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Gewalt Akademie Villigst
Deeskalationsteam: Münster/Osnabrück Trainings zur Deeskalation von Gewalt und Rassismus
Ansprechpartner/innen:
Josef Budde Michael Geringhoff Nicole Gerlach Marco Hannak Marion Henkensiefken Claudia Hüttemann Ute Pier Ralf Rooseboom Rainer Uthmann Michael Walter Beate Wittenbrink
für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sowie Multiplikator/innen (Lehrer/innen, Erzieher/innen, Pädagog/innen, Jugendgruppenleiter/innen etc.), Interessierte und Betroffene
Es ist nicht die Gewalt, die den Konflikt auslöst... Es sind die Konflikte, die Gewalt auslösen!
Wer Gewalt vermeiden, verhindern oder sogar deeskalieren will, muss genau wissen, worum es sich handelt, wo Ursachen zu finden sind, welche Wirkungen und Spuren Gewalt hinterlässt und wie man Gewalt, auch versteckte, heimliche Alltagsgewalt, aufdecken kann.
Gewalt muss als Gewalt erst einmal erkannt werden, um deeskaliert werden zu können.
Viele Experten erklären, dass Gewalttäter vor ihrer Tat selber Gewalt erlitten haben und diese Erniedrigung nicht verarbeiten konnten. Sie sagen: „Die Lust auf Gewalt ist oft der hilflose Versuch, eigene Ohnmacht und Gewalterfahrungen zu überwinden.“
Allein von daher ist es unsere Absicht, Kinder, Jugendliche und Erwachsene durch unser Deeskalationstraining so zu stärken, dass sie nicht auf Gewalt als „letztes Mittel“ zurückgreifen brauchen und diese sogar bei sich und anderen vermeiden können.
Rassismus spielt schon deshalb eine wichtige Rolle in den Deeskalationstrainings, da Rassismus andere Menschen abwertet und deren Gleichwertigkeit und Würde leugnet. Rassismus versucht Gewalt zu rechtfertigen und konstruiert dabei abwertende Merkmale und Eigenschaften, um Menschen scheinbar legitimiert schädigen und verletzen zu können.
Unsere Trainings sind als handlungsorientierte Seminarprogramme konzipiert. Im Mittelpunkt steht der Wechsel von Theoriereflexion und praktischen Trainingssequenzen. Dabei geht es zum einen um das Kennen lernen und Ausprobieren von konkreten Verhaltensmöglichkeiten in Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen, zum anderen um den Aufbau von reflektierten Positionen der Teilnehmenden zur offensiven, möglichst gewaltlosen Auseinandersetzung in ebensolchen Situationen; Ziel ist eine konstruktive Konfliktlösung.
Angebotene Trainings
Wesentliche Bausteine des Seminars sind:
Selbstwertgefühl
- sich selbst und das Gegenüber wahrnehmen
- den eigenen Wert als Mensch und den anderer begreifen
- eigene Stärken und die der anderen erkennen und respektieren
- Förderung von Akzeptanz; Respekt und Zivilcourage
Kommunikation
- Entwicklung eines konstruktiven Konfliktverständnisses
- Dialogbereitschaft fördern: Auseinandersetzung / Akzeptanz mit und von anderen Sichtweisen
- Bestimmen und Untersuchen von Konflikttypen
- Wünsche und Gefühle ausdrücken
- verbale / nonverbale Kommunikation erproben und erleben
Kooperation
- gemeinsame Arbeit und Aktion erleben
- Kooperation und Konkurrenz erfahren und aushalten
- respektvolle Interaktion zwischen den Geschlechtern erproben
Gewalt und Rassismus
- Gewalt und Rassismus erkennen und beim Namen nennen lernen
- Die eigene Position zu Gewalt und Rassismus und die eigene Gewaltakzeptanz überprüfen und klären
- Verhaltens- und Handlungstraining in Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen
- Erprobung gewaltfreier Selbstbehauptung
Methoden:
Neben eher kurzen theoretischen bzw. kognitiven Seminarsequenzen, ist die Methodik handlungsorientiert, die Inhalte sollen erlebt, ausprobiert und dadurch erfahrbar werden. Dazu werden u.a. spielerische Elemente, praxiserprobte Rollenspiele, theater-, erlebnis- und abenteuerpädagogische Methoden, Plenum- und Kleingruppenarbeit mit anschließenden Reflexions- und Transferphasen für den Alltag genutzt.
Der Einsatz der Methoden und Bausteine richtet sich nach dem zeitlichen Umfang des Seminars und den Erfahrungen und Wünschen der Seminarteilnehmer.
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