsvorhaben und Informationen
- Ausbildungs-, Übungs- und Trainingsphase mit mindestens acht eintägigen regionalen Gruppentreffen (und autodidaktisch orientierten Lernprozessen in Regie der jeweiligen Ausbildungsgruppe)
- Eigene Studientage, kollegiale Beratung, Entwicklung und Reflexion einer eigenen Trainingskonzeption
- Entwicklung und Realisierung eigener Deeskalationstrainings zu den Themenfeldern Gewalt, Rassismus, konstruktive Konfliktbearbeitung
- Teilnahme an vier (zweitägigen) Lehrtrainings (verpflichtend / vier
Bescheinigungen): - einem öffentlichen Deeskalationstraining der Gewalt Akademie in Haus Villigst - einem weiteren öffentlichen Training mit Lehrtrainer/innen der Gewalt Akademie Villigst - zwei weiteren themenbezogenen Trainings bei jeweils unterschiedlichen Partner-Trainingsinitiativen der Gewalt Akademie Villigst zur Horizonterweiterung
- Entwicklung und schriftliche Fixierung einer eigenen mindestens zweitägigen Trainingskonzeption in den Themenfeldern Gewalt, Rassismus, konstruktive Konfliktbearbeitung
- Realisierung eines eigenen ca. zweitägigen Trainings mit dokumentierter kollegialer Begleitung, Reflexion und Auswertung durch zwei Mentor/innen der Gewalt Akademie Villigst. Darüber hinaus geben wir die Empfehlung: Teilnahme als (aktive/r) Mentor/in an zwei Trainings anderer Ausbildungsteilnehmender, Moderator/innen oder Lehrtrainer/innen (Huckepackverfahren).
- Dinner für Trainer/innen
Reflexion der Ausbildung, Zertifizierung und Einführung der neuen Teilnehmer/innen in das nächste Ausbildungsvorhaben (s.o.)
- Entwicklung und schriftliche Fixierung der eigenen Vorstellung (Selbstdarstellung) im Verzeichnis und auf der Homepage der Trainer/innen der Gewalt Akademie Villigst (optional): www.gewaltakademie.de.
Anmerkung:
- Mentor/innen sind Teilnehmende (TN) der Ausbildung, die das Training eines/r anderen TN kollegial, konstruktiv und kritisch begleiten
- Moderator/innen sind Mitglieder eines regionalen Ausbildungsteams und begleiten ständig eine regionale Ausbildungsgruppe
- Lehrtrainer/innen sind von der Gewalt Akademie Villigst zertifiziert und beauftragt, regionale Ausbildungsgruppen der Gewalt Akademie Villigst zu entwickeln, zu organisieren und auszubilden.
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Mehr Informationen bei:
Gewalt Akademie Villigst c/o Kreisgruppe Gütersloh Ansprechpartner/innen: Carl-Wilhelm Borgstedt Kommissariat Vorbeugung Tel.: 05241 / 8691870 Email: Carl-Wilhelm.Borgstedt@polizei.nrw.de
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