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Bericht von der Ausbildung:
 Ausbildung für Pädagogen Münster – Gievenbeck

Verstehen, wie Gewalt funktioniert
 und verhindert werden kann -.

„Jeder, der mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen arbeitet, sollte eine Deesakalationsausbildung gemacht haben“, lautet die einhellige Meinung der 12 neu ausgebildeten Pädagogen und Sozialarbeiter.

Angesichts der schleichenden Entwicklung von Gewalt und Rassismus in unserer Gesellschaft hat es sich die Gewalt-Akademie Villigst zur Aufgabe gemacht, mit ihrem umfassenden Fort-, Weiter- und Ausbildungsangebot  diesem Phänomen qualifiziert zu begegnen.
Aufgeteilt in Regionalgruppen hat es die Akademie unter anderem geschafft, diese Ausbildung zum/zur  „Deeskalationstrainer/in von Gewalt und Rassismus im ganzen Land NRW erfolgreich zu verbreiten. Im Laufe der vergangenen Jahre sind mehr als 300 pädagogische Fachleute zertifiziert worden. Die Regionalgruppe Münster/ Osnabrück hat zum dritten Mal in Folge nun in Kooperation mit dem Fachhochschulbereich Sozialwesen diese Ausbildung angeboten und erfolgreich zu Ende gebracht.

Im Gievenbecker La Vie, dem Ausbildungsort in Münster, lernten die Fachkräfte aus der Jugendgerichtshilfe, den Schulen, der verbandlichen Jugendarbeit, der Erziehungshilfe und anderen sozialen Arbeitsbereichen in einem Zeitraum von mehreren Monaten, wie der Alltagsgewalt, auch der versteckten, begegnet werden kann und wo ihre Ursachen liegen.

Die Ausbildung beruht dabei auf de Erkenntnis, dass mit gut gemeinten Appellen, Belehrungen und Verboten kaum noch Gewalt und Rassismus zu verhindern sind.  „Darum sind wichtige Bestandteile u. a. das Verstehen, wie Gewalt funktioniert und welche praktischen Möglichkeiten im privaten vor allem aber im beruflichen es wirklich gibt,“ erklärt die Lehrtrainerin Hedwig Blanke. Mit dem Ziel der konstruktiven  Konfliktlösungen wurden von den Ausbilder/innen und Teilnehmer/innen Übungen, Methoden und Konzepte entwickelt und auf ihre Tauglichkeit in der Anwendung hin untersucht und geprüft.

Dabei wurde ein hohes Maß  an Selbstorganisation an die Teilnehmer/innen gestellt, da sie mindestens zusätzlich fünf weitere 2-Tage-Ausbildungsseminare erfolgreich absolvieren mussten. Zudem gab es am Ende die Pflicht, ein zweitägiges Prüfungsseminar zu konzipieren und durchzuführen, und darüber eine mehrseitige Abschlussarbeit zu fertigen. 
 

Im Dezember werden die Teilnehmer/innen in einer Feierstunde mit allen anderen Absolventen aus den übrigen Regionalgruppen zertifiziert, so dass sie den offiziellen Namen „Villigster Deeskalationstrainer/in“ tragen dürfen.
„Angesichts der Tatsache, dass Sparen überall groß geschrieben wird, rufen wir vier Lehrtrainer aber die öffentlichen und freien Träger, sowie die Schulen im Münsterland auf, ihren Mitarbeiter/innen die Möglichkeit zu dieser qualifizierten und kostengünstigen Ausbildung zu geben,“ so Josef Budde, Mitglied der Regionalgruppe Münster/Osnabrück und ebenfalls Villigster Ausbilder


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