ABG Hannover 2017

Ausbildungsgruppe Hannover 2017 (zertifizierte Ausbildung)

Die Auseinandersetzung mit rassistischen und diskriminierenden Strukturen und Verhaltensweisen sind in einer demokratischen Gesellschaft zeitlos unabdingbar um rassistische Tendenzen entlarven und ihnen wirksam entgegentreten zu können. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der heutigen Migrationsbewegungen sind wir als Gesellschaft permanent aufgefordert, unsere demokratischen Werte zu festigen und unsere eigenen Verhaltensweisen zu überprüfen.

Der Verein für Erlebnispädagogik und Jugendsozialarbeit e. V. (VEJ) bietet erstmalig in Hannover in Kooperation mit der Gewalt Akademie Villigst, der Werk-statt-Schule Hannover e.V. und dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e. V. (VNB) eine berufsbegleitende Ausbildung zur/zum Deeskaltionstrainer/in an.

Die von der Gewalt Akademie Villigst zertifizierte Ausbildung qualifiziert die Teilnehmer/innen zur eigenständigen Durchführung von Trainings zur Thematisierung von Gewalt und Rassismus und zur Vermittlung konstruktiver, deeskalierender Konfliktlösungskompetenzen. 

Zielgruppe und Teilnahmevoraussetzungen:

Das Ausbildungsangebot richtet sich an alle Menschen, die in ihrer haupt- oder ehrenamtlichen Tätigkeit mit Gewalt und Rassismus konfrontiert werden, wie z.B. pädagogische Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit, Lehrkräfte, Sicherheits- und Präventionskräfte, Polizeibeamt/innen, Mitarbeiter/innen Beratungsstellen, Flüchtlingsorganisationen etc..

Voraussetzung für die Teilnahme sind eine berufliche oder berufsadäquate Praxis in der Arbeit mit Menschen zu sozialen Themen, die regelmäßige, aktive Teilnahme an den Ausbildungsmodulen sowie die Bereitschaft zu Selbsterfahrung und Reflexion.

Wir bieten

eine erfahrungs- und praxisorientierte Ausbildung mit langfristiger Perspektive, solide Praxiserfahrungen mit kollegialen Reibungsprozessen und ein an den Kompetenzen und Bedürfnissen der Teilnehmer/innen orientiertes Ausbildungsprogramm mit folgenden Schwerpunkten: 

  • Erarbeitung von Grundwissen und einer Basis zur Einschätzung eigener pädagogischer „Reichweiten“ und zur „Einfindung“ in die Trainer/innen-Rolle 

  • Ausbildungs-, Übungs- und Trainingsphasen in 5 zweitägigen Ausbildungsgruppentreffen 

  • Beratung und Reflexion zur Entwicklung eines eigenen, soliden Methoden- und Praxisrepertoires und 
zur Erprobung und Realisierung eines eigenen, authentischen Trainingsprogramms. 

  • Freiräume für Autodidakten und kollegiale Beratung zur Entwicklung einer eigenen (konfrontativer 
Kritik standhaltenden) Trainingskonzeption und -praxis. 

  • Beratung und Begleitung auf dem Weg in die eigene Trainingsarbeit. 

  • Vermittlung von Projekt- und Seminarpartner/innen aus den Bereichen Schule, präventiver Polizei- und 
Justizarbeit, Jugendhilfe und Bildungsarbeit 

  • Qualifikation zur Entwicklung eigener Konzepte um als Multiplikatoren/innen im eigenen Arbeitsfeld 
Mitarbeiter/innen zu schulen.

Struktur der Ausbildung

Terminlich festgelegte Module:

Start: Dinner für Trainer/innen im Haus Villigst in Schwerte: Kennenlernen, Einführung in das Ausbildungsvorhaben und Informationen (Eine Teilnahme ist nicht Vorrausetzung für die Ausbildung) 


Ausbildungs-, Übungs- und Trainingsphase mit 5 zweitägigen regionalen Gruppentreffen (und autodidaktisch orientierten Lernprozessen in Regie der jeweiligen Ausbildungsgruppe) 


Zwei (zweitägige) öffentliche Lehrtrainings mit Lehrtrainer/innen der G A V 


Zwei (zweitägige) öffentliche, themenezogene Fremdtrainings bei jeweils unterschiedlichen 
Partner/Trainingsinitiativen der Gewalt Akademie Villigst zur Horizonterweiterung 


Abschluss: Dinner für Trainer/innen Reflexion der Ausbildung, Zertifizierung zu Trainer/ -innen und Einführung der neuen Teilnehmer/ -innen in das nächste Ausbildungsvorhaben. 
Eigenständige bzw. in Abstimmung mit der Ausbildungsgruppe organisierte Ausbildungsanteile: 


  • Eigene Studientage, kollegiale Beratung, Entwicklung und Reflexion einer eigenen Trainingskonzeption 

  • Entwicklung und Realisierung eigener Deeskalationstrainings zu den Themenfeldern Gewalt, Rassismus, konstruktive Konfliktbearbeitung und Soziales Lernen. 

  • Entwicklung und schriftliche Fixierung einer eigenen, mindestens zweitägigen Trainingskonzeption (8 UE/Tg) in den Themenfeldern Gewalt, Rassismus, konstruktive Konfliktbearbeitung oder Soziales Lernen. 

  • Realisierung eines eigenen zweitägigen Trainings mit dokumentierter kollegialer Begleitung, Reflexion und Auswertung durch zwei Mentor/innen der Gewalt Akademie Villigst. 

  • Entwicklung und schriftliche Fixierung der eigenen Vorstellung (Selbstdarstellung) im Verzeichnis und auf der Homepage der Trainer/innen der Gewalt Akademie Villigst. 


Termine:

Siehe Flyer

Ausbildungsort:

Werk-statt-Schule Hannover e.V., Roschersburg 2-4, 30657 Hannover

Ausbildungsteam: Alf Kontermann Gudrun Wielsch Holger Himstedt Ulrike Polke

Kosten:

Lehrtrainer und Mitglied im Leitungsteam der Gewalt Akademie Villigst Lehrtrainerin und Mitglied im Leitungsteam der Gewalt Akademie Villigst Trainer und Moderator der Gewalt Akademie Villigst
(VEJ e. V.), Diplom-Sozialpädagogin, Trainerin und Moderatorin der Gewalt Akademie Villigst

Der Teilnahmebeitrag beträgt 1200 €.
Darin enthalten sind die Kosten für fünf 2-tägige Ausbildungsgruppentreffen, zwei 2-tägige Lehrtrainings, zwei 2-tägige Fremdtrainings, Seminarunterlagen und Beratung durch Moderator/innen der Gewalt Akademie.

Eine anteilige Finanzierung über die Bildungsprämie kann beantragt werden.

Anmeldung, Informationen und Kontakt zum Lehrtrainer/innenteam:

Zur formlosen Anmeldung senden Sie uns bitte einen kurzen Lebenslauf sowie eine kurze Darstellung zur Motivation zur Teilnahme an der Ausbildung zu.

Für weitere Informationen zur Ausbildungsgruppe Hannover wenden Sie sich bitte an:

Anke Olbrischewski

Verein für Erlebnispädagogik und Jugendsozialarbeit e.V. Klaus-Müller-Kilian-Weg 2
30167 Hannover
Tel. 0511-169 1001

Fax 0511 - 169 1002

olbrischewski@vej.de