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Bausteine gegen Rechtsextremismus

20 Fachbesucher trafen sich in Haus Villigst zum Erfahrungsaustausch

20 Fachbesucher/innen trafen sich in Haus Villigst (Schwerte), um Konzepte zur Prävention gegen Rechtsextremismus zu erproben und zu beraten. Schwerpunkte der von Ralf-Erik Posselt (Leiter des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Arnsberg (BNW-A)) geleiteten Tagung waren Überlegungen, Jugendliche und junge Erwachsene in lebensweltorientierter Weise anzusprechen um sie gegen Rechtsextremismus zu immunisieren.

Es ist geplant, Ende des Jahres in einem Buch mit dem Titel „Methodisch - didaktische Bausteine gegen Rechtextremismus“ eine Sammlung von Impulsen und Übungen zu veröffentlichen, mit der Lehrer/innen, Schulsozialarbeiter/innen, Jugendleiter/innen, Aktive aus der verbandlichen und aus der kirchlichen Jugendarbeit in ihren Klassen und Gruppen als Multiplikator/innen wirken können. Die Veröffentlichung des Bandes soll im Rahmen der Reihe „Edition Zebra“ der Gewalt Akademie Villigst erfolgen.

Fünf Mitglieder der Beratungsgruppe Rechtsextremismus aus dem BNW-A, alle zugleich Villigster Gewalt-Deeskalationstrainer, nämlich Johannes Böing, Ulf Hecht, Andreas Pötter und Heinz Kraft, dazu Ralf-Erik Posselt als Moderator, hatten aus ihrem jeweiligen Repertoire Übungen und Impulse, die sie für das Konzept geeignet hielten, ausgesucht und erprobten sie mit dem Fachpublikum. Die Tagung diente  insbesondere dazu, eine Reihe von bereits für das Konzept vorgesehenen Übungen auf ihre Praxistauglichkeit zu prüfen und die Aufnahme zu empfehlen oder nur eingeschränkt zuzulassen. Zugleich war damit die Möglichkeit geschaffen, noch nicht bekannte Übungen aus dem Trainingsrepertoire der Anderen „in Aktion“ kennenzulernen und so selbst einen individuellen Zugang zu ihnen zu finden.

Dabei ging es vor allem um Übungen, die unmittelbar auf die Alltagserfahrungen von jungen Menschen zurückgreifen, sich an der Lebenswelt von Jugendlichen orientieren und  die zur reflektierten Auseinandersetzung mit der Attraktivität, den Zielen und Erscheinungsformen der rechtsextremistischen Szene einladen.
Aha - Erlebnisse blieben deshalb bei den Tagungsteilnehmer/innen nicht aus.
(Heinz Kraft)

Übung „Widerstehen können“ – Wie muss man sich aufstellen, um nicht sogleich beim ersten  Anrempeln umzufallen?

Auf den Fotos sind Menschen abgebildet, die auf einer gedachten Skala von „Typisch deutsch“ bis „Undeutsch“ zu positionieren sind. Anschließend wird abgeleitet, wie ein „echter Deutscher“ ist – und da tritt die Fragwürdigkeit der Klassifizierung deutlich zu Tage und bietet reichlich Stoff zur Diskussion.

Wahrnehmungsübung – Eine kritische Szene wird vorgespielt und danach ausgewertet: Was war objektiv wahrnehmbar, was war Interpretation? Ein Aha!-Erlebnis für die Gruppe. Weitere Auswertungskriterien: Klischees und Vorurteile…

Übung „Hurricane“ – Es wird nach besonderen Eigenschaften gefragt, und alle aus der Gruppe, die sie erfüllen, wechseln die Plätze. Es kommt mehr als nur Bewegung in die Gruppe…


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