Eigenes Selbstverständnis / Eigener Anspruch
Der Geist ist nicht immer willig.
Menschen sind nicht nur vernunft-, sondern auch triebgesteuert. Daher können sie zeitweise vorn irrationalen Gefühlen vereinnahmt werden. Erziehung muss auf daraus resultierendes Verhalten auch mit Grenzen und Sanktionen antworten., um das Schlimmste zu verhindern. Das kann aber nur tragfähig sein auf der Basis nachvollziehbarer Begründungen. Der Mensch muss lernen, seinen Gefühlshaushalt selbständig zu gestalten und zu lenken.
Vernunft ist nicht immer vernünftig.
Konstruktive Problemlösung erfordert die Entwicklung kognitiver Fähigkeiten. Denken allein aber motiviert zu wenig, es verleiht weder Kraft noch Ausdauer. Der Mensch braucht Emotionalität als Balance zur Vernunft.
Vorbilder (besonders mediale) sind nicht immer die besten.
Medien verbreiten Brutalität, Zerstörung und Unmenschlichkeit schnell und intensiv. Es ist eigentlich undenkbar, dass sich prosoziales, moralisches Verhalten im Kontext moderner Massenmedien störungsfrei entwickeln. Der Mensch benötigt authentische zwischenmenschliche Beziehungen.
Moral lohnt sich(scheinbar) nicht immer.
Unsere Gesellschaft entledigt sich ihrer Traditionen immer mehr, ohne tragfähige Orientierungen an deren Stelle zu setzen. Viele Menschen können in ihrem Leben kaum mehr einen Sinn erkennen. Was bleibt, ist die Freude am Konsum, der aber wenig authentisch ist, sondern von der Freizeitindustrie zur möglichst schnellen Befriedigung hervorgerufen wurde.
Ich kann einen anderen Menschen nicht direkt etwas lehren; ich kann ihm nur helfen, zu lernen“(Carl R. Rogers).
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