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Gesucht: Friedensstifter & Friedensstifterinnen Ausbildung von Friedenstifter/innen im Evangelischen Jugendzentrum Kettwig „Auf der Höhe“ Ein Filmbeitrag zum Jugendpolitischen Forum 2008
Alle Jugendlichen haben schon davon gehört, manche haben selber die Erfahrung gemacht und erlebt, wie es ist, beleidigt, geschlagen oder getreten, erniedrigt, gedemütigt, misshandelt, ausgeschlossen, fertig gemacht, alleine gelassen, geschädigt oder verletzt zu werden.
Wer Frieden stiften möchte, sich vor Gewalt schützen will, wer Gewalt vermeiden, verhindern, oder sogar deeskalieren (abbauen) will, muss genau wissen, worum es sich handelt, wo Ursachen zu suchen und zu finden sind, welche Wirkungen und Spuren Gewalt hinterlässt und woran man Gewalt, auch versteckte, heimliche Alltagsgewalt, erkennen kann. Gewalt muss als Gewalt erst einmal erkannt werden, um deeskaliert werden zu können.
 Im Sommer fand im Evangelischen Jugendzentrum Kettwig „Auf der Höhe“ eine Friedensstifter/innen-Ausbildung für Jugendliche statt. Geleitet wurde die Ausbildung von Maj-Leena Posselt (Gewalt-Deeskalationstrainerin). Es nahmen 25 engagierte Jugendliche teil.
Inhalte der Friedensstifter/innen-Ausbildung:
- Stärkung des „Wir“-Gefühls, Vertrauensentwicklung,
- Verantwortungsbewusstsein fördern,
- Erkennen und Benennen von Konflikten, Bedrohungs- und Gewaltsituationen,
- Impulse und spielerische Übungen zur Thematisierung von Gewalt, Konstruktive Konfliktbearbeitung,
- Training zum Handeln in Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen,
- Frieden leben und stiften.

Die Ausbildung endete mit der Auszeichnung und der Verleihung des Friedensstifter/innen – Passes der weltweiten, ökumenischen Dekade zur Überwindung von Gewalt.
Gemeinsam erarbeitete Gewaltdefinition:
Gewalt schmerzt, verletzt, tut weh, schädigt, schüchtert ein, erniedrigt.
Was brauchen Kinder und Jugendliche am allernotwendigsten, um nicht gewalttätig zu werden:
- Freunde, Familie, Musik, Ansprechpartner/in, Arbeit, Glaube,
- Verständnis, Anerkennung, Perspektiven, Vorbilder,
- Durchsetzungsvermögen, Hobbies, jemanden zum reden, Zuneigung, Erfolg, Liebe, Geborgenheit, Vertrauen und vertraute Partner/innen,
- Zusammengehörigkeit, soziale Wärme, Selbstwertgefühl,
- Teilhabe an erkennbaren Strukturen, Zukunftschancen, überprüfbare Orientierungen und Werten, attraktive Erlebnisfelder (Körperlichkeit) und Streitkulturen, Raum – Zeit – Atmosphäre ...
Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit ich jemandem vertraue:
- Nett, verantwortungsbewusst, ehrlich, verschwiegen,
- Zuneigung, Verständnis, glaubhaft, sympathisch sein.
(Bericht der Friedensstifter/innengruppe Kettwig)
Download: Ausbildung von Friedenstiftern.pdf
Das Video zum Projekt:
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