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„Viele Gedenkminuten können durch Denkminuten verhindert werden.“ (Hoimar v. Ditfurth)]
Zur Person
- geboren 1959, verheiratet, Vater von drei Kindern
- Pädagogischer Mitarbeiter der HeimVolkshochschule Hermannsburg
- Deeskalationstrainer im "Villigster Deeskalationsteam Gewalt und Rassismus".
Gewalt (be)trifft dich!
- Gewalt macht Angst – lässt sie dich wieder in Ruhe, oder verfolgt sie dich?
- Gewalt macht hilflos – wie geht es dir, wenn du wegsiehst?
- Gewalt tut weh – kannst du den Schmerz schlucken, ohne dass etwas kaputt geht?
- Gewalt treibt zur Rache – willst du einen Übergriff auf dir sitzen lassen, oder was wäre dein nächster Schritt?
- Gewalt zerstört Beziehungen – wie lässt es sich leben, wenn Misstrauen herrscht?
Gewalt ist nicht nur „dort hinten“
Gewalt kommt nicht erst in die Welt durch aggressive Jugendliche, randalierende Fußballfans oder rechte Cliquen – sie entwickelt sich inmitten der Gesellschaft und wird dort „gefüttert“.
Gewalt beginnt auch nicht erst mit einem Faustschlag, sondern
- erwächst aus Konflikten, die nicht konstruktiv bearbeitet werden
- zeigt sich bereits in einem verletzenden Verhalten, das Grenzen anderer nicht respektiert
- versteckt sich in Denkweisen, die Gewaltanwendung rechtfertigen
Deshalb ist die Auseinandersetzung mit eskalierenden Konfliktmustern, gewalthaltigen Übergriffen und verletzenden Ausgrenzungen im eigenen Alltag ein Thema für alle.
Stark werden, um der Gewalt zu widerstehen
Wer auf Gewalterfahrungen keine befreiende Antwort findet, läuft Gefahr, in der Wirkungslogik der Gewalt gefangen zu bleiben. Um der Sackgasse Gewalt nicht zu erliegen,
sind Kinder und Jugendliche genauso wie Erwachsene herausgefordert, einen eigenen aktiven Standpunkt zu entwickeln, der sie stärkt und handlungsfähig für alternative Lösungen macht.
Couragiertes Handeln in Konflikten muss trainiert werden
Wer der Gewalt widerstehen will, braucht „ein weiches Herz und einen harten Geist“ (Sophie Scholl).
Benötigt werden auch ganz praktische Erfahrungen:
- die bewusste Wahrnehmung von Konflikten, gerade auch deren emotionale Seite bei sich selbst
- die Auseinandersetzung darüber, welche Werte und Regeln im Umgang miteinander gelten sollen
- das Erproben von Handlungsalternativen, auch für eskalierte Situationen
Erfahrungen selber machen
Kinder und Jugendliche wollen selber ihre Erfahrungen machen. Belehrungen versagen. Der erhobene Zeigefinger bringt nichts. Kinder brauchen Erfahrungsräume, in denen sie mit ihrer Kraft, ihrer Wirksamkeit, ihren Gewaltimpulsen experimentieren dürfen. Und: Nicht jede wilde Rauferei hat mit Gewalt zu tun.
Die Trainingsangebote
Trainings zum verantwortungsvollen Umgang mit Gewalt [Stichwörter: Konfliktwahrnehmung, Umgang mit Diskriminierungen, Selbstbehauptung, Deeskalation, Zivilcourage]
Zielgruppen
- Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene sowie
- MultiplikatorInnen aus Schule, Jugend- und Sozialarbeit,
- Vereinen, Kirchen, Polizei, Erwachsenenbildung etc.
Ziele/Inhalte
- Gewalt erkennen und benennen - sensibel werden für die emotionale Bedeutung von Gewalterfahrungen
- eigene Gewaltanteile erkennen - lernen, verantwortlich mit ihnen umzugehen
- Handlungsmöglichkeiten ausprobieren, die den TeilnehmerInnen helfen könnten, mit Bedrohungen, Diskriminierungen und mit Gewaltsituationen angemessener umzugehen
- Selbstwertgefühl und Zuversicht stärken
- Achtung und Hilfsbereitschaft erhöhen.
Methoden
Die Trainings arbeiten mit einem hohen Anteil handlungsorientierter Methoden wie spielerische, „action“-betonte Übung, Körperarbeit, szenisches Spiel etc. Wechsel von Aktion und Reflexion. Kürzere Theoriephasen.
Teilnehmerzahl: Maximal ca. 25 Personen
Zeitlicher Umfang:
- 3-4stündige Impulstrainings
- ein- oder mehrtägige Trainingsseminare
Honorar: Nach Vereinbarung
Ort:
Entweder in der HVHS Hermannsburg. Für Unterkunft und Verpflegung wäre gesorgt.
Näheres nach Absprache
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