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Ausschreibung der ABG Gütersloh

Die Regionalgruppe Gütersloh stellt in Kooperation mit dem Kirchenkreis Gütersloh eine Ausschreibung Ausbildung zum/zur Deeskalationstrainer/-in Gewalt und Rassismus Jahrgang 2017 bereit.

 

 

Aufgabe der Gewalt Akademie Villigst ist es, sich mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen zu verständigen, damit diese möglichst mit allen Sinnen begreifen, erfahren und verstehen, was Sinn macht, Wert hat, als Regel taugt und deshalb für alle gelten soll und kann. 

Dabei geht es darum, Methodenrepertoires, Thematisierungswege und konstruktive Konfliktlösungen zu entwickeln, zu erproben und zu realisieren. Kinder, Jugendliche und Erwachsene sollen selber herausfinden können, was gut oder schlecht für sie ist, damit sie auf Gewalt und Rassismus als scheinbare Lösungsmittel nicht zurückgreifen müssen.

Ziel ist es, im Respekt vor dem Gewaltmonopol des Staates Wege der aktiven Gewaltlosigkeit zu entwickeln, zu beschreiten und zu verstetigen, auf jede Rechtfertigung von Gewalt und Rassismus zu verzichten und den Transfer in die Alltagswelt zu realisieren.

Um dieses Ziel zu erreichen führt der Kirchenkreis Gütersloh das Projekt „Soziales Lernen“ in Kitas und an Schulen durch. Die Qualitätsstandards dieses Projektes sind richtungweisend für die Ausbildung zum/zur DeeskalationstrainerIn.

Die Gewalt Akademie Villigst führt am Standort Gütersloh seit 1998 einjährige, berufsbegleitende Ausbildungsgänge für Deeskalationstrainer/-innen durch. Angesichts der stetigen Nachfrage nach qualifizierten Trainer/-innen, vor allem für das Projekt „Soziales Lernen“, bieten wir auch im Jahr 2017 unsere Ausbildung zum/zur Deeskalationstrainer/-in Gewalt und Rassismus an.

Start: Die Ausbildung startet mit einem zweitägigen Training, bei dem die  Methoden der Fortbildung vorgestellt werden und eine erste Auseinandersetzung mit dem Themenfeld Gewalt angeboten wir. Diese Veranstaltung wird auf der Homepage der Gewaltakademie und des Kirchenkreises Gütersloh ausgeschrieben. Alle Interessierten, die sich per e-mail gemeldet haben, erhalten zusätzlich eine Einladungsmail.

Für die spätere Teilnahme an der Ausbildungsgruppe bedarf es einer formlosen Anmeldung.
Die formlose Bewerbung sollte folgende Daten enthalten: Name, Kontaktadresse, Email-Adresse, der Grund Ihrer Bewerbung sowie ihr Alter. Diese Bewerbung gilt noch nicht als verbindliche Anmeldung.

Erwartungen: Wir erwarten von den Teilnehmer/innen eine engagierte Teilnahme sowie ernsthaftes Interesse an der Arbeit mit Menschen zu sozialen Themen. Besonders Bewerbungen von AktivistInnen der Eltern-AG-Arbeit (Soziales Lernen) sehen wir zur Weiterentwicklung des Netzwerkes gern entgegen.

Wir bieten eine erfahrungs- und praxisorientierte, ausbaufähige Ausbildung mit langfristiger Perspektive, solide Praxiserfahrungen mit kollegialen Reibungsprozessen und ein an den Fähigkeiten und Eigenarten der Teilnehmer/innen orientiertes Ausbildungsprogramm mit folgenden Schwerpunkten:

  • Erarbeitung von Grundwissen und Einschätzung eigener pädagogischer „Reichweiten“
  • Ausbildungs-, Übungs- und Trainingsphasen mit mind. 8 eintägigen Ausbildungsgruppentreffen (und autodidaktisch orientierten Lernprozessen in Regie der jeweiligen Gruppe) 
  • Beratung und Reflexion zur Entwicklung eines eigenen, soliden Methoden- und Praxisrepertoires und zur Erprobung und Realisierung eines eigenen, authentischen Trainingsprogramms.
  • Freiräume für Autodidakten und kollegiale Beratung zur Entwicklung einer eigenen Trainingskonzeption und -praxis.
  • Beratung und Begleitung auf dem Weg in die eigene Trainingsarbeit.
  • Vermittlung von Projekt- und Seminarpartner/innen aus den Bereichen Schule, präventiver Polizei- und Justizarbeit, Jugendhilfe und Bildungsarbeit.

Kosten und Zeitaufwand: Die Kosten für die einjährige Fortbildung betragen

870,-€. In diesem Betrag sind die Kosten für die zwei Fremdtrainings (150 – 200 €) nicht enthalten, da diese sich an den Honorarforderungen der jeweiligen Referenten orientieren.

Für die gesamte Fortbildung können Bildungsschecks/Bildungsgutscheine eingelöst werden.

Die Fortbildung ist eine Veranstaltung der Regionalstelle für Erwachsenenbildung im Kirchenkreis Gütersloh in Verbindung mit dem Ev. Erwachsenenbildungswerk Dortmund e.V. und erfüllt die Voraussetzungen des AWbG.

Es werden 10 eintägige Trainings und 4 zweitägige Seminare angeboten. Die Teilnahme an mindestens 8 der eintägigen Trainings sowie an den 4 zweitägigen Seminaren ist eine der Voraussetzungen für die Zertifizierung. 

Struktur der Ausbildung

1. Dinner für Trainer/innen: Einführung in das Ausbildungsvorhaben und Informationen

2. Ausbildungs-, Übungs- und Trainingsphase mit mindestens  acht  eintägigen regionalen Gruppentreffen (und autodidaktisch orientierten Lernprozessen in Regie der jeweiligen Ausbildungsgruppe)

3. Eigene Studientage, kollegiale Beratung, Entwicklung und Reflexion einer eigenen Trainingskonzeption

4. Entwicklung und Realisierung eigener Deeskalationstrainings zu den Themenfeldern Gewalt, Rassismus, konstruktive Konfliktbearbeitung und Soziales Lernen.

5. Teilnahme an vier (zweitägigen) Lehrtrainings (verpflichtend / vier Bescheinigungen):

Ø  einem öffentlichen Deeskalationstraining  der Gewalt Akademie in Haus Villigst, (soweit organisatorisch durchführbar, sonst an einem anderen Veranstaltungsort)

Ø  einem weiteren öffentlichen Training mit Lehrtrainer/innen der Gewalt Akademie Villigst

Ø  zwei weiteren themenbezogenen Trainings bei jeweils unterschiedlichen Partner-Trainingsinitiativen der Gewalt Akademie Villigst zur Horizonterweiterung

6. Entwicklung und schriftliche Fixierung einer eigenen, mindestens zweitägigen

(6 UE/Tg) Trainingskonzeption in den Themenfeldern Gewalt, Rassismus,  konstruktive Konfliktbearbeitung oder Soziales Lernen.

7. Realisierung eines eigenen zweitägigen Trainings mit dokumentierter kollegialer Begleitung, Reflexion und Auswertung durch zwei Mentor/innen der Gewalt Akademie Villigst. Darüber hinaus geben wir die Empfehlung: Teilnahme als (aktive/r) Mentor/in an zwei Trainings anderer Ausbildungsteilnehmender, Moderator/innen oder Lehrtrainer/innen (sog. Huckepackverfahren).

8. Dinner für Trainer/innen 
Reflexion der Ausbildung, Zertifizierung zu Trainer/ -innen und Einführung der neuen Teilnehmer/ -innen in das nächste Ausbildungsvorhaben (s.o.)

9. Entwicklung und schriftliche Fixierung der eigenen Vorstellung (Selbstdarstellung) im Verzeichnis und auf der Homepage der Trainer/innen der Gewalt Akademie Villigst (optional): www.gewaltakademie.de.

1. Mentor/innen sind Teilnehmende (TN) der Ausbildung, die das Training eines/r anderen TN kollegial, konstruktiv und kritisch begleiten

2. Moderator/innen sind Mitglieder eines regionalen Ausbildungsteams und begleiten ständig eine regionale Ausbildungsgruppe

3. Lehrtrainer/innen sind von der Gewalt Akademie Villigst zertifiziert und beauftragt, regionale Ausbildungsgruppen der Gewalt Akademie Villigst zu entwickeln, zu organisieren und zu leiten.

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Gewalt Akademie Villigst

c/o Regionalgruppe  Gütersloh

Ansprechpartner: Alf Kontermann

Lehrtrainer und Mitglied im Leitungsteam der Gewaltakademie Villigst

Alf-kontermann@versanet.de

www.gewaltakademie.de

www.kirchegt.de

Termine:

21.01.2017

17. und 18.02.2017 (Villigster Lehrtraining)

04.03.2017

01.04.2017

06.05.2017

19. und 20.05.2017

17.06.2017

30.06.und 01.07.2017

06.und 07.10.2017 (Villigster Lehrtraining)

18.11.2017

01.und 02.09.2017 (erstes Fremdtraining zum Thema Traumapädadgogik)

Ein weiteres Fremdtraining ist in Planung