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Zur Startseite der Gewalt Akademie Villigst Amt für Jugendarbeit - Evangelische Kirche Westfalen

Gender Mainstreaming
als Querschnittsaufgabe der Gewalt Akademie Villigst

Durch gesellschaftliche Erwartungen und Zuschreibungen, die von biologischen Geschlechtsmerkmalen abgeleitet werden, entsteht eine Ungleichwertigkeit von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern.

Unsere Arbeit mit Mädchen und Frauen, Jungen und Männern hat zum Ziel, diese Ungleichwertigkeit aufzuheben und Gleichberechtigung zu erreichen. Selbstbestimmung als Ziel beinhaltet dann, persönliche Fähigkeiten, Vorstellungen und Wünsche verwirklichen zu können, unabhängig von traditionellen Geschlechterrollen.

Auf der Basis der Dimension dieser ”sozialen Geschlechtszugehörigkeit” (gender) gibt es in neben koedukativen Arbeitsformen - pädagogische Angebote ausschließlich für Mädchen, Jungen, Frauen, Männer. Diese geschlechtsspezifische Arbeit ist eine Querschnittsaufgabe. Voraussetzung für diese Arbeit ist die Reflexionsbereitschaft aller Mitarbeiter/innen in Bezug auf ihre weibliche bzw. männliche Identität, auch bezogen auf ihre Berufsrollen.

Arbeit mit Mädchen und Frauen

Es geht es darum, Mädchen und Frauen Frei- und Erlebnis-Räume und Anregungen auf ihrem Weg der individuellen Entwicklung und Selbstfindung zu geben. Zielsetzung ist es, die ”soziale Konstruktion” von Weiblichkeit durchschaubar zu machen. Ziel ist es auch, dass Mädchen und Frauen aktiv ihr individuelles Leben, Gesellschaft und Politik gestalten.

In der Praxis der Gewalt Akademie Villigst treffen Mädchen und Frauen auf vielfältige Angebote. So gibt es Frauen- und Mädchengruppen, Frauen- und Mädchentreffs, Mädchenfreizeiten, Mädchenaktionstage, Internetarbeit für Frauen und Mädchen, Mädchentheatergruppen und Frauen- und Mädchenbildungsseminare und -trainings.

Arbeit mit Jungen und Männern

Ausgangspunkt ist ein neuer und gezielter Blick auf Jungen und Männern, auf ihre Bedürfnisse, Stärken, Interessen, Schwächen, Fähigkeiten und Probleme. Ziel ist es, ihre Identitätsbildung und damit ihre Entwicklung zu gefühlsorientierten, empathischen, sozialverantwortlichen und selbstreflexiven Persönlichkeiten zu fördern. Jungen und Männer sind der Ausgangspunkt von pädagogischen, prozessualen und strukturellen Überlegungen. Sie werden dabei in ihrer Geschlechtsrolle wahrgenommen.

Arbeit mit Jungen und Männern ist für die Entwicklung eines partnerschaftlichen Geschlechterverhältnisses notwendig. Voraussetzung ist die Reflexionsbereitschaft der Mitarbeiter in Bezug auf ihre männliche Identität, vor allem auch bezogen auf ihre Berufsrolle und Trainertätigkeit.

Gender-Selbstverpflichtung

Das Ziel, Gerechtigkeit für Frauen und Männer als Querschnittsaufgabe in der Gewalt Akademie Villigst zu verankern, wird durch die konsequente Verwirklichung des Konzepts des Gender-Mainstreaming erreicht.

Auch wenn sich die sozialen Rollen von Frauen und Männern gegenseitig bedingen, sind heute noch besondere Maßnahmen zum Abbau von Benachteiligungen notwendig.

Im Rahmen der Gewalt Akademie Villigst muss daher jede Maßnahme, jedes Projekt, jede Veröffentlichung usw. schon während des Entstehungsprozesses den Aspekt der Geschlechtergerechtigkeit berücksichtigen und evaluiert werden.


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