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ENCOUNTER - BATAKAS
Encounter – bats / Schaumstoffschläger

Nicht der Kampf ist das Problem – sondern die Verletzung und die Schädigung (Shirin Pargas)

Zur Begriffsklärung:

Encounter bedeutet: Gruppentraining zur Steigerung der Empfindungsfähigkeit
Bat bedeutet: der Schläger, ursprünglich von Bataille frz. Schlacht, Kampf
Bataka: Das Wort Bataka kommt aus dem Hindi und bedeutet Kartoffel, diese steht aber in keinem logischen Zusammenhang zu den Encounter - bats.
Der Begriff Batakas für die Schaumstoffschläger hatte sich eher zufällig (ca. 1985 in der Gewaltdeeskalationsszene) entwickelt, weil einmal ein Holländer, der auch Hindi sprach, an einem Deeskalations - Training teilgenommen hatte und die Bats liebevoll Batakas nannte und alle das lustig fanden. Seitdem werden die Encounter – bats oft auch gerne Batakas genannt).

In erster Linie wurden ENCOUNTER - BATAKAS (oder Encounter-bats) für den fairen Kampf zwischen Menschen entwickelt. Heute werden die ENCOUNTER aber auch zunehmend zur Aggressionsbearbeitung und -entladung im pädagogisch-psychologischen Feld eingesetzt.

Ursprünglich in der Paar-, Familien- und Körperarbeit von Therapeuten entwickelt, erweisen sich Encounter zunehmend auch für die Einsätze in pädagogischen Arbeitsfeldern und im Privatleben als geeignet.

Für Kinder, Eltern, Partner, Pädagogen, Therapeuten und Gewaltdeeskalationstrainer/innen ist der Umgang mit fairen Auseinandersetzungen eine elementar wichtige Erfahrung. Selbstwahrnehmung, Körpersprache und Nähe zum anderen sind durch Encounter - Übungen sofort spür- und erlebbar. Pädagogisches Ziel dabei ist es, Konflikte als Herausforderung anzunehmen und fair auszutragen. Gleichzeitig gilt es auch Risiken abzuwägen, Regeln zu kennen und diese innerhalb der Gruppe zu entwickeln.

Bitte beachten Sie, dass Schläge auf harte Gegenstände die Encounter-Batakas beschädigen können. Insbesondere sollten Sie vermei¬den, auf Tisch- oder Stuhlkanten zu schlagen.

Regeln für den fairen Kampf

  • Kämpfe werden fair, wenn die stärkere Person ein Handikap erhält. Z. B. müssen Rechtshänder die linke Hand benutzen. Die schwächere Person kann beidhändig schlagen. Weiterhin könnte eine Person auf einem Bein stehen usw.
  • Zum Schutz der Finger sollten die Personen mit der freien Hand ein Tuch fest halten oder z. B. die freie Hand in die Hosentasche stecken.
  • Für die Fixierung der Kampfentfernung können beide Personen jeweils ein Ende eines Handtuches o.ä. halten.
  • Während des Kampfes sollten Sie keine scharfkantigen Gegenstände oder Schmuck tragen (Ringe, Broschen, Uhren, Ohrringe etc.).
  • Schläge auf den Kopf und in die Genitalien (Tabuzonen) sind nicht erlaubt. In besonderen Situationen kann es notwendig sein, den Kampf auch nach anderen Regeln zu führen. Dann muss ein verbindliches Stop - Signal vereinbart werden, sodass der Kampf jederzeit abgebrochen werden kann. Achten Sie darauf, dass ausreichend Platz für den Kampf vorhanden ist und verletzende Gegenstände vorher entfernt werden (herumstehende Stühle, Blumenständer usw.)
  • Besonders für Kinder und Erwachsene ist wichtig, dass Kämpfe nur mit Zustimmung des Gegners erlaubt sind. Schlagen mit den weichen ENCOUNTER - BATAKAS ist o.k. -  aber mit härteren Gegenstän¬den ist nicht o.k.

Nicht der Kampf unter Kindern und Jugendlichen ist das Problem, sondern wenn sie die Grenzen zur Verletzung, Beschädigung und Gewalt nicht mehr erkennen, benennen oder respektieren können.

Die Encounter - Batakas sind ab sofort, so lange der Vorrat reicht für 80,-€ das Paar in der Gewalt Akademie Villigst zu erhalten.
Hilfestellungen, weitere Literatur und Hinweise finden Sie in der

Edition Zebra: http://www.sos-rassismus-nrw.de/html/edition_zebra.html


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