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Bericht vom Regionalgruppentreffen der ABG Dorsten am 12./13.06.2010

Am 12.06.2010 und am 13.06.2010 traf sich die Regionalgruppe Dorsten  im Rottmannshof. Die einzelnen Lerngruppen hatten die Aufgabe, jeweils zwei Stunden eigenständig zu gestalten und durchzuführen.
Am 12.6.10 begann die Lerngruppe SMAG von Sandra,  Monja, Annegret und Gert.
Sandra begann mit einer Übung zur Sensibilisierung von Rassismus. Sie las den TeilnehmerInnen verschiedene Aussagen vor und diese überlegten dann, ob sie   diesen zustimmen oder nicht. Durch diese Übung, sollten die TeilnehmerInnen noch einmal an ihre eigene Haltungen und Meinungen erinnert werden.
Als nächstes ermöglichte Monja uns einen Einblick in eine Ausländerbehörde. Hier hielt sich der „Beamte Klaus“, äußerst penibel an die Vorschriften seiner Behörde Ferhat, Christian, Suse und Meike scheiterten bei dem Versuch eine Aufenthaltserlaubnis zu erhalten kläglich. Dies hatte für die vier dramatische Folgen, was sich besonders durch die Heulattacken von Meike äußerte.

Die nächste Übung leitete Annegret an. Sie führte uns auf eine kulinarische Reise durch die ganze Welt. Bei der hitzigen Diskussionen um die Herkunft der einzelnen Lebensmittel, wurde besonders hart um die Herkunft des Döners und des Vodkas gestritten. Überraschender Weise, war der ach so typische russische Vodka, „Made in Germany“.
Gert schickte uns am Ende der Einheit, im Gedanken zu einem Schauplatz einer Gewalttat. Gert gab uns die Aufgabe unterschiedliche Körperhaltungen einzunehmen. Hierdurch wurden ganz unterschiedliche Gefühle erzeugt. Dadurch erlebten wir die Tat auch noch mal auf einer Gefühlsebene. Die Übung endete mit einem lauten Schrei, der bewirken sollte, dass wir die negativen Gefühle rausbrüllen. In der Reflektion sprachen wir dann darüber, wie die verschiedenen Körperhaltungen sich auf unsere Gefühlswelt ausgewirkt haben.

In der Mittagspause stärkten sich die TeilnehmerInnen mit super leckerer Linsensuppe und Hähnchenpfanne. Am Nachmittag war die Lerngruppe Haribo von Meike, Marc, Manuel und Lena an der Reihe.

Die vier nahmen die Gruppe mit auf eine Flugreise. Hier erlebten die Fluggäste wie es sich anfühlt, wenn man in zwei Klassen eingeteilt wird und eine der Gruppe eine bevorzugte Behandlung erfährt.                             
Nachdem die Fluggäste unter teils kritischem Blicken eingecheckt hatten und von den Flugbegleiterinnen Lena und Meike empfangen wurden und zu ihren Plätzen geleitet wurden, begann der Startvorgang. 
Wegen eines technischen Defektes am Flugzeug (der Techniker sprach von einer brennenden Turbine mit starker Rauchentwicklung), musste dieser allerdings ziemlich schnell unterbrochen werden. Die Gäste wurden von ihrem Reiseleiter Marc zurück in die Eingangshalle begleitet, wo sich die Fluggäste der ersten Klasse die Wartezeit mit Brezelknabberei verkürzen konnten. Die Gäste der Holzklasse hatten die Aufgabe an die Brezeln der ersten Klasse zu gelangen. Durch verschiedenste Techniken und Vorgehensweisen gelang dies der Holzklasse auch. Nachdem das Flugzeug repariert war, wurden die Fluggäste wieder auf ihre Plätze gebeten. Hierbei kam es allerdings zu einigen Zwischenfällen, da einige Gäste der zweiten Klasse sich die Plätze der Gäste der ersten Klassen aneignen wollten. Nach dem der Skymarschal Manuel für Ordnung sorgte, konnte das Flugzeug endlich starten. Nach einem kurzen Flug mit defektem TV aber tollem Ersatzprogramm durch die Flugbegleiterin Meike, landete das Flugzeug landete auf dem Privatflughafen des Barkenberger Hochkulturmuseums, in das die Fluggäste eingeladen waren. Zum Zeitpunkt des  Besuches befand sich die Wanderausstellung „Ausländerkriminalität“ im Museum, welche die Fluggäste zu angeregten Diskussionen bewegte. Nach diesem kulturellen Intermezzo ging es zurück zum Flieger, der die Gäste zurück zum Ausgangsflughafen brachte. Abschließend sollten einige der Mitgeflogenen Menschen von ihrer Reise berichten. Zum Glück waren die Berichte sehr positiv, nur die fundamental-feministische Islamistin hatte einige Kritikpunkte.

Am zweiten Tag begann die Gruppe Mindtransformers mit Claudia, Ferhat und Caro das Training für die übrigen TeilnehmerInnen zu gestalten. Nach dem sich alle die wollten an Brötchen und Kaffe gestärkt hatten, begann Ferhat mit seiner Übung. Bei dieser Übung hatten verschiedene TeilnehmerInnen die Aufgabe, sich das Überleben auf einem Floss zu sichern.
 Leider konnten auf diesem Floss dauerhaft nur drei Teilnehmer Platz finden. Sieben verschieden Charaktere wollten  sich aber jeweils das Überleben an Bord sichern. So kam es dazu, dass der Polizist nachdem er von seiner Waffe gebrauch machte mit in den Tod gerissen wurden. Am Ende überlebten nur der Kapitän und die beiden einzigen Frauen an Bord.
Als nächste lud Caro zu einer Talkrunde ein, in der sich ein junger Nazi, eine Sozialarbeiterin, eine jüdische Lehrerin, ein Politiker, ein arbeitsloser Jugendlicher und ein Medienvertreter, gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben sollten. Nach der unterhaltsamen Talkrunde erfreute uns Claudia mit einem Speed-Dating der besonderen Art. Jeder Teilnehmer erhielt eine Rolle die er die ganze Speed-Datingrunde behielt. Auf jedem Platz, fanden die Teilnehmer eine andere Aussage die sie mit ihrer Rolle vertreten mussten. So kam es unter anderem dazu, dass ein Sozialpädagogikstudent auf eine konservative türkische Mutter traf, die sich für ein Kopftuch-Verbot aussprach.
Nach der Speed-Datingrunde endete ein abwechslungsreicher Vormittag und die Gruppe begab sich zum Mittagessen. Hier warteten leckere Wraps mit allerlei leckeren Zutaten zum selber belegen, auf die Teilnehmer.

Nach einer erholsamen Mittagspause startete die Gruppe Chapter Oberhausen von Claudi, Suse, Klaus und Christian mit ihrem Programm.  Suse begann die Einheit, mit einem kurzem Wup um die Teilnehmer wieder auf Touren zu bringen.

Danach folgte eine Übung von Suse und Claudi bei der es um den Umgang mit rechtsextremen Äußerungen ging.
Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit  zu Überprüfen, wie sie reagieren wenn sie jemand mit rechtsextremen Äußerungen konfrontiert.
Nach dieser Übung folgte Klaus mit dem Quiz „Alle gleich – alle anders“. Hierbei galt es, einen Fragebogen zu beantworten. Dies erwies sich für meisten TeilnehmerInnen als gar nicht so leicht.
Christian erklärte in der darauf folgenden Übung alle Teilnehmer zu Gewinnern. Gewonnen wurde eine Reise zum deutschen Quartier bei der WM in Südafrika. Leider hatten die Gewinner kein Einzelzimmer zur Verfügung, sondern musste sich dieses mit drei weitern Person teilen. Aus einer Liste sollten sie auswählen, mit wem sie das Zimmer teilen möchten und wer lieber zu Hause bleiben solle. Nachdem jeder seine Wahl getroffen hatte, musste sich nun mit drei weitern Teilnehmern geeinigt werden wer mit ins Zimmer darf und wer nicht.
Zum Abschluss zeigte Klaus den TeilnehmerInnen, dass man ein Bild immer als ganzes betrachten sollte, bevor man ein Aussage tätigt.

Nach dieser Übung ging ein schönes und lehrreiches Wochenende zu Ende. Wieder einmal haben wir gemerkt, dass alle TeilnehmerInnen auf einem guten Weg sind, zu guten DeeskalationstrainerInnen zu werden. Wir wünschen allen weiterhin viel Erfolg auf diesem Weg. Und um es mal im Fußballerdeutsch zu sagen: Immer am Ball bleiben.


Lena
für die Gruppe Haribo


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