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Bericht des Ausbildungsgruppentreffen der ABG-Dorsten/Villigst vom 10.07.2010

In Dorsten treffen sich im Rottmannshof 16 Frauen und Männer und lernen zusammen etwas über Konflikte und Konfliktbewältigung.
Der Rottmannshof ist ein Kinder-und Jugendhaus.
Die Frauen und Männer machen zusammen eine Ausbildung und treffen sich in Dorsten und darum nennen sie sich: (Regionale) Ausbildungsgruppe Dorsten.
Sie haben sich schon oft hier getroffen und neue Dinge gelernt und zusammen gespielt.
Jedes Mal sind noch andere Menschen dabei, wenn sich die Ausbildungsgruppe Dorsten im Rottmannshof trifft. Die anderen Menschen helfen den Frauen und Männern aus der Ausbildungsgruppe Dorsten beim Lernen.
Es sind noch weitere Menschen bei den Treffen dabei, die der Ausbildungsgruppe etwas beibringen. Diese Menschen nennen sich Moderatoren. Ein Moderator ist so ähnlich wie ein Lehrer in der Schule.
Heute sind Susanne Wegener-Tieben, Alexandra Paul, Theresa Haep und  Marijke Bolte die Moderatoren.

Zuerst machen alle zusammen ein Spiel, damit alle erst einmal Spaß zusammen haben. Die Spiele heißen WUPs.
Das hört sich komisch an, heißt aber so!!!
Ein WUP hat immer schon etwas mit dem zu tun, was die Moderatoren den Frauen und Männern der Ausbildungsgruppe noch beibringen wollen. Heute spielen alle zusammen: „Das kotzende Känguru (oder auch Toaster-Elefant-Mixer)“

Dann machen alle zusammen eine Übung, um etwas über die Theorie der konstruktiven Konfliktlösung zu lernen.
Die Moderatoren erzählen eine Geschichte von einem Apfel und drei Schwestern. Jede der drei Schwestern will den Apfel für sich selbst, aber es gibt nur einen Apfel. Es entsteht ein Streit, den man auch Konflikt nennt.
Aber dann finden die drei Schwestern eine ganz tolle Lösung. 
Die Schwestern haben jede individuelle Bedürfnisse und so bekommt jede genau das von dem Apfel, was sie gerade braucht. Jede Schwester braucht etwas anderes von dem Apfel, die eine die Kerne, die andere die Schale und die Dritte das Fruchtfleisch.
Das was die drei Schwestern mit dem Apfel gemacht haben, das nennt man  konstruktiven Konfliktlösung. Die Schwestern haben den Apfel ja nicht einfach geteilt, sondern haben miteinander geredet und so festgestellt was jede von ihnen von dem Apfel haben möchte.

Die konstruktive Konfliktlösung ist aber gar nicht so einfach!
Die Menschen brauchen dafür ganz wichtige Fähigkeiten. Die Fähigkeiten, die die Menschen noch nicht haben, können sie lernen. Die Fähigkeiten und die Fertigkeiten, die man lernen kann,  heißen Kompetenzen.
Kompetenzen sind z.B. Empathie, Kompromissbereitschaft, wertschätzender Umgang miteinander und noch ganz viel mehr!

Dann wird mit Bauklötzen gespielt. Es dürfen aber nur zwei Personen spielen und die anderen sollen zugucken.
Die beiden, die mit den Klötzen spielen dürfen,  machen ein ganz lustiges Spiel. Eine baut etwas aus den Klötzen und erzählt der anderen was sie baut. Die andere darf nicht gucken, sondern soll es nachbauen,  nur durch die Erklärung ihrer Mitspielerin.
Es kommt was Lustiges dabei raus und die beiden stellen fest, dass das gar nicht so einfach ist genau das gleiche zu bauen ohne es zu sehen und nur die Worte zu hören.
Alle zusammen versuchen jetzt heraus zu finden, warum das so schwer ist.
Die Ausbildungsgruppe findet zusammen heraus, dass die Art, wie wir sprechen und etwas erklären sehr wichtig ist.
Es gibt viele Arten zu sprechen. Man kann etwas mit der Stimme mitteilen, Worte gebrauchen, aber auch mit dem Körper sprechen und das nennt man dann Körpersprache.
Die Körpersprache ist nicht immer bewusst. Das heißt, dass Menschen ganz oft gar nicht merken, was sie durch ihren Körper, also ihre Körperhaltung, die Art ihrer Bewegung etc. anderen mitteilen.
Das hört sich jetzt komisch an, ist aber so!!!

Die Moderatoren machen dann mit den Frauen und Männern der Ausbildungsgruppe Dorsten eine Übung um das zu überprüfen.
Die Gruppe beobachtet eine Person aus der Gruppe und guckt, wie die Person so dasteht und sich bewegt. Alle zusammen stellen fest, dass wir ganz viel machen ohne es bewusst zu merken.
Das hört sich komisch an, ist aber so!!!

Die Menschen haben verschiedene Wahrnehmungskanäle, die sie unterschiedlich nutzen. Auch gibt es verschiedene Ebenen, mit denen Menschen etwas wahrnehmen. Die Menschen sind sich in Vielem sehr ähnlich, aber auch sehr unterschiedlich!!!
Es ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint! Die Welt ist so, wie wir sie uns erschaffen!
Menschen haben verschiedene Vorstellungen von der Welt. Keine dieser Vorstellungen stellt die Welt vollständig und akkurat dar. Menschen reagieren auf ihre Abbildung von der Realität, nicht auf die Realität selbst.
Das hört sich komisch an, ist aber so!!!

Es ist oft hilfreich und auch sinnvoll die Sichtweise zu ändern!


 Mindtransformers: Caro, Demal, Ferhat, Claudia


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