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Gudrun Wielsch

E-mail:gudrun.wielsch@web.de

 

 

 

 

Zur Person

  • Diplom-Sozialarbeiterin der Abteilung Jugend, Familie und Sozialer Dienst des Kreises Gütersloh mit den Arbeitsschwerpunkten Jugendgerichtshilfe und Gewaltprävention.
  • Gründungs- und Vorstandsmitglied des Vereins Kriminalprävention im Kreis Gütersloh e.V. (KiK).

Gewalt ist in unserer Gesellschaft ein deutlich negativer Begriff, zu dem jedoch keine allgemein konsensfähige Definition vorhanden scheint. Gefahren resultieren auch aus dem nahezu inflationären Gebrauch des Wortes: Fehlende Klarheit führt zur Tatenlosigkeit, fehlender Konsens zu gegenseitiger Schuldzuweisungen, die eine Bearbeitung der zugrunde liegenden Problematiken nahezu unmöglich macht.
Eigene persönliche/berufliche Erfahrungen weisen auf einen hohen Bedarf zur Verhinderung/Verminderung von Gewalt und deren Ausbreitung hin. Daher versuche ich, vorzugsweise in Kooperation mit Carl-Wilhelm Borgstedt, mit einem Trainingsprogramm Akzente gegen die Gewalt bei Einzelnen und innerhalb von Organisationen zu setzen.

Folgende Ziele / Leitsätze sind dabei für uns wichtig:

Der Geist ist nicht immer willig.

Menschen sind nicht nur vernunft-, sondern auch triebgesteuert. Daher können sie zeitweise von irrationalen Gefühlen vereinnahmt werden. Erziehung muss auf daraus resultierendes Verhalten auch mit Grenzen und Sanktionen antworten, um das Schlimmste zu verhindern, das kann aber nur tragfähig sein auf der Basis nachvollziehbarer Begründungen. Der Mensch muss lernen, seinen Gefühlshaushalt selbständig zu gestalten und zu lenken.

Vernunft ist nicht immer vernünftig.

Konstruktive Problemlösung erfordert die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten. Denken allein aber motiviert zu wenig, es verleiht weder Kraft noch Ausdauer. Der Mensch braucht Emotionalität als Balance zur Vernunft.


Vorbilder sind nicht immer die besten.

Medien verbreiten Brutalität, Zerstörung und Unmensch -schnell und intensiv. Es ist eigentlich undenkbar, dass sich prosoziales, moralisches Verhalten im Kontext moderner Massenmedien störungsfrei entwickeln Der Mensch benötigt authentische zwischenmenschliche Erfahrungen.


Moral lohnt sich nicht immer.

Unsere Gesellschaft entledigt sich ihrer Traditionen immer mehr, ohne tragfähige Orientierungen an deren Stelle zu setzen. Viele Menschen können in ihrem Leben kaum mehr einen Sinn erkennen. Was bleibt, ist die Freude am Konsum, der aber wenig authentisch ist, sondern von der Freizeitindustrie zur möglichst schnellen Befriedigung hervorgerufen wurde.

"Ich kann einen anderen Menschen nicht direkt etwas lehren; ich kann ihm nur helfen, zu lernen" (Carl R. Rogers).

Inhalte unseres Trainings:

Übungen im Umgang mit (auch eigenen) aggressiven Gefühlen (Selbsterfahrung), z.B. durch Entdecken und Bearbeitung gewalthaltiger Anteile des Einzelnen / der Umwelt, Entwicklung einer tragfähigen Position zur Gewalt und Sensibilisierung für sich und andere.

Übungen zur konstruktiven Bewältigung akuter Provokationen und Angriffe (Selbstbehauptung), z.B. durch Einsatz von Techniken der verbalen / nonverbalen Kommunikation, der Stressbewältigung sowie des gewaltfreien Widerstandes gegen unangemessenes Streitverhalten.

Übungen zur Optimierung konstruktiver Konfliktlösung (Selbstverwirklichung), z.B. zur Darstellung und Verhandlung eigener Standpunkte und Wünsche, zu aktivem / aktivierendem Problemlösungsverhalten und zum Ausprobieren / Festigen von Deeskalationsfertigkeiten.

Zielgruppen: Alle aktiven und interessierten Menschen

Materialien: Bringen wir regelmäßig selbst mit

Kosten: Richten sich nach Umfang / Dauer des Seminars und sind verhandelbar.


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